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Umweltbürgermeisterin weiht Natur-Tafeln ein

„Blickpunkt Natur“ in Hohenwart

Einweihung Natur-Tafeln Hohenwart
© Laura Schaier

Eingebettet zwischen Wäldern und blühenden Wiesen bietet Pforzheims Ortsteil Hohenwart sehr viel Natur, die zum Wandern und Entdecken einlädt. Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums hat das Amt für Umweltschutz in Kooperation mit der Ortsverwaltung Hohenwart vier Standorte mit Naturthemen ausgesucht und mit entsprechenden Informationstafeln gestaltet. Die in Wort und Bild beschriebene Flora und Fauna soll die Aufmerksamkeit von Wanderern und Naturinteressierten auf die Naturschätze Hohenwarts lenken. Als Standorte wurden neben den Madenwiesen, die Nießwiesen, die idyllischen Teiche im Gewann Sickinbrunnen und der Hohenwarter Hohlweg ausgesucht.

Die Einweihung der Tafeln hat gemeinsam mit Umweltdezernentin Sibylle Schüssler, Hohenwarts Ortsvorsteher Siegbert Morlock und Umweltberaterin Petra Schad-Vollmer vom Amt für Umweltschutz am Standort der Tafel „Madenwiesen“ stattgefunden. „Blickpunkt Natur“ ist ein tolles Projekt, das hier entstanden ist. Mithilfe der Tafeln können Bürgerinnen und Bürger mehr über die Vegetation und die Tierwelt erfahren, die unser Höhenstadtteil zu bieten hat“, freut sich Bürgermeisterin Sibylle Schüssler. „Auch ich freue mich sehr, dass wir unseren zahlreichen wanderbegeisterten Besucherinnen und Besuchern unsere Natur-Vielfalt in Hohenwart durch diese Tafeln näherbringen können“, schließt sich auch Ortsvorsteher Siegbert Morlock an. Die Madenwiesen in Hohenwart weisen eine besonders vielfältige Vegetation und das Vorkommen seltener und geschützter Arten auf. Sie unterscheiden sich damit grundlegend vom weit verbreiteten Wirtschaftsgrünland. „Wiese ist nicht gleich Wiese!“, stimmt auch Petra Schad-Vollmer zu, die das Projekt von Seiten des Amtes für Umweltschutz begleitet hat.

Die speziellen Wiesengesellschaften der Madenwiesen entstanden nach der Lichtung und Rodung der Waldbestände. Bis weit ins zwanzigste Jahrhundert war in Hohenwart noch die Natur-Egartwirtschaft verbreitet, das bedeutet nach einer einjährigen ackerbaulichen Nutzung folgte eine vier-bis sechsjährige Wiesennutzung. Die charakteristischen Pflanzenarten stammen ursprünglich aus lichten Stellen des angrenzenden Waldes. „Die Madenwiesen sind so bunt und artenreich, dass das vielfältige Blütenangebot besonders wichtig für unsere bedrohte Insektenwelt ist“, ergänzt Schüssler.

Seit mehr als 25 Jahren bemüht sich das Amt für Umweltschutz der Stadt Pforzheim die besonderen Wiesengesellschaften der Madenwiesen durch Kooperationen mit Landwirten und durch Landschaftspflegeeinsätze zu erhalten. Aber auch die anderen drei Standorte an denen die Tafeln stationiert sind, seien besonders sehenswert, so Schad-Vollmer. „Bei den Sickinbrunnen steht die Amphibien- und Reptilienfauna im Fokus. Auf den Nießwiesen erhält man einen Einblick in den spannenden Lebenszyklus des Dunklen-Ameisen-Moorbläulings, eines europaweit bedrohten Falters. Auch der Hohlweg hat aus geologischer und kulturhistorischer Sicht einiges zu bieten.“ Ortsvorsteher Siegbert Morlock ist begeistert von der Vielfalt seines Ortsteils: „In Hohenwart sind also nicht nur die Hohenwarter, sondern auch Schmetterlinge und andere Insekten, Amphibien und Reptilien zu Hause!“

Für alle Wander- und Spazierbegeisterten gibt es bereits unter https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/schwarzwald/die-tier-und-pflanzenfauna-hohenwarts/246234367/ eine Tour, die an allen vier Tafeln vorbei führt.