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Resümee der Impfbusaktionen fällt gemischt aus: Extrem hoher Aufwand, durchwachsene Resonanz

Landesweite Aktionswoche #dranbleibenBW

Symbolbild Impfen

Die Stadt Pforzheim zieht ein gemischtes Resümee der Impfbusaktionen im Rahmen der landesweiten Impfaktionswoche #dranbleibenBW in der vergangenen Woche: Am vergangenen Freitag und Samstag, als der Impfbus im Pforzheimer Stadtteil Haidach Station machte, konnten insgesamt 105 Personen geimpft werden – 50 Personen am Freitag, 55 am Samstag. An beiden Tagen waren freiwillige Impfbotschafter im Stadtteil unterwegs und hatten für die Impfungen geworben; am Freitag waren diese sogar über mehrere Stunden hinweg von Haustür zu Haustür gezogen, um Menschen im direkten Gespräch zu überzeugen. „Wir haben alle Register gezogen“, sagt Oberbürgermeister Peter Boch. „Mehr geht fast nicht“. Zumal die Aktionen im Vorfeld auch durch Plakate auf dem Haidach und gezielte stadtteilbezogene Werbung in den sozialen Medien beworben wurden. Über eine vom Sozialministerium beauftragte Agentur wurden Videobotschaften von Testemonials produziert, die ebenfalls im Vorfeld gestreut wurden. Viele Bürgerinnen und Bürger hatten bei der Haustüraktion sehr freundlich reagiert, aber darauf verwiesen, bereits geimpft zu sein.

„Ich freue mich über jede Person, die sich impfen lässt“, bemerkt der Oberbürgermeister. „Allerdings zeigt sich, dass wir auch bei extremen Aufwand offenbar nur eine begrenzte Anzahl von Menschen motivieren können, sich impfen zu lassen. Das ist eine Erfahrung, die wir im gesamten Stadtgebiet machen.“ Das stimme sehr nachdenklich. Bei der Impfbusaktion auf der Wilferdinger Höhe hatten sich am vergangenen Mittwoch 69 Personen impfen lassen, ebenfalls bei großem Werbeeinsatz.

Der Leiter des Katastrophenschutzes, Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer, rechnet vor: „Pforzheim hinkt dem Landesschnitt beim Anteil der Erstimpfungen um etwa 10 Prozentpunkte hinterher. Um einen Prozentpunkt gut zu machen, braucht es 1.260 Erstimpfungen.“ Das seien immense Zahlen. Pforzheim habe zwar derzeit bei den Erstimpfungen wöchentlich prozentual etwas größere Zuwächse als andere Kreise. „Unterm Strich reicht das aber nicht aus, um deutlich aufzuholen.“ Oberbürgermeister Boch bittet daher nochmals alle Bürgerinnen und Bürger, die sich noch nicht haben impfen lassen, ernsthaft genau darüber nachzudenken. „Im Kreisimpfzentrum ist dies ohne Termin mit allen zur Verfügung stehenden Impfstoffen möglich.“ Die 7-Tages-Inzidenz liege in Pforzheim mit 7,9 im Vergleich zu anderen Stadt- und Landkreisen noch relativ niedrig. „Die Vergangenheit lehrt uns aber, dass auch in Pforzheim die Inzidenzen mit etwas Zeitverzögerung wieder ansteigen, wenn dies anderswo schon etwas länger zu beobachten ist“. Die beste Vorbeugung dagegen sei das impfen. „Wir müssen uns jetzt gegen eine mögliche vierte Welle wappnen. Ich möchte nicht wieder in ein Infektionsgeschehen hineinkommen wie im vergangenen Herbst bzw. Frühjahr “

Nächste Stationen des Impfbusses:

Auf die Wilferdinger Höhe, jeweils beim „Intersport Schrey“:
am Freitag, 30. Juli 2021 von 9.30 bis 18.30 Uhr und
am Samstag, 31. Juli 2021 von 9.30 bis 17.30 Uhr.


„mRNA-Impfstoffe“ jetzt ganztägig ohne Termin im Kreisimpfzentrum

Außerdem werden ab sofort im Kreisimpfzentrum ganztägig von Montag bis Samstag die begehrten „mRNA-Impfstoffe“ verimpft: von 8.30 bis 15 Uhr Johnson & Johnson und Biontech; Moderna und Astrazeneca kommen ab 15 zum Einsatz. Achtung: Pause zwischen 11.45 und 12.45 Uhr. Da ohne jedes Terminsystem gearbeitet wird, geht die Aktion solange der Impfstoff reicht und nachgeliefert wird. Bereits gebuchte Termine behalten ihre Gültigkeit; zeitliche Verkürzungen zwischen der Erst- und Zweitimpfung sind in Abhängigkeit von den aktuellen StiKo- Empfehlungen möglich.