Inhalt

Pforzhemer Seckel

Bild: Sehenswerte Goldstadt

Die 1985 im Auftrag der Stadt geschaffene Figur des "Pforzemer Seckels" von Fritz Theilmann soll an den gleichnamigen, in Pforzheim geprägten, volkstümlichen Begriff erinnern.

Für das Verständnis des Necknamens "Seckel" haben sich zwei Interpretationen innerhalb einer größeren Zahl von historischen Deutungen behauptet. Zum einen könnten mit dem Wort Seckel die ledernen Säckchen oder Beutel mit Bargeld gemeint sein, die man seit dem Mittelalter auf den alljährlichen Pforzheimer Schützenfesten gewinnen konnte. Erfolgreiche Schützen erhielten gut gefüllte "Säckel", weniger schusssichere Teilnehmer nur halbvolle Beutel. Zum anderen führt die Entschlüsselung des Begriffs zu der historischen Begebenheit, dass nach Gründung der Pforzheimer Schmuckindustrie im Jahr 1767 Münzgold als Rohmaterial verwendet wurde, das man, für alle sichtbar, in offenen Behältnissen von der Bank holte.

Rassler Denkmal

Bild: Sehenswertes Pforzheim

Fritz Theilmanns mehrteilige Figurengruppe der "Rassler" hat, wie auch die Skulptur des "Pforzemer Seckels", einen historischen Hintergrund.

Symbolisch dargestellt sind in den "Rasslern" die Arbeiter und Arbeiterinnen der Pforzheimer Schmuckindustrie, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts täglich in Gruppen zu Fuß aus den Nachbargemeinden in die Stadt kamen. Der Name bezieht sich auf die Geräusche, die ihre genagelten Schuhe beim Eilschritt auf dem Kopf Steinpflaster erzeugten. Zusätzlich muss das mitgebrachte Essgeschirr klappernde Töne verursacht haben.
Der Künstler hat sich in seiner Gestaltung der Figuren nicht nur an den historischen Grundlagen des Begriffs orientiert, sondern dabei auch eigene Erinnerungen miteingebracht.

Wallberg

Bild: Sehenswerte Goldstadt
Bild: Sehenswerte Goldstadt

Die weithin sichtbare Kuppe des Wallbergs ist aus Trümmern und Bauschutt aufgeschüttet. Bereits 1959 erstellte im Auftrag der Stadt Pforzheim Herr Professor Alwin Seifert ein Gutachten über die Gestaltung des Trümmerberges auf dem Wallberg. Auf dieser Grundlage wurde der Wallberg geformt und ausgeführt.
Seit dieser Zeit hat der Wallberg an sich eine herausragende städtebauliche Bedeutung. Man kann ihn von allen Punkten der Stadt als markantes Wahrzeichen erkennen.

Der jüngeren Generation ist kaum mehr bewusst, dass der Wallberg in seiner heutigen Form künstlich mit Trümmerschutt aus dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurde.

Die Erinnerungsstelen mahnen zum Frieden und zur Ablehnung des Krieges zur Durchsetzung politischer Ziele. Sie erinnern auch an die Aufbauleistung nach der totalen Zerstörung der Stadt als Beispiel zur Überwindung der damaligen Krise.

Die Stelen wurden ausschließlich privat finanziert.

Technische Informationen:

5 Stelen: 8 m, 7 m, 6 m, 5 m, 4 m Höhe
Hohlquerschnitt: Gleichseitiges Dreieck, Seitenlänge 1 m
Material: Edelstahl
Stelen werden beleuchtet
Stelen sind auf einer 40 cm hohen Fundamentplatte gegründet (Stahlbeton: 13, 5 m³)