Zum Inhalt springen
  • Mäßiger Regen 7 °C
  • Kontrast
  • Leichte Sprache

Zwei Kellerbrände – ein verletzter Feuerwehrangehöriger

Am 18.11.2017 kam es in Pforzheim zu zwei Kellerbränden. Bei einem Einsatz wurde ein Angehöriger der Berufsfeuerwehr verletzt.

Foto: Meyer, PZ
Foto: Meyer, PZ
Foto: Meyer, PZ
Foto: Meyer, PZ
Foto: Meyer, PZ
Foto: Meyer, PZ
Foto: Meyer, PZ
Foto: Meyer, PZ
Foto: Meyer, PZ

Um 17:50 Uhr wurde ein Kellerbrand im Stadtteil Arlinger gemeldet. Da sich im Haus noch Personen aufhalten sollten, wurde die Feuerwehr von der Integrierten Leitstelle mit dem Stichwort „Wohnungsbrand, Menschenleben in Gefahr“ alarmiert. Vier Minuten später trafen die ersten Kräfte von Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Feuerwehr Abteilung Brötzingen-Weststadt ein. Personen befanden sich nicht mehr im Gebäude, so dass sich die Maßnahmen auf die Brandbekämpfung im Keller konzentrieren konnten. Nach zehn Minuten konnte die Einsatzleiterin „Feuer aus“ melden. Unterstützt wurden die Kräfte von der Abteilung Büchenbronn, ein weiteres Fahrzeug der Berufsfeuerwehr, welches bei Alarmeingang noch bei einem PKW-Brand auf der Autobahn gebunden war, musste die Einsatzstelle nicht mehr anfahren.

Der Einsatz im Arlinger war gerade beendet, als um 18:42 Uhr ein weiterer Kellerbrand im Hinteren Tal in Dillweißenstein gemeldet wurde. Die Integrierte Leitstelle alarmierte neben dem Löschzug der Berufsfeuerwehr die örtliche Abteilung Dillweißenstein und die Abteilung Büchenbronn, die vom vorigen Einsatz noch einsatzbereit war. Acht Minuten später war das erste Löschfahrzeug der freiwilligen Feuerwehr vor Ort und begann zusammen mit dem Löschzug der Berufsfeuerwehr die Brandbekämpfung. Noch während des Vordringens in die vollständig verrauchten Kellerräume gab es explosionsähnliche Geräusche. Mehrere thermisch aufbereitete Sprayflaschen flogen unkontrolliert umher und verletzten einen Angehörigen der Berufsfeuerwehr im Gesicht.

Aufgrund der unklaren Lage wurde die Alarmstufe erhöht und zahlreiche weitere Kräfte nachalarmiert. Da die Löschmaßnahmen im Innenangriff wenig Erfolg zeigten, wurde auf einen Außenangriff mit Schaum umgestellt. Durch einen Lichtschacht wurde der Keller mit Mittelschaum geflutet und der Brand stark eingedämmt. Die anschließenden Nachlöschabeiten konnten dann wieder im Innenangriff durchgeführt werden. Um 19:55 Uhr wurde „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet, 5 Minuten später war der Brand dann gelöscht.

Die weiteren Nachlösch-, Belüftungs- und Aufräumungsarbeiten dauerten noch bis 21 Uhr. Im Einsatz waren 59 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Abteilungen Dillweißenstein, Büchenbronn, Würm, Hohenwart, Eutingen und Brötzingen-Weststadt. Der Grundschutz im Stadtgebiet wurde von dienstfreien Beamten und der freiwilligen Feuerwehr sichergestellt. Diese Kräfte wurden zu einem feststeckenden Aufzug und einer weiteren Feuermeldung in einem Produktionsbetrieb im Altgefäll alarmiert.

Der verletzte Feuerwehrbeamte wurde nach einer ambulanten Behandlung nach Hause entlassen werden.

Kellerbrände haben aufgrund der vielfach hohen Brandlast, der Lagerung von Farben, Lacken, Chemikalien, Autoreifen, Sperrmüll,… und der nur sehr kleinen Abluftöffnungen (Lichtschächte) eine höheres Gefahrenpotenzial für die Einsatzkräfte als Wohnungsbrände. Ein Innenangriff ist daher mit einer höheren Eigengefährdung verbunden und lageabhängig nicht zu vertreten.