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70 Jahre Kriegsende und die Folgen sexualisierter Kriegsgewalt an Frauen heute

Vorträge und Diskussion am Dienstag, 9. Juni, 19:00 Uhr in der vhs Pforzheim-Enzkreis, Zerrennerstr. 29, Raum 002

70 Jahre nach Ende des von NS-Deutschland entfesselten Zweiten Weltkrieges erscheinen die Gewalterfahrungen, die Menschen auch hier in Pforzheim und Umgebung erlitten haben, vermeintlich nicht mehr als Teil unserer heutigen Lebenswirklichkeit. Doch Vergewaltigungen bei Kriegsende sind eine Ursache für Traumata, die heute in der Altenpflege besonderer Berücksichtigung bedürfen.

Diesem sensiblen Thema widmet sich daher eine Veranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Kreis gemeinsam mit dem Stadt- und Kreisarchiv sowie der Volkshochschule (vhs) Pforzheim-Enzkreis am Dienstag, 9. Juni, um 19 Uhr in den Räumen der vhs, Zerrennerstraße 29 in Pforzheim. Dabei stellen unter anderem Brigitte und Gerhard Brändle ihren Forschungsbericht „Vergewaltigungen April 1945: Gewalt gegen und Schutz für Frauen im Enzkreis und in Pforzheim“ vor. Die beiden sind in der Frauen- bzw. Friedensbewegung aktiv und forschen und veröffentlichen lokal und regional. Susanne Brückner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pforzheim, und Dr. Andreas Jobst, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs Pforzheim, beleuchten die Kriegsvergewaltigungen und ihre Folgen. Zu Wort kommt auch die Altenpflegerin für Geriatrische Rehabilitation und Traumafachberaterin Martina Böhmer. Sie spricht über die bleibenden Erinnerungen als Folge von Gewalt im Zweiten Weltkrieg im Leben heute alter Frauen. Die sich an die Vorträge anschließende Diskussion moderiert Enzkreis- Gleichstellungsbeauftragte Martina Klöpfer.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und offen für alle Interessierte. Anmeldungen bitte per E-Mail an archiv(at)stadt-pforzheim.de oder telefonisch unter 07231/39-2899.