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Pforzheimer Abfallwirtschaft beteiligt sich an Bioabfall-Kampagne #wirfürbio

Öffentlichkeitskampagne #wirfürbio
Oberbürgermeister Peter Boch stellt gemeinsam mit Amtsleiter Jürgen Förschler (rechts) und dem Abteilungsleiter der Abfallwirtschaft Michael von Rüden (links) die neue Öffentlichkeitskampagne #wirfürbio vor.
©Stadt PforzheimFoto: Laura Schaier

Seit 2017 wird im Pforzheimer Stadtgebiet der Bioabfall flächendeckend in der braunen Tonne gesammelt. Dieser Bioabfall wird nach der Sammlung in einer sogenannten Biovergärungsanlage in Strom, Wärme und Kompost umgewandelt. „So leistet nicht nur die Abfallwirtschaft sondern auch die gesamte Stadt Pforzheim einen wichtigen und aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz“, erläutert Oberbürgermeister Peter Boch. Rund 4.000 Tonnen Bioabfall wurden im vergangenen Jahr in über 16.800 Biotonnen in Pforzheim gesammelt und umgewandelt.

Leider kommt es viel zu häufig vor, dass in der Biotonne Stoffe landen, die dort nicht hineingehören. „Wir haben schon die unterschiedlichsten Dinge im Bioabfall gefunden. Angefangen bei einem Kaffeevollautomaten, über benutzte Windeln bis hin zu Altkleidern. Aber die Vielzahl an entsorgten Plastiktüten, bereitet uns zunehmend die größte Sorge“, betont der Leiter der Technischen Dienste Jürgen Förschler. Plastikschnipsel und Mikroplastik im Bioabfall sind durchaus problematisch, weil sie aus dem Kompost nicht einfach entfernt werden können. So landen sie leider viel zu oft auf Böden oder Äckern, werden ins Grundwasser gespült und gelangen über diesen Weg unweigerlich in unsere Nahrungskette. Bedauerlicherweise fallen unter Plastiktüten auch sogenannte Biologisch-Abbaubare-Beutel (BAB-Beutel), denn auch kompostierbares Plastik wird nicht sicher vollständig biologisch abgebaut. Diese BAB-Beutel werden in der Vorsortierung als Plastikbeutel zwar erkannt und aussortiert, das kostet aber eine Menge Geld und muss nach der Aussortierung als Restmüll verbrannt werden. „Wer seinen Bioabfall nicht direkt in die Tonne geben möchte, sollte das statt in einem BAB-Beutel am besten in einer Papiertüte tun. Papiertüten können vollständig abgebaut werden und sparen dadurch eine Menge Aufwand bei der Vorsortierung“, betont auch Michael von Rüden, Abteilungsleiter der Abfallwirtschaft Pforzheim.

Um die Bürgerinnen und Bürger für die Problematik zu sensibilisieren und gleichzeitig Lösungen aufzuzeigen, beteiligt sich die Abfallwirtschaft der Stadt Pforzheim an der Aufklärungskampagne #wirfürbio. Dafür werden unter anderem die BIO-Müllfahrzeuge mit Plakatmotiven versehen. „Zwei Fahrzeuge mit dem Slogan ‚Kein Plastik in die Biotonne!‘ sind bereits im Stadtgebiet unterwegs und weitere werden folgen. Es ist wichtig, die Bürgerinnen und Bürger jetzt auf die Bedeutung einer richtig befüllten Biotonne aufmerksam zu machen“, so von Rüden. Es gelte auch, die finanziellen Anreize hervorzuheben, die eine saubere Trennung mit sich bringe. „Die Leerung einer Biotonne ist grundsätzlich günstiger und die Restmülltonnen werden so erheblich entlastet“, ergänzt Jürgen Förschler.

Die Abfallwirtschaft Pforzheim wird zu diesem Zweck eine breite Öffentlichkeitskampagne mit ausführlichen Informationen, Social Media-Auftritten und Plakaten zum Thema sortenreiner Biomüll starten. Dazu sind beispielsweise Aktionen beim Kindertag oder beim WorldCleanUp Day geplant. Außerdem werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Pforzheim bei Vorortkontrollen, aber auch durch Aufklärungsarbeit der Waste Watcher die Bürgerinnen und Bürger weiter sensibilisieren und so versuchen, die Störstoffquote im Bioabfall signifikant zu senken.

Wissenswert
In die Biotonne gehören Obst-, Salat- und Gemüsereste, Kartoffel- und Eierschalen, Kaffeesatz mit Filtertüten, Teebeutel. Aber auch Essensreste dürfen, mit der Ausnahme von Knochen, im Biomüll entsorgt werden. Dazu kommen noch organische Abfälle aus dem Garten wie zum Beispiel Schnittgut vom Rasen oder verblühte Pflanzen.