 
Unser Foto zeigt den neuen OB Gert Hager ( mit Amtskette) und seine Frau Sabine sowie Ersten Bürgermeister Roger Heidt
|
|  | 23.07.09
Donnerstagnachmittag, 14 Uhr
Gert Hager ist nun offiziell Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim. Vor mehreren hundert Bürgerinnen und Bürgern sprach er die Eidesformel: „Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe. Ich gelobe außerdem, die Rechte der Stadt Pforzheim gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohnerinnen und Einwohner nach Kräften zu fördern“.
In seiner Rede betonte Gert Hager: „Zuerst und vor allem bin ich auch als Oberbürgermeister, wie Sie alle, ein Bürger unserer Stadt Pforzheim“. Gleich zu Beginn seiner Rede ging er auf in Zukunft Wünschenswertes ein. So verstehe jeder, dass wir statt dem sozialen Nebeneinander mehr Miteinander brauchen, dass die Sprachlosigkeit durch sich Einmischen und Mitmachen überwunden werden muss, dass Arbeitslosigkeit nicht als Schicksal akzeptiert werden dürfe, sondern unser Schicksal selbst in die Hand genommen werden müsse, dass wir uns mit dem traurigen Zustand unserer City nicht abfinden, sondern sie wieder gemeinsam zum Herzen der Stadt machen, dass wir gerade in der Krise nicht still stehen und resignieren, sondern anpacken und bewegen. Hager forderte mehr Bewegung in Pforzheim. Oberbürgermeister, Gemeinderat, Verwaltung im Rathaus, aber auch Bürgerinnen und Bürger müssen dazu beitragen, dass unsere Stadt bewegt wird. Glücklicherweise gebe es zahlreiche Menschen, die sich für Pforzheim engagieren und für die Mitbürger in unserer Stadt einsetzen. „Sie sind zu finden in den Kirchen, in den Rettungsorganisationen, in den Vereinen und Kulturinstitutionen, aber auch in den Bürgervereinen und in Initiativen wie „Pforzheim mitgestalten“, so Gert Hager. Bürgerschaft, Rathaus und Wirtschaft müssten sich als eine aufeinander angewiesene Gemeinschaft begreifen und Partner sein wollen. Wir müssen „vorurteilsfrei aufeinander zugehen und ohne vorgefertigte, unabänderliche Pläne die anstehenden Fragen offen diskutieren und gemeinsam nach Lösungen suchen“, so der neue Oberbürgermeister. In seinen Schlusssätzen machte er deutlich, dass er diese Stadt blühen sehen will, dass sich die wirtschaftliche und finanzielle Basis wieder verbessert, dass jeder in unserer Stadt seine Chance bekommt und „ich will Brücken bauen zu denen, die sich abgehängt und ausgeschlossen fühlen und ihnen zeigen, dass sie in unserer Stadt mitmachen und dazugehören können“. |