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Verwaltungsstab beschäftigt sich mit aktueller Lage infolge des Angriffskriegs auf die Ukraine

Die Lage in der Ukraine infolge des von Präsident Wladimir Putin befohlenen Angriffskriegs wird immer dramatischer:

Inzwischen kommen Geflüchtete in größerer Anzahl in Deutschland an, in Pforzheim sind es nach Informationen der Stadt Pforzheim mittlerweile mindestens 40 Personen, die teils privat, teils in der vorläufigen Unterbringung untergekommen sind. Mit der aktuellen Situation der Geflüchteten hat sich heute auch der Pforzheimer Verwaltungsstab zur Lage in der Ukraine intensiv beschäftigt. „Angesichts der Fortsetzung des Krieges gehen wir davon aus, dass die Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine, die nach Deutschland und auch nach Pforzheim kommen, schnell anwachsen wird. Daher arbeiten wir intensiv daran, Unterbringungskapazitäten aufzubauen“, führt Sozialdezernent Frank Fillbrunn aus. Bis Mitte nächste Woche werde das 1. Obergeschoss der Unterkunft in der Paul-Löbe-Straße ausgestattet sein, womit 44 weitere Plätze zur Verfügung stehen werden. „Auch an der Ausstattung der weiteren Stockwerke wird mit Hochdruck gearbeitet.“ Dennoch ist die Lage angespannt, die Zahl der aktuell frei belegbaren Plätze begrenzt.

Um die Aufnahmekapazitäten nicht innerhalb kürzester Zeit zu überfordern und eine geregelte Verteilung innerhalb des Landes sicherzustellen, verweist die Stadt Pforzheim Geflüchtete, die sich noch nicht in Pforzheim befinden und keine private Unterkunftsmöglichkeit hier vor Ort haben, an die Landeserstaufnahmestelle in Karlsruhe (Durlacher Allee 100, 76137 Karlsruhe). Der Verwaltungsstab appelliert ebenfalls an engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich auf den Weg gemacht haben, um Geflüchtete nach Deutschland zu bringen, die offiziellen Wege einzuhalten. Das bedeutet – wenn eine private Unterbringung nicht möglich ist – ebenfalls an die Landeserstaufnahmestellen heranzutreten, die wiederum Geflüchtete den Stadt- und Landkreisen zuweisen. Zudem werden Pläne für die Akquirierung und Inbetriebnahme von weiteren Unterkünften und gegebenenfalls Notunterkünften vorbereitet.

Hilfeseite eingerichtet

Die Stadt Pforzheim hat außerdem unter ukraine.pforzheim.de eine Hilfeseite für Geflüchtete aus der Ukraine eingerichtet. So ruft die Verwaltung dazu auf, freie Wohnungen oder auch einzelne Zimmer Geflüchteten zur Verfügung zu stellen. Personen, die dies möchten, finden die entsprechenden Kontaktdaten auf der Hilfeseite. Flüchtlinge aus der Ukraine, die in Pforzheim privat untergekommen sind, werden gebeten, sich mit der Stadt in Verbindung zu setzten, damit sie registriert werden können. Auch Bürgerinnen oder Bürger, die weitere Hilfe anbieten möchten, finden auf der Webseite Ansprechpartner und Kontaktdaten. Es werden außerdem weiterführende Links für Geld- oder Sachspenden aufgeführt. Ebenfalls sind Antworten auf häufig gestellte Fragen zusammengestellt, zum Beispiel wie es sich mit dem Aufenthaltsrecht verhält, wie die Unterbringung Geflüchteter aus der Ukraine in Baden-Württemberg erfolgt, wie es sich mit Sozialleistungen oder der Gesundheitsversorgung verhält und ähnliches. Die FAQs werden fortlaufend aktualisiert. Auch die Koordinierungsstelle Familienfreundliche Stadt sammelt Informationen zu Hilfsaktionen in Pforzheim und im Enzkreis und veröffentlicht diese auf ihrer Infoseite familie-pforzheim.de.

Friedenskundgebung in Vorbereitung

Parallel organisiert die Stadt Pforzheim für kommende Woche eine Friedenskundgebung gegen den von Präsident Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die genauen Planungen für die Kundgebung, die unter dem Motto „Solidarität mit der Ukraine“ auf dem Waisenhausplatz an den Treppenstufen des Theaters Pforzheim stattfinden soll, laufen derzeit noch. „Die Lage für die Ukrainerinnen und Ukrainer ist verheerend, das Leid der Menschen unermesslich“, so Oberbürgermeister Peter Boch. Dieser „menschenverachtende Angriffskrieg“ gegen die Zivilbevölkerung müsse endlich ein Ende finden. „Lassen Sie uns auch von Pforzheim aus, unsere Stimme erheben und ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine setzen – für Frieden und Verständigung.“