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„Buckenberg-Köpfe“ sollen Thema für Workshop und gesellschaftliche Debatte werden

Meeting mit Bürgerinnen, Bürgern und Mitgliedern von Gemeinde- und Kulturrat geplant

Wie soll Pforzheim künftig mit den einstmals von lokalen Künstlern gestalteten Köpfen der ab 1936 errichteten Kaserne auf dem Buckenberg umgehen? Aus aktuellem Anlass plant das Kulturamt der Stadt Pforzheim zeitnah einen Workshop, der diese Frage in den Mittelpunkt stellt. „Jede Entscheidung, sich mit diesen Artefakten auseinanderzusetzen, ist äußerst sensibel und muss im Kontext des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus bearbeitet und bedacht werden. Der Umgang mit diesen Köpfen muss daher in einer breiten politischen und gesellschaftlichen Debatte erörtert werden. Dazu möchten wir seitens der Stadt ausdrücklich einladen.“

Anlässlich der Errichtung der Buckenberg-Kaserne in der Zeit der Nationalsozialisten waren die Köpfe im Zuge der „Kunst am Bau“-Verordnung gestaltet und an den Fassaden angebracht worden. Nach dem Abriss der Buckenbergkaserne 2007 gelangten die „Köpfe“ über die Konversionsgesellschaft Tiergarten in den Besitz der Stadt Pforzheim, die sie seither auf einer städtischen Freifläche deponiert.

Zu dem pandemiebedingt als Zoom-Meeting geplanten Workshop eingeladen werden Bürgerinnen und Bürger, die sich zu den Köpfen bereits geäußert haben, sowie Mitglieder des Gemeinderats und des Kulturrats. Einen geeigneten Termin und ein passendes Setting stimmt das Kulturamt derzeit ab. Die Stadt Pforzheim erhofft sich den Workshop als Auftakt für einen bürgerschaftlichen Dialogprozess, der am Ende in eine konstruktive Lösungsfindung dafür einmünden soll, wie Pforzheim mit diesem „belasteten“ Kulturerbe umgehen soll.