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Riesige Filzkugel kann jetzt Pforzheim und den Nordschwarzwald erobern

Hunderte Teilnehmer jeden Alters haben bei zahlreichen Workshops im

Pforzheimer Reuchlinhaus den Black Ball nach Vorgabe der Künstlerin

Yvonne Dröge Wendel hergestellt. Dieser soll bei der ORNAMENTA 2024

ab dem 5. Juli durch die Region rollen.

Zum Abschluss der Black-Ball-Filz-Workshops im Schmuckmuseum Pforzheim haben Mitglieder des Ornamenta-Teams und die ISSP-Vorsitzende Birgitta Hafner (2. v. l.) mit Regine Landauer (links) und Gabriele Schenke (3. v. l.) noch einmal kräftig an dem Black Ball Hand angelegt.
©OrnamentaFoto: Wen Liu

Es ist geschafft: Mit vereinten Kräften haben knapp 700 Beteiligte im Rahmen zahlreicher Workshops nach Vorgaben der Künstlerin Yvonne Dröge Wendel einen großen schwarzen Ball aus Filz geschaffen. Dieser  wird im Rahmen der ORNAMENTA 2024 zwischen dem 5. Juli und dem 29. September rollend die Region erobern. In mindestens 15 Kommunen wird der von Lotto Baden-Württemberg geförderte Black Ball ohne Vorankündigung auftauchen. Die Menschen vor Ort sollen dann mit der schwarzen Kugel im öffentlichen Raum interagieren und so ihre ganz eigene Erfahrung mit der laut Künstlerin »alles Licht schluckenden Kugel« sammeln.

Am letzten Workshop der über den gesamten Monat Mai vom Förderverein des Schmuckmuseums ISSP organisierten Workshops haben unter anderem der Ornamenta-Kurator Jules van den Langenberg und Ornamenta-Geschäftsführer Christian Saalfrank sowie weitere Mitglieder des Ornamenta-Teams teilgenommen. „Es ist wirklich beeindruckend, was die vielen Beteiligten innerhalb eines Monats geschaffen und
geschafft haben“, so Christian Saalfrank. Der fertige Black Ball, der während der 13 Ornamenta-Wochenenden durch die Region rollt, wird nun bis zu seinem Einsatz eingelagert. Der originale Black Ball, mit dem Yvonne Dröge Wendel bereits vor mehr als 20 Jahren ihre Idee realisiert hat, ein »alles Licht in sich aufsaugendes Objekt« zu schaffen, wird indes während der ORNAMENTA 2024 im Reuchlinhaus in der  Hauptausstellung der Themengemeinde Inhalatorium präsentiert.

Dass der Black Ball von Ferne betrachtet oft wie eine schwarze Scheibe anmutet, liegt laut Dröge Wendel an der Eigenschaft des Filzes. Die feine Struktur der verfilzten Wolle mit ihren feinen Fasern »schlucke« das Licht und lasse den Ball wie eine große, schwarze, runde Fläche erscheinen. »Das ist ein Effekt, der viele Menschen fasziniert und sie dazu bringt, das Objekt entdecken und mit ihm auf Tuchfühlung gehen zu  wollen«, hat die Künstlerin kürzlich bei einem Pforzheim-Besuch verraten. Weltweit hat sie mit ihrem Black-Ball-Projekten bereits viele Menschen in den Bann gezogen. »Viele der an den Workshops Beteiligten warten jetzt sehr gespannt auf den Start der Ornamenta, um den Black Ball dann auch in Aktion zu sehen«, weiß Regine Landauer. Gemeinsam mit der Filzexpertin und Designerin Gabriele Schenke hat sie die Workshop-Teilnehmerinnen und -teilnehmer bei der Verarbeitung der hochwertigen Schurwolle angeleitet: vom Schaffen der richtigen Woll-Struktur durch manuelle Bearbeitung bis hin zur Aufbringung der am Ende stark verfilzten Textilstücke auf den Ball durch kräftiges Massieren. Zu erleben, wie sich die Teilnehmenden ganz dem Prozess des Filzens hingegeben hätten, sei sehr eindrucksvoll gewesen, so Landauer. »Mich hat aber auch beeindruckt, dass die Teilnehmer im gemeinsamen Tun miteinander ins Gespräch und einander nähergekommen sind«, sagt sie. Das sehen Christian Saalfrank und Jules van den Langenberg nicht anders. Das Projekt habe die Menschen mitgenommen und ihnen die Ornamenta-Idee nahgerbacht, die Region in Form des neuen Kulturformats gemeinsam voranzubringen.

Dass das Black-Ball-Projekt im Rahmen der ORNAMENTA 2024 an vielen unterschiedlichen Orten erlebt werden kann, ist dem Förderverein des Schmuckmuseums Pforzheim ISSP sowie der Förderung durch Lotto Baden-Württemberg zu verdanken. »Ohne das Projektsponsoring von Lotto Baden-Württemberg wäre es uns kaum möglich gewesen, den Black Ball als öffentliches Kunstwerk der Themengemeinde Inhalatorium zu realisieren«, betont Christian Saalfrank.