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Das Lapidarium, in einer alten Scheune untergebracht, zeigt vor allem Grenzsteine aus dem 16.- 19 Jahrhundert sowie Fragmente spätmittelalterlicher Grabplatten.

Von hier aus betritt man den Kräutergarten, in dem sich Skulpturen von Emil Salm und Ignaz Lengelacher befinden.
Mit seinem neu gestalteten Barfußpfad und Obstgarten und seiner verwunschenen Atmosphäre lädt er zum Verweilen ein.

Ausstellung „Flora japonica photographica"

Bis Sonntag, 29. September, ist im Kräutergarten des Stadtmuseum Pforzheims die Ausstellung „Flora japonica photographica“ von dem Fotografen Günter Beck zu sehen.

Großformatige Fototafeln beschreiben die Pflanzen, die im 19. Jahrhundert aus dem Fernen Osten zu uns kamen und die wir heute als „einheimisch“ empfinden, genauer. Im Eingangsbereich des Museums im ehemaligen Schulhaus sind weitere Fotos zu sehen. Als Vorlage für seine Bildkompositionen dienen dem Fotographen Günter Beck Bildtafeln aus dem Werk „Flora Japonica“ von Philipp Franz von Siebold (1796 – 1866). Mit den Mitteln der Fotografie und Computerbearbeitung interpretiert er diese Pflanzenbilder neu.

Der aus Würzburg stammende Siebold erforschte Japan bei seinem ersten Aufenthalt (1823 – 1830) als Arzt in holländischen Diensten und sammelte unter schwierigsten Umständen Pflanzen und Tiere des Landes, das sich seit etwa 1630 vom Ausland abgeschlossen hatte. Neben den Chinesen war nur den Holländern auf einer kleinen, künstlichen Insel im Hafen von Nagasaki ein Warenaustausch in geringem Maß gestattet. Auf dieser holländischen Handelsstation legte Siebold einen Garten mit japanischen Pflanzen an. Bei seiner Rückkehr führte er mehr als 730 Arten in Europa ein, die seine Vorgänger teils schon beschrieben hatten. Zuvor wuchsen beispielsweise in Holland nur 34 ostasiatische Pflanzenarten. In der „Flora Japonica“ sind in Zusammenarbeit mit dem Münchner Biologen J.G. Zuccarini 151 Arten beschrieben und ganzseitig abgebildet.