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Altes Rathaus

dieses Bild zeigt das alte Rathaus

Das älteste Pforzheimer Rathaus ging 1471 aus dem "Kaufhaus" hervor. Es brannte bei einer Bombadierung am 23.02.1945 total aus.

Neben dem beherrschenden Betonrohling des 1969-73 erbauten "Neuen Rathauses" behauptete das "Alte Rathaus" von 1911/12 seinen Platz am Marktplatz. Dem provisorischen Wiederaufbau folgte 2001 eine totale Neukonzeption, indem das Alte Rathaus mit seiner Sandsteinfassade und einem repräsentativen Innenhof instand gesetzt und modern ergänzt worden ist.

Archivbau

dieses bild zeigt den Archivbau

Von der seit dem 18. ]ahrhundert stückweise abgegangenen Anlage des benachbarten Residenzschlosses blieb als einziger Rest der Archivbau nördlich der Schlosskirche erhalten.

Das turmartige Bauwerk birgt im zweiten Obergeschoss eine repräsentative Stube. In den tiefer liegenden Geschossen kann man sich über den Wiederaufbau der Schlosskirche informieren und Fragmente ihrer kriegszerstörten Ausstattung sehen.

Barfüßerkirche

Auf diesem Bild sieht man die Barfüßerkirche und den Blumenhof

Von der Schlosskirche schaut man nach Westen auf den frühgotischen Barfüßerchor im Blumenhof, dessen schwere Kriegsschäden bis 1957 behoben waren. Er vertritt die um 1280 entstandene Franziskanerklosterkirche, die bereits nach dem großen Stadtbrand von 1689 unterging.

Der verbliebene Chorraum diente seit dem 18. Jahrhundert der französisch-reformierten, später der katholischen Gemeinde als Gotteshaus.

Leitgastturm

auf diesem Bild sieht man den Leitgastturm

Südöstlich von der Schlosskirche erhebt sich der Leitgastturm, der letzte Wehrturm der mittelalterlichen Burg- und Stadtbefestigung. Seine Bauart als ursprünglich zur Stadt hin offener Schalenturm weist in staufische Zeit (l3./l4. Jahrhundert).

In der frühen Nachkriegszeit wurde der Turm einfühlsam zum Wohnturm ausgebaut.

Marktplatz

Dieses Bild zeigt den Marktplatz.

Mittelpunkt des modern wiederaufgebauten Stadtzentrums ist der Marktplatz mit seinen reizvollen Wasserspielen und dem raumbeherrschenden Neuen Rathaus mit Glockenspiel von 1973. Die 46 Bronzeglocken spielen mehrmals täglich auf die Jahreszeiten abgestimmte Melodien.

Der Platz wurde als eine Ebene zwischen Rathaus und den Bäumen (Nordbereich) ausgebildet; als Gestaltungselemente wurden Sitzblöcke, Lichtfliesen und Wasserfontänen eingesetzt.

Reuchlinhaus

Bild: Sehenswerte Goldstadt

Ein Kulturzentrum besonderer Art

Das Reuchlinhaus befindet sich im Stadtgarten gelegen und wurde zwischen 1957 und 1961 erbaut. Es gehört zu den überregional beachteten Leistungen der Nachkriegsmoderne. Von Manfred Lehmbruck, Sohn des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck, als Kulturzentrum Pforzheims entworfen, vereinigt der Bau Elemente des internationalen Stils (inspiriert von Le Corbusier und Mies van der Rohe).

Dem Foyer mit freischwingender Treppe sind pavillonartige Quader angegliedert. Sie beherbergen das Schmuckmuseum Pforzheim und den Kunstverein Pforzheim e.V.. Das Haus wurde nach dem Humanisten Johannes Reuchlin (1455-1522) benannt, der als bedeutendster Sohn Pforzheims gilt.

Das Schmuckmuseum war zunächst nur ein Teil davon und befand sich in einem der vier Kuben, aus denen das Haus besteht. Nach Umbau und Neugestaltung durch Professor HG Merz sind Reuchlinhaus und Schmuckmuseum zu einem Gebäude verschmolzen. Die hochkarätige Museumssammlung präsentiert sich nun auf einer fast doppelt so großen Ausstellungsfläche und in neuem Design. Weiterhin gibt es ein Museums-Café und einen Museumsshop.

Schloss- und Stiftskirche St. Michael

Dieses Bild zeigt eine Außenaufnahme der Schloss- und Stiftskirche St.Michael.

Oberhalb des Marktplatzes erhebt sich am Schlossberg die ev. Schloss- und Stiftskirche St. Michael, Pforzheims bedeutendstes Baudenkmal und das "Steinerne Geschichtsbuch" der Stadt.

Vorgängerbauten reichen bis in vorromanische Zeit zurück, wie archäologische Beobachtungen gezeigt haben. Der heutige Bau hat eine ziemlich komplizierte, noch immer nicht vollständig geklärte Baugeschichte. Zum ältesten Bestand gehört der romanische Westbau mit seinem rundbogigen Stufenportal, das demjenigen in Maulbronn stilistisch ähnelt und demnach wohl ins ausgehende 12. Jahrhundert zu datieren ist.

Seehaus

dieses Bild zeigt das Seehaus von außen

Das Seehaus an der Tiefenbronner Straße geht auf die Anlage eines spätbarocken Jagdschlösschens zurück, das sich Markgraf Karl Friedrich 1774-76 nach Plänen seines Hofbaumeisters Wilhelm Jeremias Müller auf einer malerischen Waldlichtung erbauen ließ.

Das symmetrische, ursprünglich einstöckige Gebäude mit dreiseitigem Mittelvorbau erhielt 1870 ein holzschindelverkleidetes Obergeschoss aufgesetzt. 1995 restauriert, lädt die traditionsreiche Gaststätte mit Blick auf den See seither wieder zum Verweilen ein.

Zur Gesamtanlage zählen auch das benachbarte ehemalige Forsthaus und das gegenüberstehende Stallgebäude, das 1910 erneuert wurde.

Stadtmuseum

dieses Bild zeigt den Innenhof des Stadtmuseus

Das Areal des Stadtmuseums mit der Alten Pfarrkirche St. Martin, dem Alten Schulhaus, dem Pfarrhaus, einem Lapidarium, mehreren Scheunen und einem idyllischen Kräutergarten ist das einzige qualitativ hochwertig bebaute Areal in Pforzheim, das Kriegszerstörung und Sanierung unbeschadet überstanden hat. Sowohl die einzelnen Bauten als auch die Museumsinsel als solche stehen heute unter Denkmalschutz. » mehr