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Platzvergabe in Pforzheimer Kindertageseinrichtungen

1.363 Zusagen werden versandt

Auch in diesem Jahr verläuft die Platzvergabe für das Kindergartenjahr 2022/23 unter dem Vorzeichen der Corona-Pandemie. Trotz Einschränkungen im Kita-Betrieb werden die insgesamt 1.363 Zusagen ab heute von den Kindertageseinrichtungen versandt. „Es ist uns in gelungen, den Zeitraum, in dem die Vergabe durch die Einrichtungen erfolgt, weiter zu verkürzen. In diesen unruhigen Zeiten etwas mehr Planungssicherheit zu haben, ist wichtig – auch wenn leider viel zu vielen Eltern noch kein Platzangebot unterbreitet werden kann “, so Oberbürgermeister Peter Boch. Der Ausbau der Betreuungsplätze habe weiterhin allerhöchste Priorität, gleichzeitig steige allerdings der Bedarf. „Zusätzlich erwägen einige Träger ältere Einrichtungen zu schließen. Wir stehen also vor der Herausforderung, in Zukunft nicht nur neue sondern auch den Ersatz für bestehende Einrichtungen schaffen zu müssen“, so der Rathauschef weiter.

Auch in diesem Jahr ist es dank intensiver Zusammenarbeit der Zentralen Vormerkstelle mit allen Kitaleitungen gelungen, die Kinder mit Höchstpunktzahl bei der Platzvergabe zu versorgen. „Die konsequente Umsetzung der Kriterien zur Platzvergabe ist uns ein wichtiges Anliegen“, stellt Bürgermeister Frank Fillbrunn heraus. „Kinder, die sich bereits in Betreuung befanden, benötigen verlässlich eine Anschlussbetreuung. Für zukünftige Erstklässler wiederum ist es wertvoll, vor dem Schuleintritt für mindestens ein Jahr eine Kita besuchen zu können, um einen guten Schulstart zu haben“, erläutert der Bürgermeister den Hintergrund der Priorisierung.

In den nächsten Tagen müssen allerdings auch die insgesamt 1.224 Absagen an Eltern versandt werden, deren Kinder nicht zum gewünschten Aufnahmetermin in den von ihnen angegebenen (drei) Wunscheinrichtungen zum Zuge kommen. „Es ist für die Verwaltung, aber auch die Kindertageseinrichtungen sehr frustrierend, vielen Kindern und Eltern aktuell den Platzwunsch nicht erfüllen zu können“, stellt Oberbürgemeister Peter Boch fest. Die Zahl der betroffenen Eltern sei leider höher als im letzten Jahr (mit 1.129 Absagen). „Wir werden aber voraussichtlich vielen Familien im Lauf des Kitajahres noch nachträglich ein Angebot unterbreiten können.“ Eine zusätzliche Nachvermittlung kann in diesem Jahr noch durch die Inbetriebnahme der Kita Postareal/Zeppelinstraße (70 Plätze), die geplante Inbetriebnahme einer zweiten Gruppe der Naturkita in Huchenfeld (20 Plätze) und zusätzliche Plätze in der Kindertagespflege (TaPiR) gelingen, ebenso durch unterjährig frei werdende Plätze.

Für die immer noch hohe Zahl an Absagen gibt es zwei weitere Gründe. Bestehende Einrichtungen können zum Teil aufgrund von Fachkraftmangel nicht im Vollbetrieb oder in vollständiger Modulvielfalt geführt werden. So konnten in drei Einrichtungen unterschiedlicher Träger insgesamt sieben Gruppen noch nicht eingerichtet werden. Dies ist zum einen sehr bedauerlich, bietet aber ebenso die Chance zur Realisierung weiterer Plätze in den kommenden Monaten. „Stadt und Träger haben in den letzten Jahren die Ausbildungskapazitäten erhöht und durch zusätzliche FSJler und FSJlerinnen die Weichen für eine Entlastung der angespannten Personalsituation geschaffen. Hier muss auch in Zukunft jeder einzelne Träger von Kindertageseinrichtungen viel Engagement in Personalgewinnung, aber auch Personalentwicklung und damit Sicherung von Fachkräften investieren“ zeigt sich Bürgermeister Fillbrunn überzeugt. 

Als letzten Einflussfaktor auf die Entwicklung der Zahlen sieht die Stadt die Rückstellungen von Kindern: Die fehlende Schulreife der Kinder ist nicht nur durch Corona bedingt, wird aber dadurch verstärkt. Letztmalig spürbar ist in diesem Jahr der Effekt der Verlegung des Einschulungsstichtages vom 31. Juli 2021 auf den 30. Juni 2022. Insgesamt verbleiben aus diesen Gründen in diesem Jahr ca. 130 Kinder ein Jahr länger in der Kita als geplant.

Kita-Ausbau geht weiter voran
„Das Thema Kindertagesbetreuung ist nach wie vor sehr präsent in den Gemeinderatssitzungen“, stellen Oberbürgermeister Peter Boch und Bürgermeister Frank Fillbrunn übereinstimmend fest. Zu den bereits bewilligten Sachentscheiden der jüngeren Vergangenheit zählen die Bauvorhaben in der Carl-Hölzle Straße, im Schoferweg, in der Johann-Heinz-Straße, im Ernst-August-Haug-Weg sowie die Eröffnung einer zusätzlichen Ganztagsgruppe in der Naturkita Huchenfeld. 

„Die Ausbauplanung umfasst aktuell circa 30 Vorhaben im Bereich Kita, Hort und TaPiR in unterschiedlichen Planungs- und Realisierungsstadien. Hier wollen wir in Zusammenarbeit mit den Investoren trotz Lieferengpässen und Handwerkermangel zügig vorankommen“, fasst Oberbürgermeister Boch das Ziel der Stadt zusammen.

Beratung durch die Vormerkstelle
Eltern erreichen die Vormerkstelle immer per Mail über vormerkstelle(at)pforzheim.de

In der Woche vom 4. April bis 8. April ist die Vormerkstelle telefonisch täglich von 08.00 – 18.00 zur erreichen. Außerhalb dieser Sondersprechzeit sind die Mitarbeiterinnen täglich von jeweils von 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 16 Uhr erreichbar / Telefon: (07231) 39-2011