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Stadt Pforzheim lässt Sirenen heulen

Probealarm am Samstag, 15. April, um 16 Uhr

Per Knopfdruck erprobt die Feuerwehr am Samstag, 15. April, das Sirenenwarnsystem in Pforzheim. Pünktlich um 16 Uhr wird durch die Integrierte Leitstelle Pforzheim-Enzkreis für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz das Funksignal ausgelöst, das alle 40 Sirenen im gesamten Stadtgebiet und in allen Ortsteilen zum Heulen bringen wird.

Ablauf des Probealarms

Zuerst ertönt um 16 Uhr ein einminütiger Dauerton. Er kündigt das Ende einer Gefahr an. Um 16.05 Uhr ertönt ein einminütiger Heulton. Im Ernstfall, wenn kein Probealarm angekündigt ist, bedeutet dieses Sirenensignal: Gefahr, Rundfunkgerät einschalten, auf Durchsagen achten. Wer dieses Sirenensignal in Pforzheim hört, sollte sein Radio schnellstens auf einen örtlichen, öffentlich-rechtlichen oder privaten Rundfunksender einschalten. „Im Anschluss an das Sirenensignal würde die Stadt Pforzheim im Ernstfall ihre Bewohnerinnen und Bewohner mit einer Rundfunkdurchsage vor drohenden Gefahren warnen und Hinweise zum zweckmäßigen Verhalten geben“, erläutert Sebastian Fischer, Kommandant der Pforzheimer Feuerwehr und Leiter des Katastrophenschutzes, die richtigen Verhaltensweisen bei Gefahrensituationen. „In der rund um die Uhr besetzten Integrierten Leitstelle laufen alle Informationen zur Schadenslage und zum Schutz der Bevölkerung vor Gefahren zusammen“, erklärt Fischer. Um 16.10 Uhr ertönt ein weiteres Sirenensignal. Ausgelöst wird ein einminütiger Dauerton, der zweimal unterbrochen wird. Er bedeutet im Gefahrenfall Feueralarm und dient der umfassenden Alarmierung aller Einsatzkräfte. Um 16.15 Uhr endet der Sirenenprobebetrieb wie er begonnen hat. Ausgelöst wird ein einminütiger Dauerton mit der Bedeutung „Ende der Gefahr“. Über die Warnapp NINA können ergänzende Information auf die Smartphones der Menschen geschickt werden, die sich die App vorher heruntergeladen haben. Die Warnmitteilung über den neuen Warnkanal Cell Broadcast wird im Rahmen des städtischen Sirenentests am Samstag, 15. April, nicht aktiviert.

Warnungen im Ernstfall über verschiedenste Kanäle möglich

Die Stadt Pforzheim ist eine der wenigen Städte, die seit vielen Jahren über ein intaktes Sirenennetz zur Warnung vor Gefahren verfügt. Das Sirenennetz ist weiterhin notwendig, da praktikable Alternativen zur schnellen und umfassenden Warnung der Bevölkerung trotz aller neu entwickelten Kommunikationstechnik bisher nicht zur Verfügung stehen. Wie wichtig die rechtzeitige Warnung vor Gefahren ist, zeigen die verheerenden Auswirkungen nach Sturmtief „Bernd“ im Ahrtal im Sommer 2021. Die Stadt Pforzheim erneuert im Sommer 2023 ihr Sirenennetz und wendet hierzu rund 200.000 Euro auf. Der Bund fördert die Maßnahme mit rund 130.000 Euro.

Neben den fest installierten Sirenen verfügt die Feuerwehr über mobile Lautsprecheranlagen, die auf speziell vorbereiteten Mannschaftstransportwagen aufgesetzt werden können. Damit ist es möglich, Straßenzüge oder Wohnblocks mit vorbereiteten Texten schnell vor Gefahren zu warnen. Daneben zeigen auch die digitalen Informationstafeln im Stadtgebiet Warnhinweise an. „Unsere vorhandenen verschiedenen Möglichkeiten der Warnung vor Gefahren zeigen, welch hohe Bedeutung wir seit Jahren diesem Thema zukommen lassen“, so der Feuerwehrkommandant.

Wer sich schon in ruhigen Zeiten über das richtige Verhalten in Gefahrensituationen informieren will, erhält in der Hauptfeuerwache am Messplatz, Habermehlstraße 77, einen Flyer über die Warnmöglichkeiten und die Broschüre „Für den Notfall vorgesorgt“ mit vielen Tipps und Informationen über die Vorratshaltung für Notfälle, über die richtige Zusammenstellung der Hausapotheke, über das Verhalten bei Hochwasser und Unwettern und über Möglichkeiten der Brandverhütung. Flyer und Broschüre sind auch beim Pförtner im Neuen Rathaus sowie in den Ortsverwaltungen kostenlos erhältlich. Im Internet stehen Informationen rund um den Brand- und Bevölkerungsschutz unter www.feuerwehr-pforzheim.de bereit.