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Geflüchtete aus der Ukraine unterstützen die Technischen Dienste

Ein Dankeschön an Pforzheim

Großes Engagement als Zeichen der Dankbarkeit: Geflüchtete aus der Ukraine unterstützen die Technischen Dienste bei der Grünpflege. © Stadt Pforzheim, Ljiljana Berakovic

Sie wollen etwas zurückgeben und sich bei der Stadt Pforzheim bedanken: Rund 120 Geflüchtete aus der Ukraine haben sich zusammengeschlossen, um im Rahmen einer ehrenamtlichen Aktion Danke an die Pforzheimerinnen und Pforzheimer zu sagen. Auf eigene Initiative haben sich die Ukrainerinnen und Ukrainer an den Oberbürgermeister gewandt und verschiedene Vorschläge unterbreitet, wie sie etwas für die Stadt leisten und die Gemeinde tatkräftig unterstützen können. Das Ergebnis ist eine längerfristige Partnerschaft mit den Technischen Diensten. Bereits Ende Juni hat das erste Treffen stattgefunden. Auf der Parkanlage des Pforzheimer Hauptfriedhofs kamen etwa 60 Geflüchtete zusammen, die ausgestattet mit Rechen, Besen und Schubkarren die Grünfläche in Windeseile sauber gemacht und von Unkraut befreit haben. „Wir sind von dem Engagement überwältigt“, so Abteilungsleiter Jens Hartmann. „Wir brauchen gerade beim Grünschnitt und der Gartenpflege Unterstützung. Wie in so vielen Bereichen fehlt auch hier das Personal.“

Inzwischen haben sich insgesamt acht Gruppen mit jeweils zehn bis 15 Personen gebildet. Täglich wechseln sich die Gruppen ab und unterstützen für wenige Stunden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Technischen Dienste bei der Grünpflege. „Die Bewegung an der frischen Luft tut uns gut und wir sind einfach froh, der Stadt und ihren Einwohnerinnen und Einwohnern auf diesem Weg, Danke zu sagen“, erklärte Yana, die Organisatorin und Sprecherin der Gruppe. „Wir wurden hier von Beginn an so herzlich willkommen geheißen. Das ist unser Weg, etwas zurückzugeben.“ Die ehrenamtliche Aktion habe auch zu positiven Nebeneffekten geführt. „Gleich mehrere Personen kamen auf uns zu und haben nach offenen Stellen oder Ausbildungsmöglichkeiten gefragt“, freut sich Hartmann. „Das Interesse ist gewaltig und das begrüßen wir natürlich sehr.“