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Historische Bauten in Pforzheim

Villa rustica

Bild: Sehenswerte Goldstadt

Im nordwestlichen Teil des Hagenschieß, dem sog. Kanzlerwald, wurden 1966-75 die Fundamente der Umfassungsmauer, des Badehauses und eines Wirtschaftsgebäudes eines römischen Gutshofs (villa rustica) aus dem 2./3. Jh. n. Chr. freigelegt und restauriert.

Die Anlage ist für Besichtigungen frei zugänglich.

Bogenbrücke in Dillweißenstein

Bild: Sehenswerte Goldstadt

Mit spektakulärem Aufwand wurde 1853-56 in Dillweißenstein unter Leitung des Ingenieurs Julius Naeher (Pforzheim) der Bergrücken durchstochen, um die Talstraße anzulegen und die Wasserkraft einer industriellen Nutzung zuzuführen (l859 wurde die Papierfabrik gegründet).

Am Felsdurchbruch entstand die majestätische Bogenbrücke, ein zinnenbewehrter Werksteinbau, der das Land- schaftsbild dramatisch in Szene setzte.

Burgruine Liebeneck

Bild: Sehenswerte Goldstadt

Zur Burgruine Liebeneck gelangt man nach steilem Aufstieg an einer scharfen Biegung des Würmtals. Die eindrucksvolle Ruine erhebt sich verborgen im Wald auf einem Bergsporn. Zu ihrer Gründung schweigen die Quellen.
1263 kam die Burg an die badischen Markgrafen, wurde Erblehen der Herren von Weißenstein, danach der Herren Leutrum von Erringen.

Im Orleans'schen Krieg brannte sie 1692 aus, wobei angeblich das dorthin ausgelagerte Pforzheimer Stadtarchiv ein Raub der Flammen wurde. Von den wehrhaften Befestigungsanlagen zeugt der doppelte fünfeckige Mauerring mit Zwinger und Vorwerken.

Der Hauptfriedhof

Bild: Sehenswerte Goldstadt

Auf dem Bergplateau oberhalb der Nordstadt liegt der Städtische Hauptfriedhof, den man aufgrund seiner landschaftlichen Lage zu den schönsten in Südwestdeutschland zählen kann.

Mit weitem Blick über die Talstadt auf den Schwarzwald wurde er 1877 als Parkfriedhof angelegt. Durch spätere Erweiterung nach Westen und Norden erreichte der Friedhof seine heutige Größe. Ein Spaziergang durch den stimmungsvollen älteren Friedhofsteil mit seinem noch immer reichen Bestand an Grabanlagen der Gründerzeit und des Jugendstils ist sehr lohnend.
Die Gedenkstätte für die Bombenopfer des 23. Februars 1945 wurde 1949 im nördlichen Friedhofsteil mit schlichtem Großkreuz über dem Massengräberfeld durch das städtische Hochbauamt gestaltet; 1965 kam ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus hinzu. Im Osten des alten Friedhofsteils liegt der separat ummauerte Jüdische Friedhof.