Sanierungsgebiet "Innenstadt-Südost"
Gebietsbeschreibung
Das Sanierungsgebiet befindet sich östlich und südöstlich des Stadtzentrums von Pforzheim. Das Gebiet ist charakterisiert durch stark belastete Straßenräume, Nutzungsdurchmischungen und eine enge Überbauung. Durch die Lage am Enzufer und die Nähe zur Innenstadt sind aber durchaus auch Qualitäten und Potentiale erkennbar.
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Städtebauliche Gesichtspunkte
Der Geltungsbereich umfasst zwei städtebaulich sehr unterschiedliche Bereiche. Das Gebiet nördlich der Enz ist geprägt durch die unmittelbare Nähe zur Innenstadt mit Fußgängerzone, der Bereich südlich der Enz ist ein eigenständiges Quatier mit überwiegender Wohnnutzung.
Planungsgebiet nördlich der Enz
Dieser Bereich bildet die Nahtstelle zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil Oststadt. Dieses Quartier ist in Bezug auf Verkehrssituation, Architektur und Nutzungen sehr heterogen ausgebildet und muss gegenwärtig und auch in Zukunft den verschiedensten verkehrlichen und städtebaulichen Ansprüchen gerecht werden. Als Tor zur Innenstadt, den dieser Bereich unter anderem darstellt, wird nun die Chance gesehen, hier durch qualitätvolle Neubauten neue Akzente und Impulse zu setzen.
Mit der Deimlingstraße, Östliche Karl-Friedrich-Straße und Altstädter Kirchenweg verlaufen sehr wichtige Hauptverkehrsstraßen, die durch ein hohes Verkehrsaufkommen gekennzeichnet sind, durch das Gebiet. Die Grundstücke an diesen Straßen werden überwiegend gemischt genutzt, Schwerpunkte bilden das Wohnen, der Einzelhandel, diverse Dienstleistungen und die Verwaltung.
Der Bereich nördlich der Enz soll in Zukunft aktuellen Anforderungen der Stadtentwicklung gerecht werden. Anlass hierzu bildet der Neubau der Alfons-Kern-Schule an der Deimlingstraße. In Zusammenhang mit dem Neubau der Stadtbibliothek und dem 3. Saal des CongressCentrum Pforzheim wird hier am östlichen Ende der Fußgängerzone ein kulturelles Gegengewicht geschaffen zum Einkaufszentrum "Schlößle-Galerie" am westlichen Ende der Fußgängerzone.
Bereich südlich der Enz
Dieser Bereich liegt größtenteils im Stadtteil Au und stellt mit seiner vorherrschenden Wohnnutzung einen anderen Quartierscharakter dar. Die Gebäude entstammen überwiegend der Nachkriegszeit, sind in geschlossener Bauweise errichtet und weisen eine hohe bauliche Dichte auf. Die größeren Innenhöfe werden meist als Parkplatzfläche genutzt, sind versiegelt und eignen sich nicht als wohnungsnahe Aufenthaltsfläche.
Architektonisches "Highlight" in diesem Gebiet bildet das Gebäude der Hochschule Pforzheim, Fakultät für Gestaltung, mit ihrer typischen Jugendstilarchitektur. Der repräsentative Schulbau mit Natursteinfassade wurde in den Jahren 1909-1911 nach Plänen des Architekten H. Maier (Karlsruhe) als großherzoglich-badische Kunstgewerbeschule erbaut. Eine bauliche Erweiterung mit moderner Architektensprache wurd an der Ecke Sophienstraße und Karlstraße realisiert.
Die an der Holzgartenstraße gelegene Kindertagesstätte befindet sich im Eigentum der evangelischen Kirche und wird von der Stadt Pforzheim betrieben.
Pflügerstraße
Schwerpunkt der Sanierungstätigkeit in diesem Bereich wird die behutsame Modernisierung und Instandsetzung der Gebäude sein. Unterstützt wird dies durch die Aufwertung der Pflügerstraße, die zur Uferpromenade weiter entwickelt werden soll. Diese Flussuferstraße soll gestalterisch aufgewertet werden, um diesem Bereich zusätzliche Attraktivität zukommen zu lassen. Punktuelle Maßnahmen entlang der Holzgartenstraße runden die verkehrlichen Maßnahmen ab.
Rahmenplan
In einer Rahmenplanung werden stetig auf der Grundlage der Vorbereitenden Untersuchung die charakteristischen Merkmale der einzelnen Bereiche herausgearbeitet und Konzepte entwickelt bzw. fortgeschrieben.
Wie wird gefördert?
Umfassende Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden können mit einem Zuschuss von bis zu 35% der Baukosten gefördert werden, maximal mit 92.000 Euro. Abbruchkosten z. B. von Hintergebäuden werden von der Stadt zu 100 % übernommen.
Daneben ergeben sich bei weitreichenden Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in Sanierungsgebieten, entsprechend dem Einkommenssteuergesetz, interessante Steuererleichterungen (§7h EStG).
Nutzen Sie auch alle Möglichkeiten Ihr Grundstück oder Ihre Wohnung zu begrünen. Insbesondere sind die Grundstücksbesitzer gefordert, die betonierten und asphaltierten Innenhöfe neu zu gestalten und zu begrünen.
Was sich bisher getan hat - private Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen
Was sich bisher getan hat ...
Für eine lebenswerte Umwelt
Flyer_Stadtm-Au-II_Bildfolge.pdf Flyer des Sanierungsgebietes "Stadtmitte-Au II" | 1.6 M |
Bürgerbeteiligung
Ihre Meinung ist uns wichtig. Es interessiert uns, wie Sie selbst Ihre Wohnsituation einschätzen.
Wo sehen Sie die Probleme, welche Verbesserungsvorschläge haben Sie?
Lassen Sie diese uns wissen, am besten per E-Mail!
Für sämtliche Fragen zu Angelegenheiten der Sanierung stehen wir Ihnen auch telefonisch unter den Nummern 39-2285 (Hr. Maier) und 39-2197 (Hr. Eisenhauer) montags bis freitags von 8 - 12 Uhr und montags bis donnerstags von 14 - 16 Uhr, gerne zur Verfügung.










