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Klapfenhardt soll FFH-Gebiet werden

Stadt schlägt Wald beim RP als Erweiterung des Gebiets „Pfinzgau-Ost“ vor

Wenn es nach der Stadt Pforzheim geht, soll der Klapfenhardt FFH-Gebiet werden. Pforzheim und ihr Oberbürgermeister Peter Boch würden den Wald aufgrund seiner vielfältigen Ausstattung an Lebensraumtypen und Arten gerne als FFH-Gebiet ausweisen. Deshalb hat sich der OB mit dem Vorschlag an das Regierungspräsidium Karlsruhe gewandt, das FFH-Gebiet Pfinzgau-Ost um den Klapfenhardt zu erweitern und alle notwendigen Schritte einzuleiten.

Wie das zuständige Naturschutzfachreferat beim RP mitgeteilt hatte, bedurfte es für die Erweiterung des bestehenden FFH-Gebiets eines ausdrücklichen Vorschlags der Stadt Pforzheim als Standortgemeinde und Grundstückseigentümerin. Um der Initiative die größtmöglichen Erfolgsaussichten zu verschaffen, waren umfangreiche Vorarbeiten mit intensiver Datenrecherche und mehreren Ortsbegehungen durch das Pforzheimer Amt für Umweltschutz als untere Naturschutzbehörde notwendig. Diese mündeten in einer naturschutzfachlichen Würdigung des Klapfenhardt-Waldes sowie einem fachlich begründeten Abgrenzungsvorschlag für die Erweiterung des FFH-Gebiets. In den Stellungnahmen der Stadt Pforzheim werden „die FFH-Schutzwürdigkeit des Klapfenhardt-Waldes uneingeschränkt bestätigt und die Anregung, den Klapfenhardt-Wald in die FFH-Gebietskulisse aufzunehmen, voll unterstützt“, so Oberbürgermeister Peter Boch an das Regierungspräsidium.

Der Vorschlag wird nun auf Grundlage der erarbeiteten Stellungnahmen nochmals vom Regierungspräsidium und der Landesanstalt für Umwelt BW geprüft und danach letztendlich an die EU-Kommission weitergeleitet. Nach einer weiteren Prüfung auf europäischer Ebene soll der Klapfenhardt-Wald in die Liste der „Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung“ aufgenommen werden, die alle ein bis zwei Jahre aktualisiert wird. „Da ich Ihren Vorschlag von Anfang an befürwortet habe, freue ich mich besonders, Ihnen diese erfreuliche Nachricht überbringen zu dürfen und damit auch Ihren unermüdlichen Einsatz für die Natur in unserer Stadt zu würdigen“, schreibt Peter Boch in einem ergänzenden Brief an Gerhard Vögele und Bernhard Landmesser, die die Ausweisung des Klapfenhardts als FFH-Gebiet angeregt hatten.