Solarthermie
Solarthermische Anlagen nutzen die Energie der Sonne, um Warmwasser zu bereiten. Ein Haushalt kann so etwa 60 % der im Jahr benötigten Heizenergie für Warmwasser von der Sonne beziehen. Nur auf den Sommer bezogen, liefert die Solaranlage 100 % der benötigten Wärmeenergie. Die konventionelle Heizung kann dann komplett abgestellt werden. Je nach Auslegung der Heizungsanlage und der Kollektoren kann auch ein Teil der für die Raumheizung benötigten Energie solar bezogen werden. Die Sonnenkollektoren dienen dann auch der Heizungsunterstützung im Herbst und Winter.
In der Regel werden die Kollektoren auf Dächer montiert, die nach Süden geneigt sind, aber auch mit einer Ost- oder Westausrichtig können noch befriedigende Ergebnisse erzielt werden. Im Wesentlichen werden heute zwei Systeme angeboten der Flachkollektor und Vakuumröhrenkollektor. Für die Beheizung von Schwimmbädern mittels Solarenergie werden in der Regel Absorbermatten genutzt.
Solarthermie und Denkmalschutz
Bei denkmalgeschützten Gbäuden sind u.U. besondere Bestimmungen zu beachten. Auskünfte erteilt gerne die Untere Denkmalschutzbehörde in Pforzheim.
Solarthermische Anlagen in Pforzheim
In Pforzheim sind mehr als 580 solartermische Anlagen mit einer Fläche von insgesamt ca. 4500 m² in Betrieb (Stand: 2009).
Auf kommunalen Gebäuden der Stadt:
Ottersteinschule: ein ca. 26 m² großer Flachkollektor erwärmt das Brauchwasser seit Sommer 2008
Bergdorfhalle: Brauchwassererwärmung mit einem ca. 39 m² großen Flachkollektor seit Sommer 2008
Schanzschule: 18 Röhrenkollektormodule mit insgesamt 41,4 m² Fläche zur Brauchwassererwärmung
Städtische Bäder: Solarthermieanlagen eignen sich sehr gut für die Beheizung von Schwimmbädern. Dazu werden einfache Systeme - so genannte Absorber (schwarze Röhrenmatten) - genutzt. In Pforzheim wird in folgenden Bädern die Beheizung des Wassers mittels Solarthermie unterstützt:
Wartberg-Freibad: 180 m² Absorber seit 1983
Nagoldbad: 490 m² Absorber seit 2010
Emma-Jäger-Bad: 152 m² Absorber zur Beheizung des Außenbeckens seit 1992


