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Pforzheim erhält zusätzliche 10.000 Impfdosen vom Land Baden-Württemberg

OB Peter Boch:“ Sonderkontingent soll ausschließlich genutzt werden, um mit dem Mobilen Impfteam gezielt Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt zu impfen“

Die Stadt Pforzheim erhält vom Land Baden-Württemberg zusätzliche 10.000 Dosen des Vakzins AstraZeneca, um damit gezielt die eigene Bevölkerung besser impfen zu können. Dies kündigte heute der Staatssekretär im Landessozialministerium, Prof. Dr. Uwe Lahl, in einer eigens dafür angesetzten Digitalkonferenz mit den Stadt- und Landkreisen an, in denen die Impfquoten in der eigenen Bevölkerung vergleichsweise niedrig ausfallen. Ziel des Landes sei es, durch diese zusätzlichen Dosen, die teils großen Unterschiede in den Impfquoten der Kreise spürbar zu verringern.

Bei Oberbürgermeister Peter Boch stößt der Vorstoß auf große Zustimmung: „Ich finde es sehr gut, richtig und wichtig, dass vom Sozialministerium nun ein solcher Vorstoß gemacht wird.“ Genau darum habe er in den vergangenen Tagen immer wieder gebeten. „Nun freue ich mich und bin dankbar, dass unsere Bemühungen erfolgreich gewesen sind und unsere besondere Lage vom Land erkannt wird“, so der Rathauschef weiter. Pforzheim hat in seinem Kreisimpfzentrum einen besonders hohen Anteil an Impfungen von Menschen, die aus der Region oder von noch weiter weg kommen; der Anteil der Pforzheimerinnen und Pforzheimer ist mit gut einem Drittel auch im Vergleich zu anderen Kreisimpfzentren relativ gering. Die Gründe dafür liegen zum Teil in der zentralen Lage Pforzheims zwischen Karlsruhe und Stuttgart, seiner gute Erreichbarkeit über die A8, seiner geographischen Einbettung im Enzkreis, aber auch in der Sozial- und Altersstruktur der Stadt begründet.

„Wir werden dieses Sonderkontingent ausschließlich dafür nutzen, um gezielt Bürgerinnen und Bürger aus Pforzheim zu impfen“, kündigt der Rathauschef nun an. Geplant seien ein Mix aus Sonderaktionen in den Stadtteilen und eine über freie Träger vermittelte Vergabe von Sonderkontingenten für Impfungen vor Ort im KIZ. Das sei die beste Möglichkeit, um die Impfquote in der eigenen Bevölkerung zu steigern. Bereits in der Vergangenheit habe man sehr gute Erfahrungen mit den Impfaktionen in den Sozialräumen und Stadtteilen gemacht. „Hier ist es uns sehr gut gelungen, auch Menschen zu impfen, die aus unterschiedlichen Gründen den Gang ins Kreisimpfzentrum von sich aus nicht machen.“ Pforzheim hat als eine der ersten Städte in Baden-Württemberg mobile Impfungen in den Sozialräumen angeboten. „Aus den guten Erfahrungen der bisherigen Aktionen in den Familienzentren und in den Ortsteilen können wir nun auf Baukastenplanungen zurückgreifen“, so Peter Boch weiter. Allerdings müsse man nun die ganz konkreten Liefertermine abwarten. „Die personellen und konzeptionellen Vorbereitungen laufen bereits.“