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Rahmenplanung Oststadt schlägt Antworten zu Perspektiven und Zukunft des Stadtteils vor

„Ströme + Furten“ wirft ersten planerischen Blick auf die Oststadt

©Foto: Cityförster + Freiwurf LA

Die Pforzheimer Oststadt ist ein Stadtteil mit einem Nebeneinander von wichtigen Gewerbeunternehmen und kleinteiligen Wohnquartieren, zentralen Industrieanlagen und touristischen Highlights, pulsierenden Verkehrsadern und verwunschenen Parks. Welche Entwicklung sollen sie nehmen? Welche Perspektive hat der Stadtteil? Wo fängt die Zukunft des Stadtteils an? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, hat die Stadt Pforzheim den Prozess für eine Rahmenplanung für die Oststadt ausgelobt.

„Mit dem Instrument der Rahmenplanung können wir ein Zukunftsbild für den gesamten Stadtteil entwerfen, das wir mit kurzfristigen Impulsprojekten, mittelfristigen Pionierprojekten und langfristigen Schlüsselprojekten umsetzen können“, betont Planungsbürgermeisterin Sibylle Schüssler. „Kurzum, die Rahmenplanung soll der Entwicklungsrahmen für alle Maßnahmen im Stadtteil sein.“ Nun liegt die „Rahmenplanung Oststadt“ vor: Die Planungsbüros Cityförster und Freiwurf Landschaftsarchitekturen (beide Hannover) haben sie aufbauend auf dem Leitbild „Ströme + Furten“ seit Herbst 2020 erarbeitet. Die Rahmenplanung beinhaltet eine Analyse des Stadtteils, Zielsetzungen, Perspektiven für die Oststadt sowie Detaillierungen zu den wichtigen Teilräumen.

Das Grundgerüst des Konzepts bilden die drei Ströme „Bahnlinie“, „B10“ und „Enz“, und mehrere querende Furten. Furten ­– das sind bestehende hangauf- und abwärts verlaufende Wege und Stadträume, die die Wohn- und Lebensräume der Nordost- und der Oststadt mit den attraktiven Erholungsräumen an der Enz, auf dem Wartberg und im Kanzlerwald verbinden. Derzeit wird die Oststadt durch die drei Ströme vor allem zerschnitten – die Rahmenplanung zeigt hingegen auf, wie sich die Ströme transformieren lassen, um Wohnen und Freizeit, Leben und Versorgen, Arbeiten und Erholen miteinander zu verbinden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Furten, die aufzeigen, an welchen Stellen die Ströme gekreuzt werden können. Beispielhaft zeigen einzelne Detaillierungen, sogenannte Lupen, für die Furt „Alter Friedhof/Thales-Gelände“ sowie die Ströme „B10“ und „Kohlebahn“, wie sich Stadt- und Freiräume für die dicht besiedelten Quartiere der Ost- und der Nordoststadt attraktiver gestalten und sich zusätzlicher Freiraum gewinnen lässt. Ein weiterer Fokus wurde auf diejenigen Bereiche gelegt, wo Ströme und Furten sich kreuzen: beispielhaft etwa, wie eine Neue Mitte für die Oststadt mit einem Bahnhaltepunkt am Kohlebunker aussehen oder der Enzauenpark sich weiterentwickeln könnte.

Mit der Rahmenplanung Oststadt haben Planungsbüros und Stadt Pforzheim einen ersten planerischen Blick auf den gesamten Stadtteil geworfen, um nun in einem nächsten Schritt werden die konkreten Projekte zu definieren und zu strukturieren. Im weiteren Prozess werden mit dem Beteiligungsbeirat Leitlinien für die Bürgerbeteiligung erarbeitet und erste Gespräche mit den Akteuren vor Ort sowie den Gewerbetreibenden geführt. Die Stadt Pforzheim hat vorgesehen, dass die Rahmenplanung Ende des Jahres als städtebauliches Entwicklungskonzept im Gemeinderat beschlossen werden kann. Um die Rahmenplanung mit Leben zu füllen, sind im Anschluss projektbezogene Bürgerbeteiligungen vorgesehen

Vom 5. Juli bis zum 5. August sind die Pläne zur Rahmenplanung Oststadt im Eingangsbereich des Neuen Rathauses ausgestellt. Am 21. Juli steht Shameet Ghelani, Projektleiter vom städtischen Planungsamt, zwischen 16 bis 18 Uhr für eine Sprechstunde zur Verfügung.

Nähere Informationen zur Rahmenplanung Oststadt sind unter www.pforzheim.de/rpo zu finden.