Aktenarchiv
Durch die Nichtverlängerung einer Halbtagsstelle, die gleichzeitige Mehrbelastung durch immer zahlreichere Standesbuch-Anfragen – der Zuwachs beträgt hier rund 50 Prozent –, die Belastungen des Arbeitsalltags bei den Umbauarbeiten und schließlich den Teilumzug im vergangenen Jahr hat sich die Arbeitssituation im Aktenarchiv im Vergleich zum Jahr 2009 mit den seinerzeitigen Stellenzuwächsen wieder verschlechtert, wenngleich die bereits 2009 begonnenen Standardisierungsprozesse verschiedener Abläufe zu einem insgesamt effizienteren Arbeiten in diesem Bereich geführt haben (laufende Fortschreibung des Aktenplans, zentrale Erfassung aller Anbietungen, Erarbeitung von Bewertungsmodellen, Aktualisierung der Standortkartei). Des weiteren hat das Aktenarchiv die Arbeiten an dem Konzept zur digitalen Langzeitarchivierung sowie an einem Anforderungskatalog für neu einzuführende digitale Systeme fortgeführt; beide Konzepte werden 2011 abgeschlossen werden.
Insgesamt wurden 2010 im Aktenarchiv 104 Neuzugänge (im Vorjahr 76) im Volumen von 251 lfd. M. (Vorjahr: 42 lfd. M.) aufgenommen; der umfangreichste Neuzugang umfaßte 70 lfd. M. Verzeichnet wurden insgesamt 732 Einheiten, wobei die umfangreichen vorbereitenden und flankierenden Arbeiten wie Beratung der Fachämter bei der Erstellung von Anbietungslisten, Überarbeitung mangelhaft erstellter Listen, Ent- und Verpackung von zugegangenem Archivgut, Umbettungen, Prüfungen der Archivwürdigkeit, Einleitung von Restaurierungsmaßnahmen statistisch zwar nicht gesondert erfaßt werden, dennoch aber einen wichtigen und zeitlich umfangreichen Teil der Arbeiten bilden. Ende 2010 mußten beispielsweise 9 lfd. M verschimmelt zugegangene Unterlagen für die im Jahr 2011 erfolgende Restaurierung vorbereitet werden.
