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Bombenfund in der Bilcherstraße

(24.06.2014) Ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg wurde erfolgreich vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft. Rund 4500 Pforzheimer mussten sicherheitshalber ihre Wohnungen verlassen.

Bei Aushubarbeiten in der Bilcherstraße wurde von einem Baggerfahrer ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg freigelegt. Aufgrund der Lagebeurteilung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg wurde in Abstimmung mit dem Amt für öffentliche Ordnung entschieden, die 500 kg schwere Bombe noch am gleichen Abend zu entschärfen.

Die Einsatzleitung kam im Stabsraum auf der Hauptfeuerwache zusammen und legte die weiteren Maßnahmen fest. Aufgrund der Topografie und Bebauung konnte der Gefahrenbereich von 500 m um die Fundstelle in einigen Bereichen reduziert werden, so dass schließlich rund 4500 Anwohner aufgefordert werden mussten, ihre Wohnungen zu verlassen.

Die Warnung, Räumung und Sperrung des Gefahrenbereichs wurde von 220 Polizei- und Feuerwehrkräften durchgeführt. Den Transport von nicht gehfähigen Personen übernahm der Rettungsdienst. Vorsorglich wurden auch zwei Gelenkbusse bereitgestellt. Das DRK richtete in der Carl-Hölzle-Straße eine Unterkunft für Personen ein, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnten.

Fünf Stunden nach dem Bombenfund waren die Vorbereitungsmaßnahmen abgeschlossen und es konnte mit der Entschärfung begonnen werden. 

Das Entfernen der beiden im süddeutschen Bereich nur selten anzutreffenden Marinezünder dauerte 20 Minuten und verlief ohne Probleme. Die Bombe und die Zünder werden später vom Kampfmittelbeseitigungsdienst zerlegt und vernichtet.

Während der gesamten Maßnahmen wurde die Bevölkerung über www.pforzheim.de, Facebook und Twitter und das Bürgertelefon 39-1000 informiert. Der Erste Bürgermeister Roger Heidt war vor Ort und stand dem Führungsstab ständig für wichtige Entscheidungen zur Verfügung.

Die Hauptfeuerwache und die Feuerwehrhäuser Dillweißenstein und Huchenfeld waren für parallele Ereignisse mit einsatzbereiten Kräften besetzt.

Eingesetzte Kräfte (gesamt ca. 280) 

  • Erster Bürgermeister Roger Heidt, Amt für öffentliche Ordnung, Amt für Stadtplanung und Vermessung, Amt für Öffentlichkeitsarbeit, Rats- und Europaangelegenheiten (Pressesprecher, Internetredaktion) - 10 Personen
  • Führungsstab der Feuerwehr, alle Abteilungen der freiwilligen Feuerwehr - 126 Personen
  • Rettungsdienst und 18 Ehrenamtliche Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes
  • Polizei - 120 Personen