Zum Inhalte springen

Impfen leicht gemacht im Impfzentrum

"mRNA-Impfstoffe" jetzt ganztägig ohne Termin im Kreisimpfzentrum – Start: Freitag 8.30 Uhr

 

Symbolbild: Impfen jetzt ohne Termin

Impfen wird ab Freitag, 16. Juli im Pforzheimer Kreisimpfzentrum zum Kinderspiel: Ohne Termine werden ab sofort ganztägig, von Montag bis Samstag, die begehrten „mRNA-Impfstoffe“ verimpft. Das komplizierte und ungeliebte bisherige Anmeldeverfahren wird damit abgeschafft und deutlich vereinfacht. „Es wurde Zeit, dass endlich so viel ausreichend Impfstoff vorhanden ist, um das System auf einfache Beine zu stellen. Neben unseren vielfältigen niederschwelligen Angeboten beispielsweise in unseren Stadtquartieren ist das ein weiterer wichtiger Baustein hin zu einer erfolgreichen Impfkampagne“, so Oberbürgermeister Peter Boch. Zusätzlich zu dieser Neuerung sind weitere Sonderaktionen in Vorbereitung. Das könne der Impfkampagne nochmals einen neuen Schub verleihen. Ab 8.30 werden im KIZ bis 15 Uhr Johnson und Johnson und BionTec verimpft; Moderna und AstraZeneca kommen ab 15 Uhr bis 19.30 Uhr zum Einsatz. Achtung: Pause zwischen 11.45 und 12.45 Uhr. Diese Kombination wurde auch wegen der unterschiedlichen Behandlung der Impfstoffe gewählt. Da ohne jedes Terminsystem gearbeitet wird, geht die Aktion solange der Impfstoff reicht und nachgeliefert wird. Bereits gebuchte Termine behalten ihre Gültigkeit; zeitliche Verkürzungen sind in Abhängigkeit von den aktuellen StiKo- Empfehlungen möglich.

Bereits in den vergangenen Wochen wurden mit vielen Sonderaktionen in den Pforzheimer Familienzentren, bei Vereinen, in der Moschee, in den Ortsteilen und der Fußgängerzone, in der St.-Maur-Halle, mit dem Internationalen Beirat oder auch der Stadtmission niedrigschwellige und einfache Angebote gemacht. Ganz aktuell wird weiterhin diese Art von Terminen in den Stadtquartieren abgesprochen und vorbereitet. „Ganz konkret sind wir am Wochenende in Büchenbronn, in der kommenden Woche sind weitere Sonderaktionen beispielsweise in den Gewerbegebieten – am Mittwoch, 21. Juli, zwischen 9.30 Uhr und 18 Uhr beim „Intersport Schrey“ auf der Wilferdinger Höhe - , auch im Rahmen der Aktionswoche des Landes in Planung“, so der Leiter des Katastrophenschutzes Sebastian Fischer.

Im Zusammenhang mit der Aktionswoche des Landes steht auch eine Aktion auf dem Haidach an. Hier wird ein mobiles Impfzentrum in einem Bus der Feuerwehr für nächste Woche Freitag und Samstag in der Nähe des „Edeka- Marktes“ mit einem Impfangebot konkret an die dortige Bevölkerung eingerichtet. „Parallel werden wir im Vorfeld gemeinsam mit Unterstützung des Sozialministeriums Videobotschaften an die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils zum Impfen richten“, so OB Peter Boch. Darüber hinaus sei auch geplant, die Bewohner der Hochhäuser direkt Zuhause anzusprechen. In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Beirat und dem Bürgerverein werden Botschafter gemeinsam mit dem Oberbürgermeister die Hochhäuser aufsuchen. Dabei werden auch Flyer verteilt und auf die Impfmöglichkeit vor dem Markt hingewiesen. Weitere Aktionen werden in den kommenden Tagen und Wochen in der jeweiligen Landessprache auch für weitere Communities entstehen und in den Sozialen Medien platziert. „Uns ist kein Weg zu weit und kein Gedanke fremd – wir gehen zu den Menschen, um das Impfen so leicht wie möglich zu machen. Nur mit einem guten Impffortschritt können wir uns unsere Freiheiten zurückgewinnen“, so der Oberbürgermeister.

Insgesamt wurden bisher rund 75.000 Impfungen in Pforzheim durchgeführt – rund 62.000 Impfungen im KIZ und rund 13.000 Impfungen mit den Mobilen Teams. Im Kreisimpfzentrum wird bereits seit vier Wochen der Impfstoff AstraZeneca ohne Termin angeboten. Auch das ein spezielles Angebot an die Pforzheimer, doch: „Da muss man ganz ehrlich gestehen, dieser Impfstoff ist in der öffentlichen Diskussion umstritten“, heißt es aus dem Rathaus. Sollte sich die Situation bei diesem Impfstoff nicht ändern, wird er rechtzeitig und deutlich vor dem Ablaufdatum über das Land an den Bund zurückgegeben und an anderer Stelle angeboten und eingesetzt. Neuen Schub erwartet auch er von dem neuen Angebot „Impfen ohne Termin“: „Das ist jetzt der Punkt, an dem es den Impfwilligen extrem leicht gemacht wird; noch dazu mit einem Impfstoff aus dem mRNA- Segment, der von den Menschen angenommen wird“, so Fischer. Bewegung scheint auch dringend nötig, denn nach wie vor steht man landesweit bei der Impfquote im Vergleich nicht gut da. Unterstützung kommt aktuell auch vom Land: „gemeinsam mit unseren Kommunikationsleuten und den Fachleuten aus dem Land haben wir die Situation offen analysiert. Ein Ergebnis war tatsächlich: Wir machen bereits sehr viel in Pforzheim“, so der Leiter der städtischen Kommunikation, Michael Strohmayer. Insbesondere die Aktionen vor Ort oder die Versuche niedrigschwellig bestimmte Gruppen zu erreichen, wurden sehr positiv gewürdigt. Aber es geht weiter und die nächsten Aktionen stehen unmittelbar bevor. Erneut sei man mit den Familienzentren, der Hochschule und der IHK im Gespräch, der Bedarf werde aktuell aber unterschiedlich eingeschätzt.