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Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Einzelhandel und Polizei geht in die nächste Runde

Zusammenarbeit als Lösungsansatz

Zweites Treffen Arbeitsgruppe Bettler und Obdachlose©Stadt PforzheimFoto: Ljiljana Berakovic

In einem weiteren Schritt zur Stärkung der Sicherheit und Aufenthaltsqualität in der Pforzheimer Innenstadt hat am Montagvormittag das zweite Treffen der Arbeitsgruppe stattgefunden. Zu den Teilnehmenden zählten unter der Leitung von Erstem Bürgermeister Dirk Büscher, WSP-Direktor Oliver Reitz, Innenstadtentwickler Michael Hertl, Vertreterinnen und Vertreter des Einzelhandels, der Polizei sowie mehrerer städtischer Ämter, darunter der Technischen Dienste, des Rechtsamts und des Amts für öffentliche Ordnung. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, gemeinsame Strategien zu entwickeln, um die Aufenthaltsqualität und die Sicherheitslage in der Fußgängerzone und am Leopoldplatz für Passantinnen und Passanten, aber auch für Einzelhändlerinnen und -händler zu verbessern.

Um den Bettlergruppen in der Innenstadt entgegenzuwirken, sei eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Einzelhandel, der Polizei und dem Gemeindlichen Vollzugsdiensts (GVD) bzw. dem im Aufbau befindlichen Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) überaus wichtig. „Wir sind auf die Meldungen und Informationen der Einzelhändlerinnen und -händler angewiesen. Vorkommnisse sollten direkt bei der Polizei oder dem GVD gemeldet werden“, erklärt Sicherheitsdezernent Büscher. Nur so könne die Polizei Vorfälle erfassen und auf Grundlage des Polizeigesetzes und des Ordnungsrechts Maßnahmen ergreifen.

In Zusammenarbeit mit dem Amt für öffentliche Ordnung entwickelt die Polizei daher Hinweiskarten, auf denen die schnelle Erreichbarkeit von Polizei und Ordnungsamt vermerkt ist. „Diese Karten sollen im Einzelhandel an zentraler Stelle, wie an den Kassen, gut sichtbar für alle Mitarbeitenden platziert werden“, betont Dennis Kussberg, Abteilungsleiter des GVD. Ziel sei es, dass die Einzelhändlerinnen und -händler rasch Vorkommnisse wie aggressives Betteln der Polizei oder dem Ordnungsamt melden können. Die Karten in Postkartengröße werden voraussichtlich Anfang Mai an den Handel verteilt.

Im Rahmen des Treffens wurden auch bereits getroffene Maßnahmen diskutiert und analysiert. Insbesondere wurde der Wunsch nach einer noch weiter verstärkten Präsenz und vermehrten Kontrollen geäußert, um potenzielle Probleme proaktiv anzugehen und ein Gefühl der Sicherheit in der gesamten Innenstadt zu gewährleisten. Alle Beteiligten begrüßen eine weiterhin enge Kooperation und wollen den Austausch regelmäßig fortführen.