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Informationsveranstaltung am Europäischen Tag des Notrufs 112 am 11. Februar

Ein Europa – eine Notrufnummer

Schon die Kleinsten lernen es im Kindergarten: der Notruf 112 sorgt für schnelle Hilfe im Notfall. Die 112 ist eine Kurzwahlnummer, über die in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Feuerwehren, Rettungs- und Hilfsdienste erreicht und alarmiert werden können.

Am 11. Februar 2019 wird in guter Tradition auch in Pforzheim auf den „Europäischen Tag des Notrufs 112“ hingewiesen. Dieser Aktionstag wurde 2009 durch das Europäische Parlament, den Rat der Europäischen Union und die Europäische Kommission eingeführt, um den Euronotruf bekannter zu machen. Wie schon in den Vorjahren werden auch am 11. Februar 2019 die Feuerwehr Pforzheim, die Rettungsdienste von DRK und ASB, die Integrierte Leitstelle sowie die Abteilung Europa und Städtepartnerschaften im Geschäftsbereich Kommunikation und Internationales in der Innenstadt für den Euronotruf werben. Ziel ist es, die Bevölkerung zu informieren und auf den Nutzen eines vereinten Europas hinzuweisen. Besucher haben von 11 bis 16 Uhr auf dem Leopoldplatz vor dem Industriehaus die Möglichkeit, sich über die Notrufnummer 112 zu informieren. Außerdem gibt es Informationen rund um Europa sowie Tipps zu Haushalts-rauchmeldern, Feuerlöschern und Erste Hilfe. Passanten, aber auch Kindergarten- und Schülergruppen können vor Ort an einem Reanimationstraining teilnehmen und lernen, wie man richtig einen Notruf absetzt. Darüber hinaus wird für Kinder ein „Bärenhospital“ aufgebaut. Daneben können auch verschiedene Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst besichtigt werden.

„Mit dieser Aktion am 11. Februar möchten wir einerseits auf die Notrufnummer 112 hinweisen – auch dies eine wichtige Errungenschaft der Europäischen Union, zum anderen aber auch die wertvolle Arbeit unserer Feuerwehren, Rettungs- und Hilfsdienste in Pforzheim würdigen“, so Erster Bürgermeister Dirk Büscher. Nur jeder vierte Deutsche wisse, ergänzte Pforzheims Europabeauftragte Anna-Lena Beilschmidt, dass der Notruf 112 auch europaweit gilt, was zur Folge hat, dass viele Deutsche im Ausland die Vorteile des lebensrettenden Euronotrufs 112 nicht nutzen können.

In Pforzheim und dem Enzkreis wird der Notruf 112 in der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz entgegengenommen. Speziell geschulte Disponenten von Rettungsdienst und Berufsfeuerwehr sorgen dort für eine qualifizierte Notrufabfrage und schnelle Alarmierung der erforderlichen Einsatzkräfte.

 

Hintergrund:

Die Einführung der europaweit einheitlichen Notrufnummer wurde vom Ministerrat bereits im Juli 1991 beschlossen. Der Rat legte dabei fest, dass unter der Notrufnummer 112 in allen EU-Mitgliedsstaaten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, gebührenfreie Notrufe durchführen zu können. Mittlerweile ist sichergestellt, dass Hilfe-suchende in 38 Ländern Europas unter der einheitlichen Notrufnummer 112 die Notrufzentralen der Rettungsdienste, Feuerwehr oder Polizei über Festnetz- und Mobilfunkanschlüsse erreichen. Doch nur knapp ein Viertel der Deutschen wissen, dass über die 112 in allen Mitgliedsstaaten der EU Feuerwehren, Rettungs- und Hilfsdienste erreicht und alarmiert werden können. Doch auch in anderen Ländern lässt die Bekanntheit der Nummer zu wünschen übrig, was die Europäische Union im Jahr 2009 dazu bewegte, den „Europäischen Tag des Notruf“ einzuführen.

Die Technische Richtlinie Notrufverbindungen (TR Notruf) legt auf Grundlage des Telekommunikationsgesetzes die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen fest. Damit ist die 112 eine „echte“ Notrufnummer mit besonderen Eigenschaften und Möglichkeiten:

 

•    Die 112 ist kostenlos.

•    Die 112 kann vom Handy und vom Festnetz ohne Vorwahl gewählt werden, egal wo man sich befindet. Die Verbindung wird automatisch zur örtlich zuständigen Leitstelle aufgebaut.

•    Die 112 funktioniert auch ohne Guthaben, aber seit 2009 wegen zu viel Missbrauch nur noch mit eingelegter SIM-Karte.

•    Die 112 kann immer zurückverfolgt werden (auch bei Rufnummernunterdrückung).

•    Die 112 wird bevorzugt behandelt (im Handynetz werden evtl. sogar andere Gespräche beendet um eine Verbindung herzustellen, außerdem wird bei fehlendem Empfang beim eigenen Anbieter versucht über einen anderen Anbieter eine Verbindung herzustellen)

•    das Gespräch wird aufgezeichnet um beispielsweise bei schlechter Sprachqualität oder bei einem Verbindungsabbruch nochmals die wichtigsten Informationen ermitteln zu können