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Feuerwehr Pforzheim übte: Waldbrand zwischen Sonnenberg und Büchenbronn

Die steilen Wälder der Enzhalde zwischen Sonnenberg und Büchenbronn waren am Freitagabend Schauplatz einer großen Waldbrandübung der Feuerwehr Pforzheim.

Die steilen Wälder der Enzhalde zwischen Sonnenberg und Büchenbronn waren am Freitagabend Schauplatz einer großen Waldbrandübung der Feuerwehr Pforzheim. Rund 130 Feuerwehrfrauen und -männer mit 20 Einsatzfahrzeugen übten bis in den späten Abend die Brandbekämpfung im Waldgelände. Dabei galt es, die für diesen besonderen Fall festgelegten Maßnahmen des Einsatzplanes Waldbrand in der Praxis zu erproben.

Rund die Hälfte des Pforzheimer Stadtgebietes besteht aus Wald. Der letzte größere Waldbrand ist schon mehr als acht Jahre her. „Gerade deshalb ist es uns wichtig, die im Einsatzplan Waldbrand festgelegten Maßnahmen mit einer praktischen Übung zu erproben, damit im Brandfall alles klappt“, erläuterte Pforzheims Feuerwehrkommandant Volker Velten das Ziel der abendlichen Übung.

Besonderer Wert wurde dabei auf eine ausreichende Versorgung mit Löschwasser gelegt. Beim Birkenfelder Steg im Herrenstriet entnahmen die Einsatzkräfte Löschwasser aus der Enz und pumpten es über rund 500 Meter Entfernung und einem Höhenunterschied von fast 100 Meter an die Brandstelle am Mühlhauweg. Um den Einsatzkräften den Eindruck eines realen Waldbrandes zu vermitteln, legten die Übungsregisseure der Feuerwehr zusammen mit Revierförster Uwe Bäuerle ein kleines Feuer am Mühlhauweg an.

Neben der Brandbekämpfung baute die Pforzheimer Feuerwehr entlang des Fischerpfades eine Riegelstellung auf, die eine weitere Ausbreitung des Waldbrandes verhindern sollte. Auch die Riegelstellung musste mit ausreichenden Mengen Löschwasser versorgt werden. Insgesamt verlegten die Einsatzkräfte der Feuerwehr über 2 Kilometer Schlauch.

Die starke Rauchentwicklung beim Waldbrand führte in Büchenbronn zu vielen Anfragen von besorgten Bürgern in der Feuerwehrleitstelle, so die Übungsannahme. Deshalb musste die Information der Anwohner in Büchenbronn mit Lautsprecherdurchsagen durch die Einsatzleitung vorbereitet werden.

Nachdem sich eine Gruppe jugendlicher Wanderer, dargestellt durch Angehörige der Jugendfeuerwehr, völlig verängstigt und hustend telefonisch bei der Feuerwehrleitstelle meldete, mussten die Jugendlichen aus dem Gefahrenbereich gerettet und in Sicherheit gebracht werden.

Bei der anschließenden Manöverkritik in der Hauptfeuerwache dankte Erster Feuerwehrkommandant Volker Velten den Einsatzkräften für ihren engagierten Einsatz unter extrem heißen Sommertemperaturen. Nach Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen wird die Einsatzplanung bei einigen Detailregelungen  möglicherweise noch angepasst werden.

Damit es in den heißen Sommermonaten erst gar nicht zu richtigen Waldbränden kommt, hat die Feuerwehr Pforzheim auf ihrer Internetseite Tipps zur Verhinderung von Waldbränden eingestellt.