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Land gibt grünes Licht für neuen Insel-Campus

Meilenstein für Bildungscampus in der Oststadt

 

Grünes Licht für die Neuentwicklung des Bildungscampus auf dem Insel-Areal: Das Kultusministerium hat nach Befassung der Schulbaukommission des Landes Baden-Württemberg positive Nachrichten für die Entwicklung der Bildungslandschaft in Pforzheim verkündet. So stimmt das Land der Neukonzeptionierung des Insel-Campus und der Aufgabe der Gebäude für schulische Zwecke aufgrund fehlender Erweiterungsmöglichkeiten sowie baulicher, baulich-funktionaler und schulorganisatorischer Mängel zu. Das bedeutet, dass die Gebäude weitestgehend abgebrochen und durch Neubauten ersetzt werden können. So kann eine zukünftige Schulentwicklung auf dem Insel-Areal umgesetzt werden und eine Ersatzbauförderung ist ebenfalls grundsätzlich möglich. Die drei östlich gelegenen, denkmalgeschützten Pavillons sollen, wie von der Verwaltung vorgesehen, mit einer anderen kommunalen Nutzung im Bestand erhalten bleiben und als Teil des Gesamtkonzepts zukünftig unter anderem auch eine Kita beherbergen.

„Ich freue mich sehr über die positive Entscheidung der Schulbaukommission und des Landes, die damit den Weg zur Neugestaltung des Areals freimacht“, betont Oberbürgermeister Peter Boch. Die neue Bildungslandschaft habe zugleich auch eine große Relevanz für die gesamtstädtische Entwicklung. „Bildung soll bewusst zum Motor einer modernen Stadtentwicklung werden, und ich sage dies auch mit Blick auf die Planungen für ein völlig neues Quartier, das sich westlich an den Insel-Campus anschließen wird.“ Darüber hinaus solle der offene Campus auch eine Anbindung an den Freiraum an der Enz sowie ein Bindeglied zwischen dem Fluss und der Fußgängerzone in der Innenstadt bilden, so Boch.

„Mit der Transformation des Insel-Campus schaffen wir ein ganzheitliches Konzept, das den Kindern und Jugendlichen eine umfassende Bildung entlang des Leitgedankens „von Klein nach Groß“ bietet“, ergänzt Bürgermeister Frank Fillbrunn. Beginnend am östlichen Ende des Areals mit der Kita, entwickeln sich die neuen Gebäude nach Westen, von der Grundschule hin zu einem Gebäude, das künftig die Werkrealschule und die Realschule beherbergen soll. Entscheidender Entwicklungsschritt ist der sukzessive Aufbau einer ganztägigen Bildungslandschaft über alle Schularten hinweg. Der siegreiche Wettbewerbsbeitrag von Bruno, Fioretti, Marquez mit Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin sieht dabei unter anderem drei leicht zueinander verdrehte Gebäude in ökologischer Holzbauweise vor, die ohne weitere Verbindungselemente ein Ensemble bilden. Die neue Sporthalle auf dem Areal soll neben einer Dreifeld- und einer Einfeld-Turnhalle zudem über eine Mensa verfügen und auch für die Vereinsnutzung zur Verfügung stehen. „Mit dem Wettbewerbsergebnis liegt uns ein schlüssiges Gesamtkonzept vor, dessen Umsetzung dem Gemeinderat nach dem positiven Entscheid des Landes nun zur sukzessiven Umsetzung empfohlen werden kann, freut sich auch Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler. Wichtig sei auch, dass der Neubau den Sozialraum Oststadt als Ganzes stärke und einen wichtigen Beitrag zu dessen städtebaulicher Entwicklung darstelle. „Abschließend möchte ich mich beim Land für diese wichtige Entscheidung bedanken und freue mich, dass die Gespräche, die ich mit dessen Vertretern geführt habe, letztlich erfolgreich waren“, so Schüssler.

Der dringend bestehende Bedarf an einer Ganztagsgrundschule sowie die Schaffung eines offenes Ganztagsangebots an der Realschule auf dem Insel-Areal, Fehlflächen an allen drei Schulen sowie die stark sanierungsbedürftige Sporthalle, der schlechte bauliche Zustand der aktuellen Schulgebäude sowie die starke Zergliederung und Nutzungsverteilung der Schularten auf dem Schulareal waren Anlass, alle Bedarfslagen in ein Gesamtnutzungskonzept zu fassen. Eine Kita als weitere Bildungseinrichtung war dabei von Beginn an ebenfalls in die Gesamtplanung eingeflossen. Die so konzipierte Bildungslandschaft ist durch Funktionsbeziehungen untereinander definiert, um Rahmenbedingungen für gelingende Übergänge und Kooperationen in einer Bildungskette zu schaffen. Starten soll die Umgestaltung des Campus im ersten Bauabschnitt mit dem Abbruch der Sporthalle und dem Neubau der Halle mit Mensa. Im zweiten Bauabschnitt soll dann der Neubau der Grundschule folgen.