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Inzidenz in Pforzheim seit letztem Mittwoch unter 150: Ab Donnerstag Click & Meet im Einzelhandel mit Test möglich – Kitas dürfen in Normalbetrieb übergehen, Testpflicht gilt weiter

PFORZHEIM /ENZKREIS. Am heutigen Dienstag (25. Mai) hat die Stadt Pforzheim am fünften Werktag in Folge den Inzidenzwert von 150 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen unterschritten; dies teilt das Landratsamt mit. Gleichzeitig liegt der Wert an fünf Tagen auch unter 165. Das hat zur Folge, dass ab Donnerstag der Einzelhandel sowie Bau- und Elektromärkte von Click & Collect auf Click & Meet umstellen können. Die Kundschaft darf dann wieder in den Laden kommen, muss jedoch zuvor einen Termin vereinbaren und ein negatives Testergebnis vorlegen.

Die Kitas in Pforzheim dürfen in den Normalbetrieb unter Corona-Bedingungen zurückkehren. Allerdings gilt die Testpflicht weiter, die das Gesundheitsamt Enzkreis vor zwei Wochen verfügt hatte, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Auch die Schulen dürften eigentlich in den Wechsel-Unterricht übergehen. Allerdings haben dort gerade erst die Pfingstferien begonnen, sodass diese Lockerung erst nach den Ferien wirksam wird.

Maßgeblich für die Feststellung, die das Landratsamt per Öffentlicher Bekanntmachung trifft, sind die Regeln der „Bundes-Notbremse“ und die offiziellen Inzidenz-Werte des Robert-Koch-Instituts (RKI). Dort lag der Wert für Pforzheim am vergangenen Mittwoch bei 147,78, der heutige Dienstag ist der fünfte Werktag und zwei Tage später greifen die Lockerungen.

In Pforzheim können ab Donnerstag – wie bereits seit Samstag im Enzkreis – alle Einzelhandelsbetriebe, die bisher geschlossen bleiben mussten, für den Einkauf vor Ort öffnen. Die Kunden brauchen dafür einen festen Termin („Click & Meet“) und ein negatives Schnell- oder PCR-Test-Ergebnis, das nicht älter als 24 Stunden sein darf. Personen, die vollständig geimpft oder genesen sind und den Nachweis darüber vorlegen, benötigen keinen Test. Generell gilt außerdem, dass alle Kunden eine Maske tragen müssen, dass je 40 Quadratmeter Verkaufsfläche nur ein Kunde eingelassen werden darf und dass die Kontaktdaten erfasst werden; dies ist schriftlich oder, sofern im jeweiligen Geschäft verfügbar, mit der Luca-App möglich.

Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch bewertet die Entwicklung so: „Die sinkende Inzidenz ist für mich ein rundum gutes Zeichen: Sowohl für die Bekämpfung der Pandemie, als auch als Perspektive für weitere Lockerungen und Öffnungen, die wir alle herbeisehnen und auch dringend brauchen. Wenn es gut läuft, könnte der nächste Schritt schon zu Fronleichnam kommen, beispielsweise für die Gastronomie. Auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen würden dann aufgehoben.“

Auch für Pforzheims Bildungs- und Sozialdezernent Frank Fillbrunn markieren das Absinken der 7-Tage-Inzidenz und die damit verbundenen Lockerungen einen wichtigen Zwischenschritt: „Für die Pforzheimer Kinder und Jugendliche ist das ein wichtiger Schritt. Die Präsenzangebote in Betreuung und Bildung sind wesentlich für die Bildungsgerechtigkeit in unserer Stadt.“

Voraussetzung für die nächste Lockerungsstufe ist ein dauerhaftes Absinken der 7-Tage-Inzidenz unter 100, beginnend spätestens am kommenden Donnerstag. Im Enzkreis, so scheint es, könnte dies bereits am Donnerstag der Fall sein: Falls der Trend anhält, läge man dann an fünf Werktagen hintereinander unter 100 und dürfte bereits zum Wochenende die Ausgangsbeschränkungen aufheben und zum Beispiel die Gastronomie öffnen.

Die Öffentliche Bekanntmachung für Pforzheim ist im Wortlaut auf der Internetseite der Stadt (www.pforzheim.de) und unter den Amtlichen Bekanntmachungen auf www.enzkreis.de nachzulesen.

(enz/stp)