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Die Nachbarschaftsgespräche wurden vom Land Baden-Württemberg im Jahr 2017 als ein neues Format der aufsuchenden Bürgerbeteiligung entwickelt und erprobt. Pforzheim wurde neben Mannheim und Freiburg als einer von drei Modellstandorten ausgewählt.

Bei den Nachbarschaftsgesprächen handelt es sich um eine neue Form aufsuchender Bürgerbeteiligung in ausgewählten Stadtteilen. Dabei kommen zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger zusammen und tauschen sich als Nachbarn über ihre Wünsche und Ideen für ein gemeinsames Zusammenleben aus. Die Dialoge stützen sich auf dem Prinzip des Zuhörens und Gehörtwerdens. Mit der Zufallsbürgerauswahl sollen auch diejenigen beteiligt werden, die bisher von "der Politik" nicht ausreichend gehört werden. Das Neue daran ist, dass „die Politik“ die Menschen vor Ort besucht, zuhört und ihnen anschließend auch Antworten auf ihre Fragen gibt, wodurch der Austausch zwischen Politik und Bevölkerung gestärkt werden soll.

Aus den Erfahrungen aus den Pilotprojekten ist im Jahr 2018 ein reguläres Förderprogramm des Landes unter dem Titel Nachbarschaftsgespräche "Zusammenleben - Aber wie?" entwickelt worden, bei welchem sich Pforzheim auch wieder erfolgreich beworben hat.