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Informationen zu den neuen Sirenenstandorten

Neuer Sirenenstandort
v.l.: Raphael Reich der Arlinger Baugenossenschaft eG, Erster Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Dirk Büscher, Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer und Sebastian Schindler der Firma Hörmann Warnsysteme GmbH begleiten die Aufbauarbeiten des neuen Sirenenstandorts
©Stadt PforzheimFoto: Susanne Herrmann

Die verheerenden Auswirkungen von Sturmtief „Bernd“ von 14. auf den 15. Juli 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit 180 Toten haben die Notwendigkeit eines flächendeckenden Sirenennetzes zur Warnung der Bevölkerung aufgezeigt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat zusammen mit den Ländern ein Sirenenförderprogramm aufgelegt. Pforzheim erhält aus dem Sirenenförderprogramm des Bundes rund 130.000 Euro.

Die Stadt Pforzheim betreibt seit den 1990er-Jahren ein Sirenennetz zur Warnung der Bevölkerung. Die Auslösung erfolgt über Funk durch die rund um die Uhr besetzte Integrierte Leitstelle Pforzheim - Enzkreis für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Aufgrund der städtebaulichen Entwicklung mit Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete haben sich hier in der Vergangenheit Warnlücken ergeben. Um zukünftig die flächendeckende und zuverlässige Warnung zu gewährleisten, ist das Schließen dieser Lücken durch acht elektronische Sirenenanlagen, die den Anforderungen an die Förderfähigkeit entsprechen, erforderlich. Die Sirenen verfügen über den wichtigen, gewünschten Weckeffekt und erregen durch den lauten Warnton über eine hohe Aufmerksamkeitswirkung. Die neuen Sirenenstandorte befinden sich auf der Wilferdinger Höhe, Oststadt, Buchbusch/Hohberg, Huchenfeld, Hohenwart, Hohenäcker, Arlinger und Büchenbronn.

Die neuen Sirenen werden über Solar-Panels umweltfreundlich mit Strom versorgt. Neben der Funkalarmierung durch die Integrierte Leitstelle verfügen sie auch über eine zusätzliche Alarmierungsmöglichkeit über das Mobile Warnsystem des Bundes (MoWas). Auch im Falle eines Stromausfalls können über die Batterie noch circa 20 Alarme ausgestrahlt werden. Dies führt zu einer höheren Ausfallsicherheit.

Die Feuerwehr Pforzheim verfügt über weitere Warn- und Informationsmittel. So kann sie nach einer Sirenenwarnung Rundfunkdurchsagen im öffentlichen und privaten Rundfunk veranlassen, kann Warntexte über die Warn-App NINA versenden, Warnungen über Cell Broadcast und auch Einblendungen von Warntexte in das laufende Fernsehprogramm anweisen. Müssen Wohnblocks oder Straßenzüge, z. B. nach Blindgängerfunden geräumt werden, setzt die Feuerwehr auch leistungsfähige Lautsprecheranlagen zur Warnung und Information ein. Das richtige, der Lage angepasste Warnmittel kann so ausgewählt und eingesetzt werden.

Sirenentyp

Stadtbereich

ca. in Meter

Vorstadt

ca. in Meter

Ländliche Bebauung

ca. in Meter

E 57

(alte Technik)

400

600

850

ECN 1200

(neue Technik)

800

1000

1350

Vergleich der Reichweite

Gesamtkosten der Maßnahme 2023: 210.000 Euro

Die Stadt Pforzheim erhält zur Erweiterung des Sirenennetzes rund 130.000 Euro aus dem Sirenenförderprogramm des Bundes.