Zum Inhalt springen
  • Leichter Regen 7 °C
  • Kontrast
  • Leichte Sprache

Erinnerungen an die Lehrmittelsammlung der Pforzheimer Kunstgewerbeschule: PZ-Forum am Montag, 27. November, 19 Uhr

Einladung zum Austausch mit Gästen aus Hochschule, Kultur und Wirtschaft

©KUPFERFoto: KUPFER

In den kommenden vier Jahren taucht die Hochschule Pforzheim tief in ihre Vergangenheit als Kunstgewerbeschule ein. Das Forschungsprojekt »KUPFER – Die Lehrmittelsammlung der Kunstgewerbeschule Pforzheim zwischen Medienarchäologie und Innovationstransfer« wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und ist an der Fakultät für Gestaltung angesiedelt. Das PZ-Forum am 27. November 2023 um 19 Uhr bietet allen Interessierten die Gelegenheit, sich über das Schicksal der Lehrmittelsammlung auszutauschen. Den Anfang machen Gäste aus Hochschule, Kultur und Wirtschaft, die sich an ihre Begegnungen mit Lehrmitteln erinnern und eine Brücke zur Pforzheimer Schmuckindustrie schlagen werden. Zudem wird ein erster Einblick in die neuesten Erkenntnisse und Funde aus dem Forschungsprojekt präsentiert.

Welches Unterrichtsmaterial wurde damals an der Kunstgewerbeschule verwendet und welchen Einfluss hatte das auf die Pforzheimer Schmuckindustrie? Die Lehrmittelsammlung der 1877 gegründeten Kunstgewerbeschule setzte sich aus unterschiedlichsten Dingen zusammen, die in der künstlerischen Ausbildung zum Einsatz kamen. Dazu zählen originale Schmuckstücke, Gipsabgüsse von herausragenden Kunstwerken, lebende und ausgestopfte Tiere, Glasdias und Grafiken. Ein Großteil dieser Lehrmittel befindet sich heute nicht mehr an der Hochschule – obwohl unerwartete Entdeckungen nicht ausgeschlossen sind. „In der vergangenen Woche konnten wir auf dem Dachboden eine Schale sichern, bei der es sich um eine galvanoplastische Nachbildung eines Objektes aus dem Hildesheimer Silberfund handelt“, freut sich Prof. Dr. Thomas Hensel, der gemeinsam mit Prof. Dr. Evelyn Echle das Forschungsprojekt leitet. Die von der Pariser Firma Christofle et Cie. angefertigte Schale war höchstwahrscheinlich im Museum der Kunstgewerbeschule ausgestellt, wo die Lehrmittel Geschmack und Stilkenntnis formen sollten.

Mehrere tausend Lehrmittel sind in den Inventarbüchern der Kunstgewerbeschule verzeichnet. Einige dieser Objekte wurden im Laufe der Zeit an Archive und Museen abgegeben. So bildete die Ringsammlung der Kunstgewerbeschule den Grundstock für das Pforzheimer Schmuckmuseum, das als Verbundpartner am Forschungsprojekt teilnimmt. Von vielen anderen Lehrmitteln fehlt noch jede Spur. Möglicherweise wurden sie zerstört oder entsorgt, aber eventuell haben sie sich auch irgendwo erhalten und warten darauf, wiederentdeckt zu werden.

Haben auch Sie Objekte zu Hause, von denen Sie vermuten, dass es sich dabei um Lehrmittel der Kunstgewerbeschule handeln könnte? Gibt es in Ihrem Familienalbum alte Fotografien aus den Unterrichtsräumen der Kunstgewerbeschule? Haben Sie während Ihrer Zeit an der Hochschule Lehrmittel gesehen oder können Näheres über ihren Verbleib berichten? Das Forschungsprojekt KUPFER freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme! Besuchen Sie das Team beim PZ-Forum am 27. November oder schreiben Sie an kupfer@hs-pforzheim.de.