Zum Inhalt springen
  • Bewölkt mit Aufhellungen: 51-84% 28 °C
  • Kontrast
  • Leichte Sprache

Berufsfeuerwehr übernimmt Tierpatenschaft

Walliser Ziege "Dapferle" begeistert Kollegen

Die Feuerwehr Pforzheim hat jährlich im Schnitt zwischen 50-60 Tierrettungen, bei denen insgesamt über 100 Tiere beteiligt waren. Daher stand im Juli auf dem Ausbildungsplan das Thema Tierrettung. Professionelles Personal in einem tollen Umfeld fanden wir im Wildpark Pforzheim. Das Wildparkteam um Andreas Hermann hatte sich hervorragend auf unsere Bedürfnisse vorbereitet.

Zuerst wurden uns verschiedene Gerätschaften zum Einfangen und Transportieren von Tieren jeglicher Größe vorgestellt und deren Anwendung theoretisch erläutert. Bevor wir uns an das Einfangen verschiedener „Wildparkbewohner“ machten, gab es jeweils Hinweise zur Gefahreneinschätzung, Erkennen von gefährlichen Krankheiten und Möglichkeiten um eine artgerechte und schonende Rettung zu gewährleisten. Wir steigerten uns langsam. Als erstes tasteten wir uns an die Hühner und Hähne heran. Von den Tierpflegern angeleitet mussten  Tiere gezielt von Hand oder mit dem geeigneten Gerät eingefangen werden. Weiter ging es mit Gänsen und Störchen. Selbstverständlich wurden wir in den jeweiligen Gehegen entsprechend begeistert empfangen. Eine echte Herausforderung war das Einfangen der Walliser Ziegen. Der eine und andere Kollege konnte sich Körpernah von der List, Raffinesse und Kampfkraft dieser Tierart überzeugen. Zum Abschluss präsentierte uns einer der Tierpfleger auch zwei Schlangen aus seiner Privatsammlung. Der Respekt vor dieser Tierart war jedem Kollegen deutlich anzusehen. Auch bei den Schlangen erhielten wir nützliche Hinweise, die wir praktisch umsetzen konnten und uns bei Einsätzen dieser Art hilfreich sind.

Die Kollegen der verschiedenen Wachabteilungen waren von der Ausbildung vor Ort so begeistert, dass man sich spontan zu einer Tierpatenschaft für die kleine Walliser Ziege „Dapferle“ entschloss. Bei der Spendenaktion unter den Kollegen kam das Geld umgehend zusammen.

Ein besonderer Dank an die Tierpfleger Andreas Hermann, Monika Kull und Gerd Vogelmann, die uns für künftige Tierrettungen bedeutend weitergebracht haben.