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Projektbeschreibung

Grundlegende Erneuerung der Pforzheimer Kanalisation

Ziele

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Da die bestehende Kanalisation bereits über 100 Jahre alt ist, lassen sich die Arbeiten nicht aufschieben. „Eine sichere Abwasserentsorgung wollen wir auch in Zukunft gewährleisten“, beschreibt Erster Bürgermeister Roger Heidt eines der wesentlichen Ziele des Projekts. Aber auch Umweltschutz-Gesichtspunkte spielen eine zentrale Rolle: „Künftig sollen weniger Schmutz- und Schadstoffe unsere Flüsse belasten. Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern ein nachhaltig qualitätvolles und sauberes Wasser gewährleisten“, so Roger Heidt.

 

Kosten

Rund 26 Millionen Euro kostet das gebührenfinanzierte Projekt des ESP und soll in mehreren Phasen ablaufen.

Technik

Enzdueker Einzugsgebiete

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Als die bestehenden Abwasserleitungen vor über 100 Jahren gebaut wurden, ging man noch von ganz anderen Einwohnerzahlen und Abwassermengen aus. Heute müssen pro Sekunde ca. 9.000 Liter Abwasser aus den verschiedenen Einzugs- und Stadtgebieten durch die Innenstadt geleitet werden. – Zum Vergleich: 19.800 Liter fließen pro Sekunde durch die Enz. – Für die bestehende Kanalisation ist diese Entwicklung auf Dauer nicht verkraftbar. Hinzu kommt ein weiteres Problem: In Gebieten mit Mischwasserkanälen – also Kanälen, durch die sowohl Regen- als auch Schmutzwasser fließt, schwankt die abzuleitende Wassermenge je nach Wetterlage stark. So kann es vorkommen, dass sich bei sehr geringer Strömungsgeschwindigkeit in den Kanalisationsrohren Schmutzstoffe und Sand absetzen (Sedimentation). Bleiben diese dort lange unbewegt, kann es zu Verstopfungen kommen. Überschwemmungen und hohe Kosten sind die Folge. Dieser Gefahr will der ESP mit dem Bau eines Luftkissen-Dükers begegnen.

Was ist ein Luftkissen-Düker?

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Beim Bau der neuen Abwasserleitungen in der Innenstadt müssen die Kanalrohre auch unter den beiden Flüssen Nagold und Enz durchgeführt werden. Das Fachwort für eine solche Unterführung eines Rohres lautet Düker.
Die Spezialform des Luftkissen-Dükers soll nun die Strömungsgeschwindigkeit des Abwassers ständig über dem Punkt halten, an dem sich Schmutz und Sand in den Rohren festsetzen. Das wird mit Hilfe eines Luftkissens erreicht, das sich jederzeit an unterschiedliche Abflussmengen anpasst. Generell gilt: Fließt wenig Abwasser durch die Kanalisation, wird das Luftkissen erhöht, um die Strömungsgeschwindigkeit zu vergrößern. Fließt viel Abwasser durch die Kanalisation, wird das Luftkissen verringert oder ganz abgelassen. Damit steht der ganze Querschnitt für den Abfluss des Abwassers zur Verfügung.
In den Städten Basel, Hamburg und Dresden gibt es bereits Luftkissen-Düker. Dort hat man sehr positive Erfahrungen mit der neuen Technik gemacht.



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