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Stadt Pforzheim ist „Integrationsmacher“

Abteilung „Migration und Flüchtlinge“ erhält Förderung der Robert Bosch Stiftung

Das Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Pforzheim hat sich erfolgreich beim Programm „Integrationsmacher:innen – Integration durch Zusammenarbeit“ von Lokalprojekte gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung, beworben. Fünf Kommunen werden bei digitalen und sozial innovativen Integrationsprojekten unterstützt und erhalten geschulte Personen aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur Seite gestellt, die an Lösungen lokaler Herausforderungen mitwirken.

Als eine von nur fünf Kommunen bzw. Kreisen bundesweit hat die Abteilung „Migration und Flüchtlinge“ den Zuschlag erhalten. Von Oktober 2023 bis März 2024 unterstützt eine externe Expertin oder ein Experte in der Ausländerbehörde vor Ort das Team – gemeinsam werden sie zu „Integrationsmacher:innen“. Grundsätzliches Ziel ist die Erarbeitung einer digitalen Lösung zur Überwindung einer kommunalen Herausforderung in der Integrationsarbeit.

Erster Bürgermeister und Ordnungsdezernent Dirk Büscher freut sich über die Unterstützung und konkretisiert: „Wir wollen sogar zwei wesentliche Herausforderungen angehen: Intern geht es uns um ein optimales Wissensmanagement und um Wissenstransfer, gerade auch für neue Mitarbeitende in dieser immer komplexeren Gesetzes- und Rechtsmaterie. Extern wollen wir die Information von und die Kommunikation mit Kundinnen und Kunden überprüfen und verbessern.“

Mit dieser wirkungsorientierten Lösung ermöglichen die „Integrationsmacher:innen“ eine bessere Integration von Geflüchteten oder Menschen mit Migrationshintergrund auf kommunaler Ebene. Dabei werden sie von Lokalprojekte unter anderem mit einem Buddy-Paten-System unterstützt sowie von einem projektbezogenen Bildungsprogramm begleitet. Die Robert Bosch Stiftung übernimmt die Kosten der Personalstellen und sowie projektbezogener Mittel.

„Die Herausforderungen im Ausländer- und Integrationsbereich sind enorm – sowohl für meine Mitarbeitenden wie auch für unsere Kundinnen und Kunden. Daher benötigen wir erheblich mehr Personal, um überhaupt noch die gesetzlichen Pflichtanforderungen zu erfüllen“, hebt Beck hervor. Des Weiteren brauche es aber auch einen Schub an Digitalisierung, den er gerade ebenfalls angehe. Schließlich benötige es aber auch neue Ansätze und kreative Lösungen. „Daher freue ich mich sehr, dass Lokalprojekte und die Robert Bosch Stiftung diesen besonderen Bedarf in Pforzheim gesehen haben und uns unterstützen“, freut sich der Amtsleiter. Er habe sich persönlich um diese Fördermöglichkeit bemüht und sei nun stolz, hiermit neue Wege zu gehen. „Schwierige Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, machen es nötig auch neue Wege zu gehen und auszuprobieren. Ich freue mich besonders, dass diese Fördermöglichkeit uns genau das ermöglicht“.

Mit dem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programm „Integrationsmacher:innen – Integration durch Zusammenarbeit“ tragen Lokalprojekte und die fünf teilnehmenden Gemeinden, Städte und Landkreise zur Modernisierung der kommunalen Integrationsarbeit bei. Neben der Stadt Pforzheim sind dies die Städte Stralsund und Torgau, die Gemeinde Kalletal sowie der Burgenlandkreis.

Über „Lokalprojekte gGmbH“

Lokalprojekte ist ein gemeinnütziges Unternehmen, dessen Mission es ist, Städte, Kommunen und Behörden beim Finden und Implementieren von nachhaltigen Lösungen für ihre aktuellen Herausforderungen zu unterstützen. Lokalprojekte findet die externen Expertinnen und Experten für das jeweilige Projekt und begleitet bei der Konzeption und Umsetzung des Projekts. Dabei liegt der Fokus auf dem sicheren Erhalt der kommunalen Daseinsvorsorge und der Erreichung kommunaler Wirkungsziele.

Weiterführende Informationen sind unter www.lokalprojekte.de und unter www.bosch-stiftung.de/de/projekt/integrationsmacherinnen-integration-durch-zusammenarbeit einsehbar.