Zum Inhalt springen
  • Bewölkt mit Aufhellungen: 51-84% 31 °C
  • Kontrast
  • Leichte Sprache

Filmabend mit Podiumsdiskussion zur Woche des Sehens 2022

„Mein Blind Date mit dem Leben“

Woche des Sehens
v. l.: Herr Frey, Frau Alvarez, Frau Schick, Herr Zakzak und Frau Mahr
©Foto: Patrizia Schramm

Unter dem Motto „Alles im Blick?!“ fand in diesem Jahr die Woche des Sehens statt. Im Rahmen der Aktionswoche haben Mohamed Zakzak, Inklusionsbeauftragter der Stadt Pforzheim und Yvonne Alvarez, ehrenamtliche Behindertenbeauftragte vom Enzkreis, Schülerinnen und Schüler eingeladen, sich den Film „MEIN BLIND DATE MIT DEM LEBEN“ im Kommunalen Kino mittels Audiodeskription anzusehen. Gemeinsam mit Brigitte Schick, Vorsitzende des Landesblinden- und -sehbehindertenverband Baden-Württemberg e.V. (LBSV BW), Andrea Mahr, Mitglied und Beisitzerin im Blinden und Sehbehinderten e.V. und dem Bezirksgruppenleiter Pforzheim/Enz des Badischen Blinden- und Sehbehindertenvereins V. m. K, Michael Frey, sind die Schülerinnen und Schüler der Brötzinger Schule dieser Einladung gefolgt.

Birgitt Schick, Andrea Mahr und Michael Frey, die alle in unterschiedlichen Lebensphasen erblindet sind, haben Fragen der Schülerinnen und Schüler bei einer anschließenden Podiumsdiskussion beantwortet. Dabei waren Fragen wie: Wie habt ihr reagiert als ihr gemerkt habt, dass ihr blind seid? Wie gestaltet ihr euren Alltag? Könnt ihr selbständig kochen? Was konntet ihr arbeiten? Wie sucht ihr Euch Eure Kleidung aus?

„Es ist manches Mal eine große Herausforderung für uns, „blind“ durchs Leben zu gehen, vor allem dann, wenn auf einem Blindenleitstreifen plötzlich ein E-Scooter den Weg versperrt, oder ein Auto zu weit auf dem Gehweg parkt, so Brigitte Schick. Aber es ist auch schön zu erfahren, wie hilfsbereit die Menschen um uns herum sind“, ergänzt Andrea Mahr „auch wenn Sie manches Mal nicht so richtig wissen wie sie mit uns umgehen sollen.“ Und der Tipp von Brigitte Schick: „Scheut Euch nicht uns zu fragen, ob wir Hilfe benötigen, wenn dies so ist, nehmen wir sie auch sehr gerne an.“ Und Michael Frey freut sich, wenn eine gute Freundin ihn zum Kleiderkauf begleitet. Und mit Hilfe eines Farbenerkennungsgerätes findet er dann auch zuhause das passende Shirt zur Weste. Denn wenn man sich gegenseitig unterstützt und füreinander da ist, ist das Leben gleich viel lebenswerter und manches leichter zu ertragen.

Zum Filminhalt: Saliya Kahawatte träumt davon, Hotelier zu werden. Doch was helfen die besten Noten, wenn man die niederschmetternde Diagnose erhält, rapide zu erblinden. Seinen Traum will er dennoch nicht aufgeben. Nach mehreren Absagen bewirbt sich zu einer Ausbildung im Bayerischen Hof, verschweigt aber seine Blindheit. Mit bloßer Willenskraft gelingt es ihm, sich alle nötigen Wege einzuprägen, wobei er auch auf die Hilfe seines Kollegen vertrauen muss. Dann lernt er die hübsche Laura kennen, und alles wird noch schwieriger.