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Veranstaltungen

Hier finden Sie unsere Veranstaltungsreihen und jährlich stattfindende Veranstaltungen:

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    Vergangene Veranstaltungen

    Hier finden Sie Berichte zu den vergangenen Veranstaltungen des Jahres 2021

    Seminarreihe "Finanzbildung für Frauen"

    In Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten des Enzkreises bot Susanne Brückner im Oktober und November die online Seminarreihe "Finanzbildung für Frauen" an. Studien zeigen, dass Frauen im Durchschnitt über eine geringere finanzielle Bildung als Männer verfügen. Finanzkompetenz ist jedoch eine wichtige Grundlage für finanzielle Unabhängigkeit - und hier setzte die Seminarreihe an: Interessierten Frauen aus Pforzheim und dem Enzkreis wurde Wissen rund um Finanzthemen vermittelt, das sie dazu befähigen soll, selbstbestimmte Finanzentscheidungen zu treffen. 

    An drei Terminen führte die Referentin, Vermögensberaterin Simone Bußmann, die Teilnehmerinnen in unterschiedliche Finanzthemen ein. Im ersten Modul "Ohne Moos nix' los. Einstieg in die Finanzwelt" gab es eine erste Einführung in verschiedene Formen der Geldanlage (Sparbuch, Aktien, Fonds, ETF, etc.) und zahlreiche praktische Beispiele und Tipps. Das zweite Modul "Börse für Frauen" vertiefte das Thema Börse und die Teilnehmerinnen erfuhren, wie Aktienhandel funktioniert, welche Anlagestrategien es gibt und wie man konkret ein Depotkonto eröffnet und Aktien kauft. Im letzte Modul "Nachhaltige Geldanlage" ging es dann um nachhaltige Investmentfonds und Simone Bußmann erläuterte, welche Bewertungsmethoden ESG-Fonds zugrunde liegen und auf welchen Anlagegrundsätzen sie basieren. 

    Von welch großer Relevanz das Thema Finanzbildung und Vorsorge ist, zeigte die positive Resonanz. Rund 80 Teilnehmerinnen schalteten sich bei den Seminaren jeweils zu und lauschten den Ausführungen und Tipps von Simone Bußmann. 

    Filmabend "In Search..."

    Im Jahr 1999 wurde der 25. November durch die Vereinten Nationen zum "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" ausgerufen. Hintergrund für die Initiierung des Aktionstags war die Entführung, Vergewaltigung, Folterung und Ermordung der Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik im Jahr 1960. Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen organisieren bereits seit den 1980er Jahren am 25. November alljährlich Veranstaltungen, um auf die Einhaltung der Menschenrechte von Frauen aufmerksam zu machen.   

    Auch in Pforzheim finden in jedem Jahr zu diesem Anlass verschiedene Aktionen und Veranstlaltungen statt, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen und für die Beendigung zu kämpfen. In diesem Jahr setzte die Gleichstellungsbeauftragte das Schwerpunktthema weibliche Genitalverstümmelung (FGM) und lud am Vorabend des weltweiten Aktionstags in Kooperation mit dem Kommunalen Kino Pforzheim zu ein Filmabend mit anschließendem Filmgespräch ein.

    Gezeigt wurd der autobiographische Dokumentarfilm „In Search…“. In diesem Film verarbeitet Regisseurin Beryl Magoko ihre eigenen Erfahrung mit weiblicher Genitalverstümmelung und nimmt das Publikum bei der Entscheidungsfindung über die Inanspruchnahme einer rekonstruktiven Operation mit. In sehr bewegenden und persönlich-intimen Bildern spricht Magoko mit anderen betroffenen Frauen und reist in ihre Heimat Kenia, wo sie auch mit ihrer Mutter das Gespräch sucht. 

    Für eine Frage- und Diskussionsrunde im Anschluss an die Filmvorführung war Regisseurin Beryl Magoko anwesend. In einem moderierten Austausch konnten die Zuschauerinnen und Zuschauer Fragen stellen. Viele der Anwesenden zeigten sich sehr betroffen und zugleich beeindruckt von dem Mut Magokos, so offen über ihre traumatisierenden Erfahrungen zu sprechen. 

    Nach der Diskussionsrunde nutzte Susanne Brückner die Gelegenheit, das neu gegründete Netzwerk FGM vorzustellen, in dem seit Februar 2021 mittlerweile rund 30 Mitglieder aus Pforzheim und dem Enzkreis zu dem Thema weibliche Genitalverstümmelung zusammenarbeiten.

    Frauenwirtschaftstag

    Wie in jedem Jahr veranstaltete das Land Baden-Württemberg auch diesen Oktober die Frauenwirtschaftstage. Verschiedene landesweite Veranstaltungsformate sollten die Forderung nach gleichberechtigter Beteiligung von Frauen am Erwerbsleben und in der Wirtschaft unterstützen. Das übergeordnete Schwerpunktthema in diesem Jahr war dabei „Ch@llenge Vereinbarkeit!“.

    In Pforzheim hatte der Arbeitskreis FRAU und BERUF am 13. Oktober zu einem Vortrag mit Professorin Katharina Kilian-Yasin ins Reuchlinhaus geladen. Unter dem Titel „Wirksam durch bewegte Zeiten – Werte als Basis für innovativen Wandel“ sprach die Studiengangsleiterin für Wirtschaftsingenieurwesen International und Ethikbeauftragte der Hochschule Pforzheim über den gesellschaftlichen Umgang mit Veränderungen. „In Zeiten der Corona-Pandemie waren und sind wir alle mit Veränderungen konfrontiert, aber auch global haben wir große Umwälzungen zu bewältigen – man denke an Klimawandel, Digitalisierung oder die Gestaltung fairer Handelbeziehungen“, so Kilian-Yasin. „Ich bin überzeugt: Wir müssen uns mehr denn je darüber verständigen, wie wir diesen Herausforderungen als Gesellschaft begegnen wollen und dabei wertebasiert und fair miteinander umgehen.“ Dabei betonte sie in ihrem Vortrag einerseits gesellschaftliche Verwobenheit: „Wer nur für sich selbst ein gutes Leben anstrebt, wird auch erleben, dass es davon abhängt, wie es anderen geht.“ Andererseits macht sie aber auch die Wirksamkeit des Individuums deutlich: Denn getroffene Entscheidungen des Einzelnen hätten immer auch Einfluss auf die Entscheidungen Anderer. Daraus folgert sie: „Gutes Leben für sich selbst kann man mit einem Beitrag für gutes Leben der Gemeinschaft und der Welt verbinden.“

    Der Vortrag kam bei den rund 40 Gästen äußerst gut an und löste im Anschluss eine rege Diskussion aus. Die musikalische Begleitung durch das Saxophonquartett „Balanced Action“ und der Austausch bei einem kleinen Imbiss und Getränk rundeten den Abend ab.

    Aktionswoche Sexuelle Selbstbestimmung

    Rund um den „Safe Abortion Day“ – einem internationalen Aktionstag für einen sicheren und legalen Zugang zum Schwangerschaftsabbruch – fand in Pforzheim eine Aktionswoche zur sexuellen Selbstbestimmung statt. Seit 150 Jahren werden Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland durch den § 218 StGB kriminalisiert und die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen massiv eingeschränkt. Die Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswoche sollten für das Thema sensibilisieren und einen Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte in Pforzheim liefern.

    Am 28. September wurde in Kooperation mit Pro Familia Pforzheim, der Diakonie Pforzheim und dem Kommunalen Kino der Film „Niemals Selten Manchmal Immer“ gezeigt. Das Filmdrama der Regisseurin Eliza Hittman handelt von der 17-jährigen Autumn, die ungewollt schwanger wird und für einen selbstbestimmten Abbruch der Schwangerschaft kämpfen muss. Vor der Filmvorführung führten Regine Arlt (Pro Familia Pforzheim) und Gerlinde Meijer (Diakonie Pforzheim) in das Thema ein und gaben einen Überblick zur Rechtslage in Deutschland sowie zur Hilfs- und Versorgungsstruktur in Baden-Württemberg.

    Am 30. September haben wir den Blick von der Situation in Baden-Württemberg und Deutschland um eine Perspektive auf sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte weltweit ergänzt. Dazu konnten wir Dr. Maike Voigt von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) für einen online Vortrag mit dem Titel „Meine sexuelle Gesundheit steht nicht (mehr) zur Debatte?“ gewinnen. Ihr Vortrag lieferte einen historischen Überblick über die internationale Debatte zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten (SRGR). Dabei ging sie auch auf die wichtigsten internationalen Menschenrechtsvereinbarungen ein und lieferte anhand von aktuellen Daten zu Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda einen Einblick in die Umsetzung von zivilgesellschaftlichen Projekten zu SRGR in Ostafrika. 

    Digitale Gewalt gegen Frauen und Mädchen

    Am 16. Juni fand eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Digitale Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ statt. Die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Brückner begrüßte die rund 50 Teilnehmenden aus Fachkräften und interessierter Öffentlichkeit. 

    Zunächst gab Nicole Najemnik, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie, in ihrem Vortrag einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu digitaler Gewalt gegen Frauen und Mädchen und zeigte die verschiedenen Formen und Ausprägungen digitaler Gewalt auf.

    Dirk Schäfer, Polizeihauptkommissar im Referat Prävention des Polizeipräsidiums Pforzheim, erläuterte im Anschluss Möglichkeiten der Prävention und des technischen Selbstschutzes und gab einen Einblick in die Kriminalstatistik für Pforzheim.

    Zum Abschluss schilderte Angela Blonski, Geschäftsführerin von Lilith e.V. Pforzheim, die Erfahrungen im Umgang mit sexualisierter digitaler Gewalt aus Sicht einer Fachberatungsstelle.

    Frauen mit Behinderung besser vor Gewalt schützen!

    Am 29. April hatten die beiden Inklusionsbeauftragte sowie die beiden Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Pforzheim und des Enzkreis zur gemeinsamen Online-Veranstaltung "Frauen mit Behinderung besser vor Gewalt schützen!" eingeladen. 

    Martina Puschke, vom Verein "Weibernetz e.V.", war als Referentin anwesend. In ihrem Vortrag ging es um das Vorkommen von Gewalt bei Frauen und Mädchen mit Behinderung, die rechtlichen Verpflichtungen zum Gewaltschutz sowie konkrete Gewaltschutzmaßnahmen. Der Vortrag war in einfacher Sprache und wurde - wie die gesamte Veranstaltung - in Gebärdensprache übersetzt.  

    Wirtschaft neu denken

    Der internationale Aktionstag „Equal Care Day“ – begangen am 29. Februar bzw. 1. März – möchte auf den geringen Stellenwert und die mangelnde Wertschätzung von Care-Arbeit aufmerksam machen.

    Zu diesem Anlass hatten die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Pforzheim und des Enzkreises, Q-Prints&Service gGmbH sowie die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis FRAU und BERUF Pforzheim Enzkreis am 1. März 2021 zu einem Online-Vortrag mit Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe eingeladen.

    Unter dem Titel „Wirtschaft neu denken! Warum wir endlich eine carezentrierte Ökonomie brauchen…“ sprach die Soziologin und Ökonomin über den Gender-Care-Gap, analysierte den Zusammenhang zwischen unbezahlter Sorgearbeit und unserem Wirtschaftsystem und zeigte Visionen für eine gerechtere Zukunft auf.