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Projekt "BoyZone" - ein Projekt zur Berufsorientierung und Lebenswegplanung von Jungen in Pforzheim und im Enzkreis

Das Projekt "BoyZone" ist ein modular aufgebautes, schulbegleitendes Modell-Projekt zur Lebenswegplanung und Berufsorientierung für Realschüler an drei ausgewählten Schulen in Pforzheim und dem Enzkreis, gefördert durch das Ministerium für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg. BoyZone ist ein Kooperationsprojekt der beiden Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Pforzheim und des Enzkreises sowie der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Nagold/Pforzheim. Projektträger war die Stadt Pforzheim, vertreten durch die Gleichstellungsbeauftragte. Die teilnehmenden Schüler, die insgesamt zehn Module durchliefen, wurden im Laufe des Projekts ermuntert, darüber nachzudenken, wie sie später ihren Berufs- und Lebensweg gestalten wollen. Im Einzelnen ging es um eine alternative berufliche Orientierung und darum, Einblicke in Arbeits- und Lebensbereiche zu erhalten, die nach wie vor als männeruntypisch gelten. Die Stärkung des Sozial- und Kommunikationsverhaltens sowie das Kennenlernen vielfältiger Lebensmodelle waren ebenso Bestandteile des Projekts, wie die Auseinandersetzung mit Vorstellungen von Rollenvielfalt und Chancengleichheit und das Kennenlernen unterschiedlicher männlicher „Role Models“. 

Ziele:

Primäre Ziele des Projekts waren es, Jungen dabei zu unterstützen, ihr Berufswahlspektrum zu erweitern und zugleich die Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft und Lebenswegplanung anzuregen. Durch den Einsatz vielseitiger und kreativer Methoden sollten die Teilnehmer ihre individuellen Ressourcen, Stärken und Kompetenzen erleben und die Möglichkeit erhalten, sich mit tradierten Geschlechterrollen spielerisch auseinander zu setzen, um dadurch Zugang zu alternativen Männlichkeitsmustern zu erhalten. Die Teilnehmer wurden hierbei darin bestärkt, eigene Wünsche und Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Hieraus ergeben sich folgende Handlungsansätze:

  • Vorstellung rollenuntypischer Berufe in Theorie und Praxis,
  • Stärkung des Sozial- und Kommunikationsverhaltens,
  • Vermittlung vielfältiger Lebensmodelle verbunden mit einer Vorstellung von Rollenvielfalt und Chancengleichheit,
  • Kennenlernen unterschiedlicher männlicher „Role Models“,
  • Auseinandersetzung mit männlichen Vorbildern, die Familie und Beruf vereinbaren,
  • Einbindung von regionalen Akteuren bzw. Akteurinnen aus den Bereichen Bildung und Erziehung, Soziales, Gesundheit und Pflege, der Berufsberatung der Agentur für Arbeit und regionaler Behörden als tragfähiges Netzwerk in das Projekt. 

Sachstand:

Das Projekt wurde erfolgeich umgesetzt und mit einer Abschlussveranstaltung im Jugendkulturtreff Kupferdächle am 18. Juli 2016 abgeschlossen. Die teilnehmenden Schüler der Ludwig-Uhland-Schule in Birkenfeld, der Otterstein-Realschule und der Konrad-Adenauer-Realschule in Pforzheim nahmen an zehn Modulen des schulbegleitenden Modell-Projekts teil.

Handlungsfeld(er)

  • I - Wirtschaft, Arbeit und Finanzen
  • B Kommunikation und Vernetzung von Wirtschaft, Lehre und Verwaltung kultivieren
  • B Arbeit für alle Qualifikationen durch bedarfs- und potenzialorientierte Aus- und Weiterbildung
  • B Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • II - Bildung und Entwicklungschancen
  • B Kommunikation und Vernetzung der Akteure
  • A Allen Kindern und Jugendlichen Bildungs- und Ausbildungschancen eröffnen