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25. Juli 2017: Neues Büro für die Innenstadt

„Kurs Innenstadt“: Neues Büro für die Innenstadt in der Östlichen 9 startet mit Ausstellung zur Innenstadt-Ost und zur Neugestaltung der Fußgängerzone

„Wir alle wünschen uns eine Innenstadt, die ein urbanes Zentrum für die Stadt darstellt und gleichzeitig Anziehungspunkt für die Region ist“, so Bürgermeisterin Schüssler. „Auf welchen Wegen sich diese Vision erfüllen lässt, darüber wollen wir im neuen Büro informieren und diskutieren.“ Themen seien hier die gebaute, die gelebte und die zukünftige Innenstadt.

Den Auftakt bildet eine Ausstellung mit Modellen und Plänen der derzeit drei bestplatzierten Wettbewerbsbeiträge zur Innenstadt-Ost sowie der Neugestaltung der Fußgängerzone im Jahr 2018. Beide Themen stehen im Kontext zum Leitbild Innenstadt.

„Unsere Innenstadt hat eine ganz eigene Charakteristik und vielfältige Funktionen“, erläutert Baubürgermeisterin Schüssler. Daraus würden sich wiederum vielfältige Fragen ableiten, die Antworten erforderten: „Welche Funktionen hatte die Innenstadt in der Vergangenheit, was hat ihr genutzt, was hat ihr geschadet? Für welche Funktionen ist die Innenstadt geeignet, wo hat sie einen wichtigen Nutzen? Welche Funktionen sind unzeitgemäß und überholt? Welche Funktionen soll und muss die ‚Mitte‘ heute für eine zeitgemäße Großstadt des 21. Jahrhunderts erfüllen? Was bedeutet ‚urban sein‘ für Pforzheim?“ All diese Fragen würden im neuen „Büro für die Innenstadt“ aufgegriffen und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert, so die Baubürgermeisterin weiter.

Das Büro solle also ein Ort der Begegnung und des Austauschs über die Entwicklung der Innenstadt werden. Dazu dienen feste Öffnungszeiten mit Sprechstunden und kleinere Aktionen, die jeweils vorab angekündigt werden.

Ab dem 28. Juli ist das Büro regelmäßig donnerstags von 14 bis 18 Uhr und freitags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Eine weitere Ausweitung der Öffnungszeiten auf die ganze Woche ist angedacht beziehungsweise in Vorbereitung.

27. Juni 2017: Drei Bieter für nächste Dialogphase

Der Gemeinderat hat entschieden: Wettbewerblicher Dialog geht mit drei Bietern in die nächste Phase

Der Gemeinderat hat in nicht-öffentlicher Sitzung den Weg freigemacht für die Fortsetzung des Projekts Innenstadtentwicklung-Ost. Damit sind die drei bestplatzierten Wettbewerbsbeiträge im bisherigen Wettbewerblichen Dialogverfahren nun zugelassen für die sogenannte Dialogphase 3. Die Beiträge der drei Bieter finden Sie hier im Abschnitt "Wettbewerbsbeiträge".

Ursprünglich hatten sich sieben Bieter auf die EU-weite Ausschreibung im Februar 2015 beworben und an den bisherigen Dialogphasen 1 und 2 teilgenommen. Teil der komplexen Aufgabenstellung ist es dabei, städtebaulich-architektonische Lösungsvorschläge für eine Neugestaltung der östlichen Innenstadt rund um das Rathaus zu erarbeiten. Zusätzlich müssen die Bieter erläutern, wie sie sich die künftige Nutzung, den künftigen Betreiber- und nicht zuletzt auch die Einzelhandelsnutzung vorstellen. Auf einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern soll ein Mischquartier aus Wohnen, Handel und Gastronomie, Kinderbetreuung, Arbeitsflächen (u.a. für Kreativberufe, Dienstleistung, Verwaltung) sowie Kultur entstehen. Im Norden daran schließt sich ein zweites Baufeld – das Wohnen am Schloßberg - an, das im nächsten Schritt entwickelt werden soll.

In der nun folgenden Dialogphase 3 haben die Bieter die Möglichkeit, ihre Planungen zu vertiefen und die ergänzenden Hinweise und Empfehlungen der Jury umzusetzen. Im September/Oktober sollen die dann vorliegenden Angebote nochmals von Jury und Projektbeirat zur Stellungnahme vorgelegt werden. Schon bald werden die drei verbliebenen Wettbewerbsbeiträge der Öffentlichkeit vorgestellt, auch wenn es sich – und das ist wichtig – zunächst mal nur um vorläufige Zwischenergebnisse handelt. Herr des Verfahrens bleibt bis zum Schluss der Gemeinderat.

Was ist das übergeordnete Ziel von Innenstadt-Ost?
Ausdrücklich geht es nicht um die Entwicklung eines großen Shopping-Centers, sondern um kleinteilige Bebauung aus Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie und Arbeitsflächen. Dafür soll der Gebäuderiegel östlich vom C&A (bis zur Kreuzung Deimlingstraße/Schloßberg) einer neuen Bebauung weichen und auf dem Rathaushof die Lücke zwischen Technischem Rathaus und Stadtbibliothek baulich geschlossen werden. Auch das Technische Rathaus selbst würde – so sehen es alle Wettbewerbsbeiträge vor - abgerissen und neu bebaut werden. Zwischendrin werden neue Freiräume, Plätze und Gassen entstehen, die zum Verweilen einladen sollen. 

26. Oktober 2016: Kosten offengelegt

Ausgaben in Höhe von 29,5 Millionen stehen Einnahmen von 20,5 Millionen gegenüber

Hinter diesem Arbeitstitel "Innenstadtentwicklung-Ost" verbirgt sich die Entwicklung eines Mischquartiers im östlichen Bereich der Fußgängerzone bestehend aus Wohnungen, Büroflächen, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie sowie eines neuen Wohnquartiers am Schlossberg. In einer öffentlichen Vorlage wurden jetzt alle Kosten genannt und erläutert: Nettokosten von 9 Millionen sind eingeplant. Dabei stehen vorgesehene Ausgaben in Höhe von 29,5 Millionen Einnahmen von 20,5 Millionen gegenüber. Mehr Infos finden Sie hier.

10. Oktober 2016: Erfahrungsaustausch

Oberbürgermeister Gert Hager, Bürgermeisterin Sibylle Schüssler sowie Vertreter aus den Bereichen Städtebau und Stadtplanung besuchen die Städte Frankfurt am Main und Hanau

Am 10. Oktober besuchten Oberbürgermeister Gert Hager, Bürgermeisterin Sibylle Schüssler sowie Vertreter aus den Bereichen Städtebau und Stadtplanung die Städte Frankfurt am Main und Hanau. In Frankfurt besichtigten die Teilnehmer die Baustelle des neu entstehenden DomRömer-Quartiers und tauschten sich mit der Projektverantwortlichen Marion Spanier-Hessenbruch aus. In Hanau berichteten Oberbürgermeister Claus Kaminsky sowie Martin Bieberle, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, über die Neugestaltung der Hanauer Innenstadt. Insbesondere über interne Prozesse, Bürgerbeteiligungsverfahren und das wettbewerbliche Dialogverfahren in Hanau, das dem Verfahren für den Bereich Innenstadt-Ost in Pforzheim gleicht, konnten die Teilnehmer viele nützliche Informationen mit in die Goldstadt nehmen. Die direkten und indirekten Auswirkungen einer Umgestaltung auf die Entwicklung der Innenstadt konnten live vor Ort beobachtet werden und machten Mut für die weiteren Planungen des Projekts Pforzheim-Mitte.

13. November 2015: Werbeanlagensatzung

Mit der Gestaltungs- und Werbeanlagensatzung sollen Fassaden und Werbeanlagen attraktiver werden

„Zwar gibt es viele schöne Gebäude, die den Optimismus und die Leichtigkeit der 50er-Jahre versprühen“, erläutert Bürgermeister Alexander Uhlig bei einem Pressegespräch vor Ort. Doch viele ursprünglich gut gestaltete Gebäude seien im Lauf der Zeit unter An- und Umbauten versteckt oder mit Werbeanlagen überfrachtet worden. „Die vorhandenen Qualitäten der Nachkriegsarchitektur werden kaum erkannt und nur wenig geschätzt“, so Uhlig weiter.

Daher möchte die Stadt die Eigentümer und Gewerbetreibenden bei der Aufwertung ihrer Fassaden unterstützen. Damit die vielen Maßnahmen an den einzelnen Gebäuden sich nach und nach zu einem ansehnlichen Gesamtbild ergänzen können, wurde unter Beteiligung der Betroffenen ein Fassadenkonzept erarbeitet. „Es zeigt anschaulich und eindrucksvoll, was für ein Potenzial in unserer Innenstadt steckt“, findet der Dezernent. Durch gute Beispiele und anschauliche Bilder sollen Hauseigentümer, Händler und Gastronomen zudem motiviert werden, ihre Fassaden und Werbeanlagen attraktiver zu gestalten.

Die Gestaltungs- und Werbeanlagensatzung gibt dafür den rechtlichen Rahmen vor und verhindert gestalterische „Ausreißer“. Um das Fassadenkonzept umzusetzen, plant die Stadt eine bessere Beratung der Bauherren. In einem nächsten Schritt wird zudem eine finanzielle Förderung von Bauvorhaben angestrebt.

Am 2. Dezember 2015 wird der Planungs- und Umweltausschuss die Gestaltungs- und Werbeanlagensatzung vorberaten.

9. Oktober 2015: Expo Real 2015

Erfolgreicher Messeauftritt der Stadt Pforzheim bei der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real

An allen drei Messetagen hatte der WSP einen gefüllten Terminplan und knüpfte an die erfolgreichen Gespräche der Vorjahre an, wobei sich die Inhalte konkretisierten. Dabei wurden mit zahlreichen Gesprächspartnern mögliche Projektierungen in den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, Handel, Büro und Wohnen thematisiert. Auch Ansiedlungen produzierender Unternehmen auf den noch wenigen verfügbaren Flächen im Gewerbegebiet Buchbusch und gewerbliche Bestandsimmobilien, unter anderem im Brötzinger Tal, waren Inhalte von Gesprächen am WSP-Messestand.

Zu einem Standevent zum Messeauftakt hatte die Stadt Pforzheim bei der dreitägigen Expo Real Entscheidungsträger der Immobilienszene an den Pforzheimer Messestand eingeladen. Oberbürgermeister Gert Hager eröffnete gemeinsam mit WSP-Direktor Oliver Reitz und Michael Wolf vom Amt für Stadtplanung das Messeevent „Talk & Törtchen“ am Messestand der Stadt Pforzheim. Neben dem Thema Pforzheim-Mitte und den damit verbundenen Vorhaben in der Innenstadt informierte das Trio über die Entwicklung von Hotelstandorten sowie über die zukünftige Gewerbeflächenentwicklung in Pforzheim.

Vertreter des Wirtschaftsförderungsausschusses, die am Montag gemeinsam zum Messebesuch nach München angereist waren, überzeugten sich von dem Interesse an den Pforzheimer Immobilienprojekten. Insgesamt führte das Team der Stadt Pforzheim eine Vielzahl an Gesprächen am Messestand, in welchen sowohl bestehende Kontakte vertieft wurden als auch neue Interessenten für Investitionen auf Pforzheim aufmerksam gemacht werden konnten. „Erfreut waren wir über den an allen drei Tagen konstant hohe Frequenz am Pforzheimer Messestand und die Vielfalt und Qualität der Ansiedlungs- und Investitionsanfragen“, so Reitz.

5. August 2015: Europaweite Ausschreibung

Wettbewerblicher Dialog wird jetzt europaweit ausgeschrieben

Selten standen die Chancen in den letzten Jahrzehnten so gut wie am 5. August 2015, um die Innenstadt Pforzheims nachhaltig und positiv zu verändern. Das, was so sperrig „Wettbewerblicher Dialog Pforzheim Mitte- Bekanntmachung im EU-Amtsblatt“ heißt, bedeutet im Kern den Startschuss für eine europaweite Investorensuche zur Neugestaltung der östlichen Innenstadt rund um das Rathaus. Dabei geht es zunächst um ein Mischquartier am Rathaus mit rund 10.000 Quadratmetern Fläche und ein zweites Baufeld, dem Wohnen am Schlossberg. Jahrelange und detaillierte Vorarbeit mündet jetzt in einem sehr formalen europaweiten Verfahren: „Wir richten heute das Signal an interessierte Investoren in ganz Europa, dass sich in der Pforzheimer Innenstadt etwas bewegt. Unsere Innenstadt soll attraktiver werden, ein eigenes Flair entwickeln und Erlebnisse bieten. Es besteht ein breiter Konsens von Politik, Anliegern und Bürgerschaft in dieser Angelegenheit“, unterstreicht Oberbürgermeister Gert Hager. Genau wie die anderen Redner im Rahmen eines Pressegesprächs beschreibt Gert Hager die Chancen für die Weiterentwicklung der Stadt, „die der Auslöser für eine prosperierende und zukunftsfähige Innenstadt sein werden“.

Für die östliche Innenstadt rund um das Rathaus beabsichtigt die Stadt Pforzheim eine städtebauliche Entwicklung mit Einzelhandel, Gastronomie, Wohnen und Dienstleistung durchzuführen. Zwei Baufelder (Mischquartier und Wohnen) mit vielerlei Schnittstellen lassen ein städtebauliches Gesamtkonzept erwarten. „Die Stadt Pforzheim erwartet im Rahmen dieses wettbewerblichen Dialogs möglichst optimale Lösungsvorschläge der Bieter im Sinne einer nachhaltigen Stadt- und Gebäudeplanung“, so Manfred Rudolph, Leiter des Amtes für Stadtplanung, Liegenschaften und Vermessung. Die Innenstadt soll damit als Zentrum gestärkt und wichtige Entwicklungsimpulse gesetzt werden. Handel, Gastronomie, Verwaltung, Wohnen- diese verschiedenen Funktionen sollen gut gemischt zu einer neuen Lebendigkeit und Vielfältigkeit in der Stadt führen. Aufenthaltsqualität soll gesteigert und ein neues, ein besonderes Flair in der Innenstadt erzeugt werden. „Am Ende reden wir von nicht mehr und nicht weniger als von Stadtreparatur, dem Stadtumbau von der autogerechten zur urbanen Stadt und von einer neuen positiven Grundhaltung der Pforzheimer zu ihrer Stadt“, so Stadtplaner Michael Wolf.

Pforzheim-Mitte ist das Maß
Man könnte es gedanklich durchaus bei dem jetzt angestrebten Investorenwettbewerb belassen. Und in der Tat: Hier gibt es genug zu tun. Doch hinter dem Begriff Pforzheim-Mitte steckt deutlich mehr: Verkehrskonzept, Einzelhandelskonzept, Städtebauliche Rahmenplanung, Leitbild und Nutzungskonzept- Überlegungen für die Innenstadt, die davon zeugen, wie intensiv Verwaltung und Politik in den vergangenen Jahren sich mit der Stadt und ihren Bedürfnissen auseinander gesetzt haben. Den Stadtvätern und -müttern geht es um ein Gesamtkonzept; wenig soll dem Zufall überlassen bleiben. Es geht also um mehr als "nur" die Innenstadtentwicklung-Ost: Ein Leitbild Innenstadt und das dazugehörige Nutzungskonzept, das unter breiter Beteiligung der Bürgerschaft und Fachplanern entstand und gemeinsam mit dem Gemeinderat derzeit fertiggestellt wird. In diesem Leitbild sind die räumlichen und nutzungsbezogenen Leitlinien für die zukünftigen Entwicklungen der Innenstadt abgebildet – es geht um die Fußgängerzone, um Stadtboulevard, Flussufer, Stadtachse, Kulturachse, Kreativachse und um Gassen und Höfe.

Kurzum: Ein Konzept für die gesamte Innenstadt, das wie ein Puzzle - Teilchen in Teilchen - greift. Doch Achtung: Wer jetzt davon ausgeht, dass bereits morgen alles anders wird, dem muss gesagt sein: solche gewaltigen Prozesse benötigen Zeit. "Mit dem heutigen Tag sind wir auf unserem Weg zur durchgreifenden Umgestaltung der Innenstadt Pforzheims einen großen Schritt nach vorne gegangen. Im Vergleich zu anderen Städten, die ähnliche Projektionen bewegt haben, sind wir schnell, sogar sehr schnell unterwegs", ist sich Oberbürgermeister Hager sicher. Er weiß die große Mehrheit des Pforzheimer Gemeinderates hinter sich in dem Bestreben: Pforzheim soll attraktiver werden- gerne auch "schneller schöner".