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Luisa ist hier

„Luisa“ ist ein Hilfsangebot für Frauen in der Partyszene.

Mit der Frage „Ist Luisa hier?“ können sich Frauen an das Personal der beteiligten Gastronomien wenden, wenn sie sich unsicher, unwohl und bedrängt fühlen. Dann erhalten sie schnelle und diskrete Hilfe. Das geschulte Thekenpersonal bietet vor allem einen Rückzugsort an, um das weitere Vorgehen in aller Ruhe zu besprechen. Dabei entscheidet die Frau selbst, welche Hilfemöglichkeit sie in Anspruch nehmen möchte, z.B. ein Taxi, Freunde/Freundinnen oder die Polizei rufen. 

Erster Bürgermeister Dirk Büscher ist Schirmherr der Kampagne. Projektinitiatorin und Koordinatorin ist die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pforzheim, Susanne Brückner.

Hintergrund

Das Projekt ist Teil der Präventionskampagne "SICHER FEIERN", die vom Frauen-Notruf Münster e.V. im Jahr 2016 initiiert wurde. Bis Ende 2018 haben in Deutschland über 50 Kommunen dieses Konzept übernommen und umgesetzt. 

Der Frauen-Notruf e.V. Münster hat über soziale Medien von einer ähnlichen Aktion in England erfahren. Dort lief eine Kampagne unter dem Namen “#Ask for Angela“, bei der Frauen ein Weg aus unangenehmen Tinder-Dates geschaffen werden sollte. Die Mitarbeiterinnen des Frauen-Notrufs e.V. haben daraufhin die Kampagne anhand der Bedarfe in Münster modifiziert, das Konzept entwickelt und Materialien dazu entworfen. In Münster läuft die Luisa-Kampagne seit Dezember 2016.

In Pforzheim begann die Umsetzung der Kampagne mit einer Kick-Off-Veranstaltung für die Gastronomie und den Eventbereich im Mai 2019. Daraufhin fanden ab Juli Schulungen statt: Der Verein Lilith e.V. und pro familia erarbeiteten ein Konzept und führten die Schulungen mit dem Personal der beteiligten Gastronomiebetriebe durch. Der offiziellen Kampagnenstart im November 2019 wurde mit einem "Thekengespräch" unter Anwesenheit des Schirmherrn Bügermeister Dirk Büscher begangen. Geladen waren Gäste aus Gastronomie, Politik und Verwaltung. 

Nach den coronabedingten Einschränkungen nimmt das Projekt seit Anfang 2022 wieder Fahrt auf: Seit 2023 ist das Projekt erstmals auf Großveranstaltungen in Pforzheim vertreten. Den Beginn machte die Barparade im Mai, gefolgt vom Schlossberg Open im Juni. Die Gastronomien vor Ort waren Ansprechpartner für "Luisa". Die Veranstaltungsteams leisteten wertvolle Unterstützung, sodass am Ende Hunderte von Besucherinnen und Besuchern auf das Hilfsangebot aufmerksam wurden, unter anderem durch die Verteilung kleiner Handzettel. Im August 2023 war "Luisa ist hier" auf dem Oechsle Fest präsent. Die Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuz (DRK) und das Sicherheitspersonal waren die Ansprechpartner für "Luisa". Es ist geplant, dass "Luisa" auch zukünftig auf Großveranstaltungen in Pforzheim vertreten sein wird, darunter auch das Oktoberfest im Herbst.

Beteiligte Gastronomien, Veranstalter und Verbände

Burgerheart Pforzheim
Schlossberg 16
75175 Pforzheim
Die Apo-Theke
Östliche Karl-Friedrich-Str. 35         
75175 Pforzheim
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Pforzheim Enzkreis
Kronprinzenstr. 22
75177 Pforzheim
Enchilada
Schloßberg 20
75175 Pforzheim
Flash Club
Mannheimer Str. 17
75179 Pforzheim
Lehner's Wirtshaus
Schlossberg 16
75175 Pforzheim
Ozon
Bahnhofplatz 2
75175 Pforzheim
Sägewerk
Östliche Karl-Friedrich-Str. 11
75175 Pforzheim
salt&pepper
Östliche Karl-Friedrich-Straße 35
75175 Pforzheim
The Irish Pub
Zehnthofstraße 5-7
75175 Pforzheim
VIVO Bar & More
Bahnhofsplatz 1
75175 Pforzheim

Großveranstaltungen

Barparade
Mai 2023
Schlossberg Open
Juni 2023
Oechsle Fest
August 2023
Oktoberfest
Oktober 2023

Projektstruktur

Die Gesamtkoordination und die Projektverantwortung liegt bei der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Pforzheim, Susanne Brückner. Schirmherr des Projekts ist Erster Bürgermeister Dirk Büscher.

Der Verein Lilith e.V. und pro familia sind Kooperationspartner: Sie haben ein Konzept für die Schulung des Personals der beteiligten Gastronomiebetriebe erarbeitet und führen die Schulungen durch. Die Mitglieder der AG Prävention von sexueller Gewalt begleiten und unterstützen die Kampagne in Pforzheim.

Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt durch: 

  • Sicheres Pforzheim - Sicherer Enzkreis e.V.
  • Kommunale Kriminalprävention Stadt Pforzheim
  • Zonta Club Pforzheim

Außerdem wird das Projekt unterstützt von: 

  • Amt für öffentliche Ordnung Stadt Pforzheim
  • Gesundheitsamt Enzkreis Pforzheim
  • Jugend- und Sozialamt Stadt Pforzheim
  • Polizeipräsidium Karlsruhe, Referat Prävention/Opferschutz
  • Soroptimist Club Pforzheim