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Religiöse Bauwerke

Hier finden Sie eine Auswahl sehenswerter sakraler Bauwerke!

Altstadtkirche St. Martin

Bild: Altstädter Kirche St. Michael

Altstädter Kirchenweg/Altstädter-Straße

Den Mittelpunkt der "Alten Stadt" bildet die ev. Altstadtkirche St. Martin, die Mutterkirche Pforzheims.
Nach Grabungsbefunden entstand sie in fränkischer Zeit (6./7. Jh.) über Fundamenten eines römischen Gebäudes. Ihr heutiges Erscheinungsbild wird geprägt durch den Wiederaufbau 1948-53 der auch eine Umgestaltung des gründerzeitlichen Turms einschloss. Die Kirche mit ihrem klassizistischen Saalraum birgt manche Überreste älterer Bauphasen.

Ausführlichere Informationen erhalten Sie in Faltblattform auch bei der Tourist-Information.

Auferstehungskirche

Bild: Auferstehungskirche

Glümerstraße 2

Der starke Zuzug von Einwohnern der kriegszerstörten Talstadt ins Rodviertel veranlasste 1946/47 zum Bau der ev. Auferstehungskirche in der Goebenstr. 2. Sie war die erste deutsche Nachkriegskirche und der Prototyp der berühmten "Notkirche", die dann mit Hilfe ausländischer Spendengelder in 43 kriegszerstörten deutschen Städten realisiert werden konnte.

Im Auftrag des Hilfswerks der Evangelischen Kirche in Deutschland entwickelte der bekannte Bauhaus-Architekt Otto Bartning (Neckarsteinach), das genial einfache Konzept in Form eines zeltförmigen Gerüsts aus Holzbindern in Montagetechnik, zu dem die Kirchengemeinde in Eigenleistung die raumbegrenzenden Wände hinzufügen sollte: Mauern aus Trümmersteinen, die ganz bewusst ihre Herkunft und ihr Alter zeigen. Turm und Schiff demonstrieren so den Neuanfang in Bescheidenheit.

Barfüßerkirche

Bild: Barfüßerkirche

Barfüßergasse 10

Von der Schlosskirche schaut man nach Westen auf den frühgotischen Barfüßerchor, dessen schwere Kriegsschäden bis 1957 behoben waren. Er vertritt die um 1280 entstandene Franziskanerklosterkirche, die bereits nach dem großen Stadtbrand von 1689 unterging.

Der verbliebene Chorraum diente seit dem 18. Jh. der französisch-reformierten, später der katholischen Gemeinde als Gotteshaus.

Ausführlichere Informationen erhalten Sie in Faltblattform auch bei der Tourist-Information.

Christuskirche

Bild: Christuskirche

Westliche 237

Wahrzeichen des Stadtteils Brötzingen ist die ev. Christuskirche, die mit ihrem mächtigen, in die Nordostecke des Kirchenschiffs eingebundenen Turm den Eingang zum historischen Ortskern bildet. Pfarrhaus und ummauertes Gartenparterre sind Teil der städtebaulichen Anlage, die 1909-12 in Jugendstilformen nach Entwürfen des Bezirksbauinspektors Heinrich Henz entstand.

Die ausdrucksvolle Christusplastik am Turm schuf der angesehene Pforzheimer Bildhauer Adolf Sautter.

Blickpunkt des Innenraums ist das thematisch ganz außergewöhnliche Altarbild, das Christus zu Besuch bei den Schwestern Maria und Martha in Bethanien zeigt (Lukas 10,38).

Fatih-Moschee

Bild: Fatih-Moschee

Eutinger Str. 105

Die Moschee ist ein Gebetshaus in der Eutinger Straße, ein Ort für Gespräche und ein Kulturzentrum.


Sie wurde nach vierjähriger Bauzeit, 1993 fertiggestellt. Räumlichkeiten von 600 Quadratmetern stehen für 900 bis 1000 Personen zu den Gebetszeiten zur Verfügung. Innerhalb der Moschee werden Eindrücke vom Orient durch Malereien an Wänden und der Kuppel vermittelt. Sie zeigen Koransprüche in kalligrafischem Design.

Katholische Kirche Herz-Jesu

Bild: Herz-Jesu-Kirche

Weiherstraße 3

Ebenfalls südlich der Enz liegt die kath. Herz-Jesu-Kirche von Otto Linder (Stuttgart), ein expressionistischer Kirchenbau von 1928/29, der sich mit seiner Hauptfront zur Stadt wendet. Raue Wände aus goldbraunem Canstatter Travertin, in die schlitzartige und stromlinienförmige Profilierungen einschneiden, geben dem Bau zusammen mit den parabelförmigen Bögen sein eigentümliches Gepräge.

Beim Wiederaufbau milderte der Architekt die ursprüngliche Stilsprache der Eingangsfront durch eine schlichtere Gestaltung ab, während die monumentale Kreuzigungsgruppe (von Edward Mürrle) erhalten blieb. Zur Nachkriegsausstattung gehören die Kreuzwegfenster in den Umgängen von Edzard Seeger und die Toten-Gedenk-Kapelle für die Opfer des Bombenangriffs vom 23. Februar 1945 mit einem Wandbild "Christus über den Ruinen" von Eugenie Trösch-Hettich und Fenstern von Emil Wächter (Karlsruhe).

Ausführlichere Informationen erhalten Sie in Faltblattform auch bei der Tourist-Information.

Katholische Kirche St. Franziskus

Bild: St.-Franziskus-Kirche

Franziskusstr. 3

Stadtbildprägende Dominante des oberen, gründerzeitlichen Teils der Oststadt ist die kath. St.-Franziskus-Kirche in der Erbprinzenstraße mit ihrem hochragenden Chorseitenturm. Die 1891 geweihte Kirche gehört zu den bedeutenden Sakralbauten des späten Historismus in Baden. Ihr Architekt, Adolf Williard vom erzbischöflichen Bauamt in Karlsruhe, war Schüler von Hübsch und Eisenlohr. Die drei Statuen der Westfassade, den hl. Franz, den hl. Konrad und den sel. Bernhard von Baden, schuf der Karlsruher Bildhauer Josef Baumeister. Die mächtige Basilika in bodenständigem Buntsandstein zeigt im Inneren auch Anklänge an die niederrheinische Romanik. Von der originalen Ausstattung und Ausmalung blieb leider wenig übrig.

Ausführlichere Informationen erhalten Sie in Faltblattform auch bei der Touris-Information.

Matthäuskirche

Bild: Matthäuskirche

Oosstraße 1

Am Rande der Gartenstadt in der Hochkopfstraße 30 liegt die 1952/53 erbaute ev. Matthäuskirche.

Sie gehört zu den richtungsweisenden Werken des renommierten Karlsruher Architekturprofessors Egon Eiermann, die weit über Deutschland hinaus Aufsehen erregten.

Die doppelgeschossige Betonkirche, mit ihren Gemeinderäumen im Untergeschoss zugleich als Gemeindezentrum konzipiert, stand ursprünglich inmitten einer Obstbaumwiese und nicht wie heute auf einem betonversiegelten Vorplatz. Der gemahlene Trümmersplitt des zerstörten Pforzheim fand als Zuschlagsstoff bei der Verwendung der Betonformsteine Verwendung, die als rötliche und gelbliche Lochsteine einen perforierten Teppich bilden.

Schloss- und Stiftskirche

Bild: Sehenswerte Goldstadt

Schloßberg 10 

Oberhalb des Marktplatzes erhebt sich am Schlossberg die ev. Schloss- und Stiftskirche St. Michael, Pforzheims bedeutendstes Baudenkmal und das "Steinerne Geschichtsbuch" der Stadt. Vorgängerbauten reichen bis in vorromanische Zeit zurück, wie archäologische Beobachtungen gezeigt haben. Der heutige Bau hat eine ziemlich komplizierte, noch immer nicht vollständig geklärte Baugeschichte. Zum ältesten Bestand gehört der romanische Westbau mit seinem rundbogigen Stufenportal, das demjenigen in Maulbronn stilistisch ähnelt und demnach wohl ins ausgehende 12. Jh. zu datieren ist.

Ausführlichere Informationen erhalten Sie in Faltblattform auch bei der Tourist-Information.

Stadtkirche

Bild: Stadtkirche

Melanchthonstraße 1

Die Ev. Stadtkirche, die am Lindenplatz 1965-1968 neu erbaut wurde, bestimmt anstelle der 1945 zerstörten alten Stadtkirche; durch ihren 80 m hochragenden Turm das Stadtbild, unmittelbar an der Flusseinmündung der Nagold in die Enz. Der als riesenhafter Kubus ausgebildete Kirchenraum beschwört in seiner klaren Strenge urchristliche Anfange. Betonglasfenster von Wolfgang Käppis (Pforzheim) spannen als "Lichtwände" einen thematischen Bogen von den vier Urelementen der Schöpfungsgeschichte bis zur Apokalypse des Johannes. Der Altarraum mit seinen sieben Leuchtern soll an die sieben urchristlichen Gemeinden erinnern. Besondere Beachtung verdienen die Bronzearbeiten von Ulrich Henn: Hauptportal, Kanzel und der eindrucksvolle Kruzifix, welcher Christus nicht im Leid, sondern als Auferstandenen im Kreis seiner Jünger mit segnend ausgebreiteten Armen zeigt.