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Beschränkter Ideenwettbewerb für Künstlerinnen und Künstlern aus Pforzheim und der Region

Am 12. April 2019 hat sich eine Fachjury, bestehend aus der Bau- und Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler, der Kulturratsvorsitzenden Dr. Ulrike Rein, der Kulturamtsleiterin Angelika Drescher, Andrea Schumacher, Mitglied der Kunstkommission, Marc Feltl, Baureferent, Thomas Treiber, Landschaftsarchitekt und Robin Bischoff, Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin, mit vier Ideen auseinandergesetzt, die im Zuge eines beschränkten Ideenwettbewerbs Anfang April eingereicht wurden.

2018 hatte das Kulturamt 19 Künstler dazu eingeladen, eine Skulptur mit Trinkwasserelement für den hierfür vorgesehenen Standort vor dem Gebäude  Westlichen-Karl-Friedrichstraße Nr.16 zu entwerfen.

Acht  Künstler hatten sich dieser durchaus herausfodernden Aufgabe angenommen.

Nun hatte die Jury, nach einer Vorprüfung der Verfahrensvorgaben durch die stellvertretende Amtsleiterin des Kulturamtes, Claudia Baumbusch, unter den letztlich vier eingereichten Vorschlägen von Fero Freymark, Peter Jacobi, Iris Henkenhaf-Stark und Boris Nikolov zu entscheiden (näherere Informationen zu den Künstlern und deren Werke finden Sie in der linken Spalte).

Zielsetzung des Wettbewerbs war es, die Neugestaltung der Fußgängerzone  mit einem skulpturalen Kunstwerk an einem stadtraumrelevanten Standort - dem Kreuzungspunkt der Sichtachse Barfüsserkirche-Stadtkirche mit der Westlichen-Karl-Friedrichstraße als Hauptachse der Innenstadt - die Themen „Natur und Kultur“ gestalterisch zu vereinen.   

 

Wichtig war es dabei, neben dem Element des Trinkwasserspenders auch die neugestaltete Fußgängerzone mit den Materialien, der Möblierung sowie die Beleuchtung in den Entwurf einzubeziehen. Für die Umsetzung des Brunnens sollten witterungsbeständige Materialien verwendet werden; außerdem gab es strikte technische Auflagen, die eingehalten werden müssen, um das dauerhafte, saubere Fließen von Trinkwasser zu garantieren.

Nach langer und eingehender Diskussion fiel die Wahl auf den Entwurf von Iris Henkenhaf-Stark.

Das von ihr entwickelte Kunstobjekt lässt  die Sichtachse der Westlichen bestehen und reagiert auf den Ort. Es ist lichtakzentuiert und strahlt eine Leichtigkeit im Gegensatz zur vorhandenen Bebauung aus.

Die Jury war sich einig, dass das Werk positiv in den Stadtraum strahlt und  einen gelungenen Kontrapunkt zum Umfeld setzt. Die Reduktion auf zwei Materialien, Glas und Stahl, sowie das Spiel mit der Reflektion waren zudem ausschlaggebend für die Entscheidung. Der Wasseraustritt erfolgt an der Oberseite der vier Halkreissegmente in einer Höhe von ca. 1,10m.

 

Iris Henkenhaf-Stark wohnt und lebt in Ispringen. Sie betreibt dort seit 1992 ein Atelier für Glaskunst.
Nach der Ausbildung zur Technischen Zeichnerin hat sie 1985 ein Studium an der Glasfachschule Zwiesel mit dem Abschluss der Meisterklasse als Glasgestalterin absolviert.
Leuchtobjekte, Malerie und Kunst am Bau gehören zu den Hauptarbeitsfeldern der Künstlerin.

 

Finanziert wird der Wettbewerb und die spätere  Umsetzung der Skulptur, die mit einem Kostenvolumen von 70.000 € beziffert wird, von verschiedenen Sponsoren, allen voran den Lions Club Remchingen-Pfinztal & Pforzheim Johannes Reuchlin, die  hierfür 13.000 € an Bürgermeisterin Schüssler nach dem erfolgreichen „Diner en blanche“ im Juni 2018 überreicht haben.

Bürgermeisterin Schüssler ist überzeugt, dass für diese qualitätvolle und herausragende Arbeit sicherlich weitere Unterstützer gewonnen werden können.

„Die Stadt mit ihren Plätzen und Räumen muss für ihre Bewohner neu erfahrbar und  als attraktiver Aufenthaltsort erlebbar gemacht werden. Kunst und Kultur im öffentlichen Raum liefern einen wichtigen Beitrag zu Begegnung und erhöhen die Aufenthaltsqualität“, so Bau- und Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler.

Kulturamtsleiterin Angelika Drescher zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Verlauf des ersten Ideenwettbewerbs der Stadt. „Sicherlich werden sich zukünftig noch mehr Künstler an solchen Wettbewerbsverfahren beteiligen und so die Gestaltung der Stadt mit prägen. Das ist gut und außerordentlich wichtig für unsere Stadt.“

 

Die Wettbewerbsarbeiten sind vom 29. April 2019 bis 29. Mai 2019 im Neuen Rathaus, 1. Obergeschoss, ausgestellt.

 

Die Realsierung der Skulptur  ist für  Oktober 2019 geplant.