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Planungsüberlegungen

Kfz-Verkehr

Bild: VEP Pforzheim 2020

Zur stadtverträglichen Abwicklung des Kraftfahrzeugverkehrs wird ein Vorbehaltsnetz definiert, welches aus den Straßenachsen besteht, auf denen die Verkehrsströme soweit möglich gebündelt werden sollen. Hierzu zählt neben der Bundesautobahn, den Bundesstraßen und den Landesstraßen auch ein Innenstadtring. Mit dem Vorbehaltsnetz und der damit beabsichtigten Strukturierung soll die Orientierung erleichtert und die Errreichbarkeit des Stadtzentrums für alle Verkehrsarten verbessert werden.

In Annäherung an die Innenstadt von Westen sollen künftig lediglich zwei der insgesamt fünf Zufahrtsstraßen vorrangig für den Autoverkehr nutzbar sein. Dies sind die Habermehlstraße sowie die Kelterstraße und deren Fortsetzung über die Untere Wilferdinger Straße.

Für den Zielverkehr zur Innenstadt ist darüber hinaus ein Parkring vorgesehen. Flankierend ist insbesondere im Zuge des Vorbehaltsnetzes und der Innenstadtstraßen ein eindeutiges, begreifbares Wegweisungssystem sowie für den Parksuchverkehr ein dynamisches Parkleitsystem einzurichten.

Planfälle

Für die verbesserte Abwicklung des Kfz-Verkehrs werden verschiedene Einzelmaßnahmen betrachtet, welche in ihren Wirkungen zunächst unabhängig voneinander untersucht wurden. Daraus ließen sich wesentliche Erkenntnisse ableiten.

Städtebauliche und verkehrliche Ziele sind die Entlastung der Zerrennerstraße, des Bahnhofsplatzes und des Schlossberges. Hierzu ist mindestens eine leistungsfähige Ost-West-Achse am Rande oder durch die Innenstadt zu schaffen.

Dafür kommen in Frage: Der Ausbau der Güterstraße, ein Tunnel Lindenstraße-Luisenstraße (jeweils mit neuem Enzübergang Ost) oder ein Tunnel Zerrennerstraße. Mit einem neuen Brückenschlag über die Enz, z.B. auf Höhe der Zeppelinstraße, finden die leistungsfähigen Achsen eine sinnvolle Fortsetzung im Osten der Stadt. Der Innenstadtring bzw. der Parkring ist nicht von Innenstadt bezogenen Fahrten zu entlasten.

Durch die sinnvolle Kombination von Einzelmaßnahmen wurden mehrere Planfälle definiert, von denen die zwei wirksamsten nachfolgend näher betrachtet werden. Das Vorbehaltsnetz ist entsprechend der in den Planfällen vorgesehenen Maßnahmen weiterzuentwickeln. 

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Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)

Regionalbus

Um künftig die Hälfte alle Wege mit Verkehrsmitteln des Umweltverbundes (Bus/Bahn, Fahrrad, zu Fuß) zurückzulegen, ist im ÖPNV ein Qualitätssprung erforderlich. Hierzu ist das Angebot von Bahn und Bus zu einem integrierten System zu entwickeln, das viele Einzelaspekte zur Verbesserung aufgreift und in ein Gesamtpaket, einer "Marke" zusammenführt. Dabei sind sowohl bestehende Strukturen zu ergänzen und weiterzuentwickeln als auch zukunftsorientierte Innovationen einzuführen. Als Ergebnis steht ein leistungsfähiges attraktives Gesamtsystem mit eigener Identität und hoher Akzeptanz.

Dazu wurden folgende Systeme untersucht:

  • Straßenbahnsystem
  • Stadtbahn
  • Höherwertiges Bussystem

Von besonderer Bedeutung ist dabei der Leopoldplatz.

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Stadtboulevard Zerrennerstraße

Bild: VEP Pforzheim 2020

Um die Zerrennerstraße von durchfahrendem Verkehr zu entlasten und die städtebauliche Trennwirkung zu vermindern, ist eine Umgestaltung zum Stadtboulevard denkbar. Vorgesehen ist dabei eine Fahrspur für jede Richtung, getrennt durch einen ausreichend breiten Mittelstreifen, der das sichere Queren für Fußgänger und Radfahrer ermöglicht.

Die Belange des Busverkehrs müssen dabei ebenso wie die des Parkverkehrs berücksichtigt werden. Hierfür ist eine unterirdische Tiefgaragenerschließung vorgesehen. Im Bereich des Waisenhausplatzes sind wesentliche Flächengewinne für Fußgänger und Radfahrer zu verzeichnen.

Eine Alternative besteht in der Tieferlegung des Kfz-Verkehrs in einen Tunnel unter der Zerrennerstraße. 

Fußgänger- und Radverkehr

Bild: VEP Pforzheim 2020

Durch die Umgestaltung innenstadtnaher Straßenräume ist der Zugang in die Innenstadt mit dem Fahrrad und zu Fuß zu verbessern. Dies betrifft insbesondere beide Teile der Karl-Friedrich-Straße, welche vorrangig der Nutzung durch Anwohner, dem Busverkehr sowie Radfahrern und Fußgängern vorbehalten bleiben soll.

Durch beidseitig angelegte Radfahrstreifen, komfortable Bewegungsräume für Fußgänger sowie die sichere Ausgestaltung von Haltestellenbereichen wird ein, dem städtebaulichen Umfeld angepasster, Straßenraum geschaffen. Dieser wird durch eine durchgehende Begrünung zusätzlich aufgewertet.