Montagabend im Archiv

Bild: Stadtarchiv Außenansicht

Am 5. Dezember 2011 startet unsere Veranstaltungsreihe "Montagabend im Archiv". In lockerer Folge bieten wir Ihnen Vorträge, Archivführungen und Veranstaltungen "zum Mitmachen" an.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist kostenlos. Unseren Vortragssaal erreichen Sie über den Eingang der Kronprinzenstr. 24a.

Hier stellen wir Ihnen unser Programm für 2011/2012 (auch als pdf-Datei) vor:

 

Montag, 5. Dezember  2011, 19 Uhr

Berthold Rath (Backnang): Willy Cordier und der Exodus der Pforzheimer „Cordianer“.

Berthold Rath wird das von ihm mitverfaßte, kürzlich erschienene Buch über den Pforzheimer Sektenführer Willi Cordier, seine Anhänger, die sogenannten „Cordianer“, und ihre Auswanderung nach Südamerika vorstellen.

 

Montag, 27. Februar  2012, 17 Uhr

Führungen durchs Archiv und durch die Archivalienausstellung

Um rechtzeitig die Zahl der parallel laufenden Führungen planen zu können, bitten wir um Voranmeldung per Telefon (07231/39-2899) oder E-Mail (archiv@stadt-pforzheim.de).

 

Montag, 19. März 2012, 19 Uhr

Michael Steiert (Freiburg i. Br.): Stempel – Rolle – Platte. Verzierte alte Bucheinbände in der Bibliothek des Stadtarchivs Pforzheim

Der Referent wird zunächst an einigen Beispielen den radikalen Wandel der Einbanddekoration vom 15. zum 16. Jahrhundert verdeutlichen und – darauf aufbauend – die soziokulturellen, geschichtlichen und religiösen Hintergründe von Einbanddekorationen des 16. Jahrhunderts vorstellen. Einen weiteren Schwerpunkt des Referates wird die geographische Zuordnung der einzelnen Bucheinbände anhand der Dekoration und, wo es möglich ist, auch die Zuordnung zu einer bestimmten Werkstatt bilden. – Michael Steiert, der auch einige Jahre in Pforzheim tätig war, arbeitet als Restaurator und Buchbinder in Freiburg i Br.; er befaßt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Erforschung der  Geschichte des Bucheinbandes.

 

Montag, 14. Mai 2012, 19 Uhr

Anne Ohngemach (Pforzheim): Dreierlei Blickwinkel. Pforzheim – gesichtslos oder l(i)ebenswert ?

Eine Stadt wandelt sich im Laufe der Zeit, Altes vergeht und Neues entsteht. Pforzheim hat durch den Krieg sein ganzes Stadtbild und damit seine Individualität und Identität über Nacht eingebüßt. Vor diesem Hintergrund mag es wenig verwundern, dass sich bis heute das Urteil hält, Pforzheim sei eine unschöne Stadt ohne Wohlfühlcharakter. Die Bildpräsentation offenbart neue Blickwinkel und zeigt eine Auswahl aus all dem, was in Pforzheim attraktiv und sehenswert ist – und das ist weit mehr, als man gemeinhin denkt. – Anne Ohngemach leitet seit 2006 die Sammlungen des Stadtarchivs Pforzheim.

 

Montag, 4. Juni 2012, 19 Uhr

Dr. Julia Hamelmann (Speyer): Lücke im Stadtgedächtnis – Zur Geschichte Pforzheims im Mittelalter

Wie alle Kommunalarchive kann man das Stadtarchiv Pforzheim als das „Gedächtnis“ der Stadt bezeichnen, denn hier werden wichtige Dokumente und Zeugnisse der Stadtverwaltung verwahrt, die maßgeblich zur Gestaltung des Geschichtsbildes beitragen können. Doch was geschieht, wenn im Laufe von Jahrhunderten viele dieser stadtgeschichtlichen Quellen  verloren gehen und zu einem „Gedächtnisverlust“ führen? Im Vortrag  wird der katastrophale Verlust Pforzheims an diesem Material skizziert und der Versuch unternommen, aus verbliebenen Urkunden dennoch die mittelalterliche Stadt in Erinnerung zu rufen. – Dr. Julia Hamelmann hat nach dem Studium der Geschichte und der Klassischen Archäologie in Münster promoviert und leitet derzeit die Fotosammlung des Zentralarchivs der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer.

 

Montag, 24. September 2012, 17 Uhr

Führungen durchs Archiv und durch die Archivalienausstellung

Um rechtzeitig die Zahl der parallel laufenden Führungen planen zu können, bitten wir um Voranmeldung per Telefon (07231/39-2899) oder E-Mail (archiv@stadt-pforzheim.de).

 

Montag, 22. Oktober 2012, 19 Uhr

Dr. Katja Leschhorn (St. Leon-Rot): Die Pforzheimer Stadtordnung von 1486/91

Pforzheim war im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit eine Territorialstadt, die ausgesprochen stark von den Landesherrn, den Markgrafen von Baden, geprägt war. Praktisch jeder Bereich des städtischen Lebens, die Verfassung, Verwaltung, Rechtssprechung und Wirtschaft wurde von den Markgrafen durch detaillierte Vorschriften geregelt, die der Stadt kaum Handlungsspielraum ließen. 1486 bzw. 1491 erließ Markgraf Christoph I. für Pforzheim eine Stadtordnung. Er hob die Leibeigenschaft auf und gewährte den Bürgern besondere Rechte und Freiheiten. Allerdings sorgte er gleichzeitig dafür, daß seine starke Machtstellung in der Stadt weiterhin unantastbar blieb. Für Pforzheim war diese Stadtordnung von besonderer Bedeutung. Die Stadt erhielt zum ersten Mal in ihrer Geschichte ein schriftlich fixiertes Stadtrecht. Die Pforzheimer Stadtordnung war der Auftakt für eine gezielte Städtepolitik der Markgrafen. Diese privilegierten und förderten nach dem Vorbild der Kurpfalz weitere Städte und prägten somit die badische Städtelandschaft in besonderem Maße. – Dr. Katja Leschhorn studierte Geschichte in Heidelberg und promovierte mit einer Studie über die badischen Städte zur Dr. phil.

 

Montag, 19. November 2012, 19 Uhr

Andrea Binz-Rudek, Annette Nußbaum (Pforzheim): Lesen lernen! Einführung in das Entziffern alter Schriften

Die Veranstaltung führt mit praktischen Übungen in die Schriften des 19. und 20. Jahrhunderts ein. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt; um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 07231/39-2899. – An drea Binz-Rudek und Annette Nußbaum sind seit vielen Jahren Mitarbeiterinnen des Stadtarchivs Pforzheim.

Alle Veranstaltungen finden im Vortragssaal des Stadtarchivs (Zugang über die Kronprinzenstr. 24a) statt. Bitte beachten Sie, daß die Archivführungen am 27. Februar und 24. September 2012 bereits um 17 Uhr beginnen, alle anderen Veranstaltungen jedoch um 19 Uhr.

 



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