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Das Projekt "Reuchlin digital"

Reuchlin als Botschafter für Toleranz und Menschenrecht

Das Eintreten für Toleranz und Menschenrechte des Pforzheimer Humanisten Johannes Reuchlin (1455-1522) ist angesichts des demografischen Wandels hoch aktuell. Pforzheim verzeichnet inzwischen eine Migrationsrate von 54 %.

Mit der großzügigen Förderung des Innovationsfonds des Landes Baden-Württemberg und der Arbeitsstelle der literarischen Museen und Archive Baden-Württembergs soll in den nächsten beiden Jahren eine digitale Plattform für das Museum Johannes Reuchlin konzipiert und umgesetzt werden. Das bestehende Vermittlungsangebot wird medial ergänzt, fokussiert und intensiviert. Die digitale Plattform eröffnet multiperspektivische  Zugänge zum Ort und zu den Exponaten des Museums und stellt  neue Bezüge zur Alltagswelt der Schüler her.

Reuchlins Wirken („Verbrennt nicht, was Ihr nicht kennt“) wird in seiner historischen wie gegenwärtigen Dimension anschaulicher, so eines der zentralen Projektziele. Die Plattform ermöglicht eine ganzheitlichere und nachhaltigere Auseinandersetzung mit der der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit, mit Humanismus und Reformation. Sie regt selbstgesteuertes Lernen in kooperativen Lernformaten an, ohne auf traditionelle Vermittlungsformen zu verzichten. Sie verortet Reuchlin in den Bildungsplaninhalten der Fächer Geschichte und Religion/Ethik und verbindet diese mit lokalgeschichtlichen Aspekten ebenso wie mit den Themen Wertevermittlung und Menschenrechte heute.

Zielgruppen sind alle Schüler und Schulklassen aller weiterführenden Schularten ab der Sekundarstufe 2. Der Besuch des Lernorts Museums Johannes Reuchlin mit digitalem Vermittlungsangebot befördert Wissens- und Kompetenzgewinn. In der Auftaktphase sind  Forscherklassen aus dem Reuchlin-Gymnasium und aus der Carlo Schmid Schule Kooperationspartner des Projekts.