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Feuerwehr erfüllt Herzenswunsch für Kinder der Sterneninsel

"Ich möchte mal mit meinem Rolli unter einem echten großen Flugzeug durchfahren" - über diesen außergewöhnlichen Wunsch des achtjährigen Phillip erzählte Jürgen Hörstmann, Vorsitzender der Sterneninsel, bei der großen Niefern- Benefiz Gala im Februar. Und genau diesem Wunsch hat sich Bernd Wolf vom Stadtfeuerwehrverband schon gleich am Benefiz-Abend angenommen. "Direkt als ich davon gehört hatte, hat es in meinem Kopf zu arbeiten angefangen", so der Verbandsvorsitzende.

 

Die Sterneninsel ist der ambulante Kinder und Jugend Hospizdienst für Pforzheim und Enzkreis und begleitet Familien in denen ein Mitglied eine schwere unheilbare Diagnose hat, oder wenn in der Familie ein Mensch gestorben ist. Eine Begleitung über viele Jahre ist keine Seltenheit. Es steht auch bewusst auf dem Flyer – "Lebensbeistand für die ganze Familie." So ergänzt Hörstmann.

Gemeinsam mit der Sterneninsel, der Feuerwehr Pforzheim und dem Flughafen Stuttgart gelang es Bernd Wolf einen tollen Ausflug zu organisieren. Schnell erklärten sich alle bereit zu unterstützen und in den Osterferien konnte es mit einem besonderen Highlight losgehen. "Die Fahrt nach Stuttgart mit dem großen roten Pforzheimer Feuerwehrbus".

Das Leitungsteam der Sterneninsel bot neben dem "Wunschkind Phillip" diesen besonderen Ausflug noch drei weiteren Jungs an.  

Phillip kam mit seinem Papa der extra Urlaub genommen hatte. Aus dem Bereich der Trauergruppen waren  Benjamin und Niklas mit an Bord. Mit viel Freude sagte Noah mit seinen Großeltern zu. Er war sehr stolz dass er den Tag über ohne seinen Rollstuhl auskam. Begleitet wurde die fröhliche Gruppe von Bernd Wolf und Christian Vollmer der Pforzheimer Feuerwehr sowie von der Sterneninsel Mitarbeiterin Simone Hochmuth.

Imponierend war es für alle, vom Feuerwehrbus der Feuerwehr Pforzheim abgeholt zu werden. Auf direktem Weg ging es dann nach Stuttgart an den Flughafen, wo ein Umstieg in den Bus der Flughafenfeuerwehr Stuttgart anstand. "Zwei Feuerwehrbusse an einem Tag, da machten die kleinen Gäste schon große Augen", freut sich im Rückblick Bernd Wolf. Nach einer Rundfahrt auf dem Flughafengelände, bei der Flughafenführer Frank Dizinger mit lebhafter Beschreibung viel Spannendes und Interessantes zu berichten wusste, kam das Highlight des Tages: Der Bus hielt neben einem geparkten Flugzeug und alle konnten auf Tuchfühlung gehen. Aus nächster Nähe wurde das Flugzeug bestaunt. Philipp und Noah war ihre Freude anzusehen. Und auch die 'Großen' kamen ordentlich ins Staunen. "Dass so eine riesige Maschine überhaupt fliegen kann…" - immerhin wiegt ein mittelgroßes Flugzeug schon an die 100 Tonnen! Und mit entsprechendem Respekt ging Phillip in seinem RehaBuggy und Noah zu Fuß unter dem Giganten hindurch.

Der nächste Halt war bei der Gepäckabteilung. Der lange Gang der unzähligen Koffer, die ihren Weg in die richtigen Flugzeuge finden. "Das hat mir am allerbesten gefallen", jubelte Noah. Seiner Begeisterung konnte Noah auch freien Lauf lassen, als es vom Stuttgarter Flughafenführer Frank Dizinger hieß "mal so laut zu schreien wie ein Flugzeug, wenn es startet", was keinem wirklich gelang. Mit Blick auf das Rollfeld, zu den wartenden, landenden und startenden Flugzeugen aus nächster Nähe, war von Phillip immer wieder "Ey Alter" zu hören. Ein Ausruf der Begeisterung, der für Phillip nicht zu toppen ist.

Nach rund zweieinhalb Stunden auf dem Flugplatz startete der besondere Trupp wieder mit dem Pforzheimer Feuerwehrbus in Richtung Heimat. Doch nicht ohne abschließende Stärkung mit Pommes und Co und einem "Dankeschön-Engel" für die Feuerwehr.

Zuhause abgeliefert wurde Philipp direkt beim Aussteigen von zwei seiner Freunde empfangen, die den Feuerwehrbus mit großen Augen und einer Portion Neid bestaunten. Dieser besondere Tag bleibt bei allen Teilnehmern sehr intensiv  in Erinnerung und konnte Dank der vielen Helfern so wunderbar gelingen.