Eine Projektgruppe der Karlsruher Unternehmensberatung fuks e. V. führte im zweiten Quartal im Archiv eine Organisationsuntersuchung durch, um auf verläßlicher Grundlage zu klären, wie die Arbeitsabläufe eventuell verbessert werden könnten, und zu ermitteln, wie viele zusätzliche Mitarbeiter im Archiv kurzfristig erforderlich sind. Hinsichtlich der Organisation bescheinigte die Projektgruppe dem Archiv ein „gutes Arbeitsklima und schlanke Prozesse“, errechnete jedoch allein für die Aufarbeitung der Arbeitsrückstände einen Aufwand von 149 (!) Personenjahren – neben den laufenden Aufgaben des Archivs. Ende letzten Jahres führten diese alarmierenden Feststellungen nun endlich dazu, daß das Archiv im Jahre 2009 1½ neue Planstellen erhält. Unberücksichtigt blieb dabei jedoch die Frage des Benutzerservice, für den nach wie vor nur eine einzige geringfügig beschäftigte Kraft mit sieben Stunden wöchentlicher Arbeitszeit zur Verfügung steht.

Zwei der zahlreichen Arbeitsschritte bei der Archivierung: Vor der Verzeichnung der Akten, werden die Unterlagen von Metallteilen befreit und in säurefreies Verpackungsmaterial umgebettet.
