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OB Peter Boch ruft zu „Freude und Optimismus“ im Ornamenta-Jahr auf

Neujahrsempfang 2024 unter dem Motto „Ornamentastadt Pforzheim“

Oberbürgermeister Peter Boch überreicht die Bürgermedaille an das Ehepaar Leicht.
©Stadt PforzheimFoto: Christian Schweizer
OB Peter Boch bei seiner Neujahrsansprache
©Stadt PforzheimFoto: Christian Schweizer
Masou und Leise
©Stadt PforzheimFoto: Christian Schweizer
OB Peter Boch mit Moderatorin Angela Halfar
©Stadt PforzheimFoto: Christian Schweizer
Stellvertretender Bürgermeister Dragan Vulin (Osijek), Oberbürgermeister Giacomo Possamai (Vicenza), OB, Oberbürgermeister Ivan Radic (Osijek), Elia Pizzolato, Stadtrat für Städtepartnerschaften (Vicenza)
©Stadt PforzheimFoto: Christian Schweizer

Oberbürgermeister Peter Boch hat beim diesjährigen Neujahrsempfang im CongressCentrum das Ornamenta-Jahr 2024 offiziell eingeleitet und seine etwa 1500 Gäste auf den offiziellen Eröffnungstermin der Ornamenta in einem knappen halben Jahr im Reuchlinhaus eingeschworen. An jenem Ort also, an dem bereits vor 35 Jahren „die mittlerweile fast schon legendäre erste Ornamenta in Pforzheim“ in Szene gesetzt wurde. Doch die Ornamenta 2024 sei „eben keine bloße Fortsetzung“ des damaligen Ereignisses, sondern eine Weiterentwicklung - das „Projekt einer neuen Generation“. So wie damals sei es auch dieses Mal das Ziel, Pforzheim und die Region Nordschwarzwald auf internationaler Bühne zu repräsentieren, Gäste aus dem ganzen Land und darüber hinaus „zu uns zu bringen, uns auf unsere Kernkompetenzen Schmuck und Design zu konzentrieren und dabei optimistisch in die Zukunft zu blicken“, wie der Rathauschef es ausdrückte. Dies sei eine Chance zu zeigen, „wer wir sind und was wir können.“ Die Ornamenta sei „mutig“, „aufregend“, „irritierend“ und „zukunftsweisend“, so Peter Boch, der das Ereignis nicht nur als Kunstevent, sondern auch als „Wirtschafts- und Standortförderungsprojekt“ charakterisierte.

Seine Gäste rief der Oberbürgermeister auf, Verwandte, Freunde, Bekannte nach Pforzheim einzuladen und ihnen die Ornamenta, aber auch Pforzheim zu zeigen. Was es dabei alles zu sehen und zu erleben gibt, verdeutlichte Boch bei einem imaginären Gang durch die Stadt: beginnend bei den Schloßberghöfen („die unsere östliche Innenstadt komplett umwandeln und aufwerten“), über neu entstehende Kindertagesstätten 

(„630 Betreuungsplätze haben wir in den letzten Jahren geschaffen“), den geplanten Neubau auf dem SinnLeffers-Areal mit Sozialrathaus und EDEKA-Markt bis zur Zerrennerstraße, die nach den Wünschen der Bürgerschaft dieses Jahr neugestaltet werde, wie auch dem Pfälzer Platz im Sanierungsgebiet Nordstadt. An der Enz falle der Blick zum Victor-Rehm-Gebäude. „Dort will der Eigentümer einen Neubau mit Café, hin zum Dr.-Willi-Weigelt-Platz errichten“, berichtete der OB. Im Gebäude selbst solle zukünftig auch die Pforzheim Galerie eine neue Heimat finden. Rund um den denkmalgeschützten Alfons-Kern-Turm wiederum werde ein komplett neues Quartier entstehen. Mit hochwertigem Wohnen am Wasser, studentischem Wohnen und einem IT-Campus. 

Stolz könne den auswärtigen Besuchern auch gesagt werden, „dass wir in Pforzheim neue Bäder bauen“ – „das erste Mal seit Jahrzehnten“: So werde auf dem Wartberg das „neue, die Stadt überblickende, Panoramabad und das sanierte Freibad“ entstehen, im Ortsteil Huchenfeld befinde sich bereits ein neues Bad im Bau, das Nagoldfreibad werde für die Sanierung und den Betrieb in die Hände der Stadtwerke Pforzheim gelegt und das Fritz-Erler-Bad in der Weststadt könne mit Bundesfördermitteln ebenfalls auf Vordermann gebracht werden. Folge man der Enz flussabwärts komme man am zukünftigen Insel-Campus vorbei. Auch die Insel in Eutingen werde gerade grundlegend überplant. Mit Nordstadtschule und Kindergarten Friesenstraße sei ein Bildungscampus „in unserem größten Stadtteil“ entstanden, ein neuer Bildungscampus sei auf dem Buckenberg beschlossen.

In seiner Rede verwies Peter Boch weiterhin u.a. auf die beschlossene Absenkung der Gewerbesteuer um 10 Hebesatzpunkte, das geplante nachhaltige Gewerbegebiet im Norden der Stadt - PF8, die Neubaugebiete im Tiergarten oder in Büchenbronn, die Schaffung eines neuen Kommunalen Ordnungsdiensts sowie die Reaktivierung der Grube Käfersteige in Würm, wo eines der größten Flussspatvorkommen in ganz Europa vermutet wird. Mit Blick auf eine mögliche Nachnutzung der Galeria-Kaufhof-Immobilie berichtete er davon, dass sich die Verkaufsverhandlungen aktuell in einer heißen Phase befänden. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir eine hochwertige Lösung sehen werden, mit einem Mix aus Einzelhandel und anderen Nutzungen“, so der OB weiter. In der Flüchtlingspolitik erteilte Peter Boch erneuten Hallenbelegungen eine klare Absage und forderte eine grundlegend andere Migrationspolitik von Brüssel, Berlin und Stuttgart. Insgesamt sah er aber gleichzeitig „allen Grund optimistisch in das neue Jahr zu blicken“.

Verleihung der Bürgermedaille an das Ehepaar Leicht

Die Moderatorin Dr. Angela Halfar, die bereits in etlichen TV-Shows als Co-Moderatorin und Expertin mitwirkte, führte routiniert durch das Programm des Abends, das musikalisch von den beiden Musikern Stefan Kling und Ben Maier alias Masou & Leise umrahmt wurde. Ebenso verlieh der Oberbürgermeister die diesjährige Bürgermedaille an das Ehepaar Silke und Georg H. Leicht. Beide engagieren sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich in Pforzheim und über Pforzheim hinaus. Daneben erstreckt sich ihr Einsatz über die Unterstützung verschiedener gemeinnütziger Vereine und Institutionen in der Stadt.

Georg Leicht trägt eine entscheidende Rolle bei der Organisation und Durchführung der Ornamenta 2024, da er nicht nur Präsident des OrnamentaBund e.V. ist, sondern auch Mitglied im Aufsichtsrat der Ornamenta gGmbH. Darüber hinaus ist Georg Leicht im Vorstand des Fördervereins der Schloßkirche, der die Arbeit der Freunde der Schloßkirche ergänzt.

Silke Leicht ist im Vorstand der Internationalen Gesellschaft der Freunde des Schmuckmuseums Pforzheim e.V. – ISSP tätig und zeichnet sich durch ihr außergewöhnliches Engagement für das Schmuckmuseum aus. Zusätzlich engagiert sie sich bereits seit der Gründung im Jahr 2011 im Förderverein PF² Frauenhaus.

Die Spenden des Abends gehen an das Sommerferienprogramm des Familienzentrums Nord, denn im Sommer 2024 soll den Kindern in der Nordstadt eine Zirkuswoche geboten werden, in der sie selbst zu Artisten werden können.

Nach dem offiziellen Teil des Abends hatten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit sich im Foyer bei Fingerfood und Getränken auszutauschen und ein Erinnerungsfoto zu machen. Außerdem konnten Interessierte sich an verschiedenen Ständen über die Ornamenta, die Planungen für das Panoramabad auf dem Wartberg und das Programm des Theaters Pforzheim sowie Kulturhauses Osterfeld informieren. Darüber hinaus konnte die Ausstellung „Meine Ecke“ besichtigt werden, die Stimmen, Wünsche und Perspektiven junger Mädchen aus Pforzheim sichtbar macht. Das Fotoprojekt wurden durch Linda Wendel und Bart Dewijze vom Künstlerduo „The Artpole“ im Auftrag vom Jugend-, und Sozialamt, Abteilung Jugendhilfeplanung der Stadt Pforzheim durchgeführt.

Neujahrsrede und Laudatio