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Feuerwehr richtet Notfallmeldestellen ein

Neuer Flyer der Feuerwehr gibt Tipps bei Ausfall der Notrufe 110 und 112

Notfallmeldestelle©Feuerwehr PforzheimFoto: Feuerwehr Pforzheim

Nur 13 Minuten im Jahr gibt es durchschnittlich in Deutschland keinen Strom. Dies ist im europäischen Vergleich ein Spitzenwert und ein Beweis für die hohe Versorgungssicherheit der Stromnetzbetreiber. Dennoch sind Stromausfälle nicht ausgeschlossen und können unterschiedlichste Ursachen haben, wie z. B. Bauarbeiten, Unwetter oder auch Stromschwankungen im europäischen Stromnetz. Wenn Festnetztelefone und der Mobilfunk bei Stromausfällen längere Zeit nicht mehr funktionieren, können Bürgerinnen und Bürger über die Notrufe 110 und 112 keine schnelle Hilfe mehr herbeirufen. Daher richten Einsatzkräfte Notfallmeldestellen an verschiedenen Standorten ein. „Wo sich die nächstgelegene Notfallmeldestelle in Pforzheim befindet, hat das Fachamt Feuerwehr, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz in einem Flyer dargestellt“, erklärt Feuerwehrkommandant und Leiter des Bevölkerungsschutzes, Sebastian Fischer. Dieser Flyer wird allen Haushalten zusammen mit dem Abfallkalender 2024 zugestellt und in den nächsten Tagen im Briefkasten liegen. „Wir empfehlen, den Flyer gut aufzubewahren, damit die Bürgerinnen und Bürger beim längeren Ausfall der Notrufe gut informiert sind, wo sie bei dringenden Notfällen Hilfe anfordern können“, rät Erster Bürgermeister Dirk Büscher.

Notfallmeldestellen in Pforzheim
In Pforzheim richten Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz und das Technische Hilfswerk in Feuerwehrhäusern, der Hauptfeuerwache, in der THW-Dienststelle auf der Wilferdinger Höhe und beim DRK-Ortsverein Pforzheim in der Carl-Hölzle-Straße stationäre Notrufmeldestellen ein. Auch werden im Stadtgebiet vordefinierte Notfallmeldestellen mit Helferinnen und Helfern sowie mit Funk ausgestatteten Fahrzeugen der Feuerwehr, des DRK und dem THW besetzt. So ist sichergestellt, dass Bürgerinnen und Bürger auch bei Ausfall der Notrufe 110 und 112 schnell Hilfe herbeiholen können, indem sie die nächstgelegene Notfallmeldestelle aufsuchen. Zusätzlich nehmen die Polizeireviere Pforzheim-Nord, Pforzheim-Süd und das Autobahnpolizeirevier an der Autobahnauffahrt Pforzheim-West dringende Notfallmeldungen auf und leiten sie an die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz oder an das Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Pforzheim weiter.

Persönliche Notfallvorsorge

„Bei flächendeckenden und langanhaltenden Stromausfällen können Feuerwehr und Bevölkerungsschutz nicht überall sofort helfen. In diesem Fall kommt der persönlichen Notfallvorsorge der Bürgerinnen und Bürger besondere Bedeutung zu“, erklärt Büscher. Sie helfe einen längeren Stromausfall gut zu überstehen. Für die eigene Vorsorge für Notfälle sollten ein batteriebetriebenes Radio, eine Taschenlampe, passende Ersatzbatterien, Erste-Hilfe-Material sowie Hygiene- und Pflegeartikel griffbereit bereit liegen. Dazu gehören auch benötigte Medikamente, Kerzen, Teelichter, Streichhölzer oder ein Feuerzeug, warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke. Artikel aus dem Campingbedarf, wie z. B. ein Campingkocher leisten bei Stromausfall gute Dienste bei der Essenzubereitung. Ein Lebensmittel- und Getränkevorrat, integriert in den Alltag, ein kleiner Brennstoff- oder Gasvorrat, Nahrung für ein vorhandenes Haustier sowie ausreichend Bargeld lassen auch einen längeren Stromausfall gut überstehen.

Auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (www.bbk.bund.de) finden Bürgerinnen und Bürger die vollständige Liste für die persönliche Notfallvorsorge sowie weitere Tipps und Hinweise zum richtigen Verhalten in verschiedenen Krisensituationen und zur Warn-App NINA, die dafür sorgt, bei Gefahren gut informiert zu bleiben.