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Trotz breiter regionaler Unterstützung: Pforzheim kommt bei zweiter Staffel des Förderprogramms "Smart Cities" nicht zum Zuge

OB: „Diese Entscheidung ist völlig unverständlich“

Pforzheim ist auch in der zweiten Runde des Förderprogramms „Smart Cities“ der Bundesregierung nicht zum Zuge gekommen, trotz einer breiten regionalen Unterstützung der Bewerbung. Die Entscheidung wurde heute vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat bekannt gegeben. „Ich bin tief enttäuscht, dass es auch beim zweiten Versuch nicht geklappt hat“, so Oberbürgermeister Peter Boch. „Diese Entscheidung ist für mich völlig unverständlich.“ Natürlich gönne er es allen Städten, die nun eine Förderung erhalten und gratuliere diesen. Allerdings sei nicht nachvollziehbar, dass die spezielle wirtschaftliche, strukturelle und finanzielle Situation Pforzheims bei der Auswahl der zu fördernden Städte keine Berücksichtigung gefunden habe. Zumal Pforzheim eine gute Bewerbung „mit einer breiten regionalen Unterstützung von den Landkreisen, der Wirtschaft, aus Forschung und Wissenschaft sowie von regionalen Institutionen und Einrichtungen“ auf die Beine gestellt habe.

„Wir werden jetzt das Gespräch mit den Födergebern suchen, um die Gründe zu evaluieren, warum Pforzheim keine Förderung erhalten hat“, so der Rathauschef weiter. Mit Blick auf künftige Förderrunden hoffe er auch weiterhin auf die tatkräftige Unterstützung der Bundestagsabgeordneten. Mit dem Digitalisierungsbeauftragten Kevin Lindauer ist er sich einig, dass der eingeschlagene Weg zur Smart City der richtige ist: „Die Priorität ist an dieser Stelle absolut richtig gesetzt.“ Das habe nicht zuletzt die Corona-Krise deutlich gemacht. Man werde den eingeschlagenen Weg mit Hochdruck fortsetzen.

Am heutigen Dienstag wurden die ausgewählten 32 Projekte der zweiten Staffel der „Modellprojekte Smart Cities“ bekanntgegeben. Diese werden mit über 350 Millionen Euro gefördert. Die Bundesregierung hatte im Rahmen des im Juni 2020 beschlossenen Konjunktur- und Zukunftspakets eine Aufstockung des Programmes um 500 Millionen Euro auf 820 Millionen Euro beschlossen.